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Zur Psychoanalyse des Geschichtsbewusstseins

  • Peter Schulz-Hageleit
Part of the Geschichte und Psychologie book series (GESCHPS)

Zusammenfassung

Obwohl es ein allen Ansprüchen genügendes, sozusagen klinisch einwandfreies Geschichtsbewusstsein lebenspraktisch nicht gibt, halte ich es für zweckmäßig, theoretisch-analytisch ein vital-lebendiges, kreatives, kritisch-selbstkritisches Geschichtsbewusstsein von einem weitgehend unproduktiven, vom Unbewussten her eingeschränktes Geschichtsbewusstsein zu unterscheiden und das Unbewusste in die Differentialdiagnose einzubeziehen. Mit einer riskanten Parallelisierung zu Diagnosen des Körperlichen könnte man auch ein gesundes von einem pathogen behinderten Geschichtsbewusstsein unterscheiden. Wichtig für den hier eröffneten Gedankengang ist weniger, dass es Einschränkungen bzw. „Behinderungen“ des frei reflektierenden Geschichtsbewusstseins gibt, sondern vielmehr wie der betroffene Mensch selbst damit umgeht: Zwischen der pathogenen Verleugnung der Behinderung und ihrer erkenntnisklaren, vernünftigen Integration in das alltägliche Leben bestehen Abgründe.

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© Centaurus Verlag & Media UG 2012

Authors and Affiliations

  • Peter Schulz-Hageleit
    • 1
  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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