Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit galt es zunächst eine neue, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung der letzten Jahre würdigende Biographie Caspar Peucers zu erstellen. Ein tabellarischer Überblick über das Leben Peucers wurde bereits im Kapitel 2.1 gegeben. Es konnte nachvollzogen werden wie Peucer unter der Protektion seines Schwiegervaters Melanchthon einen für Wittenberger Mediziner typischen Karriereweg nahm: von niedrig bezahlten mathematischen Professuren an der Artistenfakultät, Lektionen über Melanchthons „De anima“, privatissime gehaltenen Vorlesungen über medizinische Practica und einer medizinischen Privatpraxis schließlich ein plötzliches Aufrücken auf die durch Tod des Vorgängers frei gewordene gut bezahlte medizinische Hauptprofessur, noch vor der eigenen medizinischen Promotion. Aus seiner universitären Karriere resultierte schließlich Peucers enges Verhältnis zum kursächsischen Hof Kurfürst Augusts und seine Leibarzttätigkeit. Nach 12 Jahren Ungnade und Einzelhaft konnte Peucer am anhaltischen Hof in Dessau erneut in einen Mittelpunkt fürstlicher Macht aufsteigen und als Leibarzt für drei Fürstenhöfe (Dessau, Kassel, Heidelberg) tätig sein. Hierbei konnte erstmals ein direkter Nachweis für Peucers Leibarzttätigkeit am Kurpfälzer Hof und seine engen Beziehungen an die Heidelberger Universität erbracht werden. Erst durch das systematische Suchen von Briefen Peucers in verschiedenen Bibliotheken und Archiven Europas konnte ein erster Überblick über Peucers weitgespanntes Korrespondentennetzwerk gegeben und damit ein erster Eindruck über seinen wichtigen Stellenwert in der „res publica litteraria“ gewonnen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 2012

Authors and Affiliations

  • Martin Roebel
    • 1
  1. 1.Thüringen- Kliniken SaalfeldDeutschland

Personalised recommendations