Lebenstriebe und Melancholie

  • Peter Schulz-Hageleit
Part of the Geschichte und Psychologie book series (GESCHPS)

Zusammenfassung

Dass Freud etliche Hoffnungen in die Zukunft projizierte, haben wir im Lauf der vorliegenden Abhandlung schon zur Kenntnis nehmen können. Seine relativ optimistische Zukunftserwartung kommt auch in einem knappen Text zum Ausdruck, der im November 1915 geschrieben wurde und die Überschrift Vergänglichkeit erhielt. Anlass der Niederschrift war ein Gespräch, das im Sommer vor dem Krieg stattgefunden hatte. Freuds Gesprächspartner, ein „bereits rühmlich bekannter Dichter“, gab in diesem Gespräch seinem depressiven Gefühl über die sinnlosen Zerstörungen Ausdruck, die ein nächster Krieg verursachen würde, während Freud allen kommenden Zerstörungen zum Trotz die Unzerstörbarkeit künstlerischer und intellektueller Leistungen hochhielt und am Ende (der Abhandlung) frohgemut sagte (Bd. X, S. 227): „Wir werden alles wieder aufbauen, was der Krieg zerstört hat, vielleicht auf festerem Grund und dauerhafter als vorher.“

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© Centaurus Verlag & Media UG 2012

Authors and Affiliations

  • Peter Schulz-Hageleit
    • 1
  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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