„Todestrieb“ und dissoziative Strukturbedingungen

  • Peter Schulz-Hageleit
Part of the Geschichte und Psychologie book series (GESCHPS)

Zusammenfassung

Freuds Todes- und Destruktionstrieb, ein relativ spät erarbeiteter Theoriebaustein, der von Anfang an umstritten war (vgl. im Überblick Laplanche und Pontalis), ist biologistisch konnotiert und in dieser Form praktisch unbrauchbar für Recherchen und Reflexionen zu Geschichte und Geschichtsbewusstsein. Wann immer Freud den Todestrieb empirisch plausibel zu machen suchte, waren es Sachverhalte aus dem Tierreich, mit denen er seinen Theoriefund zu bestätigen suchte. Bei niederen Tieren, so argumentierte er zum Beispiel, falle der Tod mit dem Zeugungsakt zusammen. „Diese Wesen sterben an der Fortpflanzung, insofern nach der Ausschaltung des Eros durch die Befriedigung der Todestrieb freie Hand bekommt, seine Absichten durchzusetzen.“ Freud, Das Ich und das Es Bd. III, S. 314.

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Authors and Affiliations

  • Peter Schulz-Hageleit
    • 1
  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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