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Ein Bänkelsänger aus Lenzburg

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Part of the Reihe Sprach- und Literaturwissenschaft book series (RSL, volume 39)

Zusammenfassung

Benjamin Franklin Wedekind wird am 24. Juli 1864 in Hannover als zweites von sechs Kindern des Dr. med. Friedrich Wilhelm Wedekind und seiner Ehefrau Emilie Wedekind, geb. Kammerer geboren. Sein Vater ist ein wohlhabender amerikanischer Staatsbürger, der seinen in Deutschland erlernten Arztberuf frühzeitig aufgeben konnte, da er als Bergwerksarzt in türkischen Diensten, vor allem aber als Grundstücksspekulant in San Francisco zu einem beachtlichen Vermögen gekommen war. „Im gesellschaftlichen Leben der deutschen Kolonie gewinnt Dr. Wedekind schnell hohes Ansehen und leitet als Präsident den Deutschen Club.“1 Hier lernt er auch Emilie Kammerer kennen, die trotz ihrer Jugend ein noch bewegteres Leben führt. Durch ihre Auftritte als Sängerin in einem Varieté hat sie nicht nur die Sinne des alternden Liebhabers erregt, sondern zugleich die öffentliche Kritik. In der freizügigen kalifornischen Stadt, die neben Kneipen, Bordellen und Spielhöllen auch allerlei Schlüpfriges zu bieten hat, wachen die Damen der besseren Gesellschaft streng darüber, dass keine Dame aus zweifelhaftem Milieu in ihren Kreisen verkehrt. Nachdem bekannt wird, dass Dr. Friedrich Wilhelm Wedekind eine Tingeltangelsängerin zur Frau begehrt, ist man entrüstet. Man legt Dr. Wedekind nahe, aus dem Deutschen Club auszutreten, und meidet das ungleiche Paar. Fluchtartig verlassen beide die Stadt, um 1862 in Oakland in aller Zurückgezogenheit den Bund fürs Leben zu schließen. Gedemütigt und enttäuscht kehrt die junge Familie mit ihrem ersten Sohn Armin zwei Jahre später nach Deutschland zurück.

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© Centaurus Verlag & Media UG 2009

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