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Die Boheme in Paris und die Anfänge des ‚Simplicissimus‘

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Part of the Reihe Sprach- und Literaturwissenschaft book series (RSL, volume 39)

Zusammenfassung

Fast zur gleichen Zeit wie Wedekind zieht es einen anderen jungen Mann aus Deutschland nach Paris. „Nach dem frühen Tod der Eltern ist der einundzwanzig Jahre alte und damit gerade volljährige Spross einer Kölner Industriellenfamilie aus der Zuckerbranche, die mit der völlig neuen Produktion des Würfelzuckers ein Vermögen macht, mit einer wahrhaft fürstlichen Erbschaft ausgestattet.“36 Der veritable Snob, der den Namen Albert Langen trägt und in Paris von seinen Freunden ‘Petit Langène’ gerufen wird, residiert am noblen ‘Boulevard Malesherbes’ in einer fürstlichen Suite. Sie ist mit einer Gemäldegalerie ausgestattet, die einem Ahnenschloss zur Ehre gereicht hätte. „Die Bildergalerie, die Langens Besucher beeindruckte, wies klingende Namen auf: Lucas Cranach und Adrian von Ostade, Frans Hals und Van Dyck schmückten die Wände, die französischen Maler Boucher, Fragonard und Millet sowie der Italiener Canaletto.“37 Hier verlebt Langen im Banne des skandinavischen Multitalents, Malers, Kunstfälschers und Schwindlers Willy Grétor von 1890 bis 1895 seine ‘Pariser Lehrjahre’, wie er sie selbst bezeichnet. Nach einer abgebrochenen kaufmännischen Lehre fühlt sich Langen als Maler, Künstler und Bohemien berufen und ist in erster Linie dabei, sein elterliches Erbe zu verprassen.

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© Centaurus Verlag & Media UG 2009

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