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Sanktionswandel und Straffälligenpädagogik

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Part of the Schriftenreihe für Delinquenzpädagogik und Rechtserziehung book series (SDR)

Zusammenfassung

Das Thema bezieht seinen Reiz nicht zuletzt aus der Gegenüberstellung zeitverschobener Begriffe und wohl auch Sachverhalte. Während dem Ausdruck “Sanktionswandel” ein moderner Einschlag anhaftet1, wirkt der Begriff “Straffälligenpädagogik” seltsam antiquiert, zumindest alt-väterisch und altfränkisch2. Freilich wirkt auch schon die Moderne aus der Sicht der Postmoderne3, die alles hinter sich gelassen hat, was modern ist4 und darum gelassen zurückblickt, antiquiert. Straffälligenpädagogik jedenfalls scheint einer anderen Zeit als der unsrigen anzugehören. Sie scheint den Charme des Stehkragens zu verkörpern, zu dem eben Jeans so gar nicht passen wollen. Zeichnet sie sich nicht durch den Gestus dessen aus, der sich — mit unverrückbarem Rechtssinn ausgestattet — in redlicher, pädagogischer Weise um Straffällige bemüht, sie auf den “rechten Weg” — was immer das heißen mag — bringen will? Das scheint angesichts gesellschaftlicher Verwerfungen, von Entwurzelungsund Dissozialisationsphänomenen, des Abdriftens in Subkulturen, angesichts andersartiger Mentalitätsstrukturen und Verhaltensmuster eher historisch und verbraucht.

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Anmerkungen

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    Zu reduktionistischen und liberal-rechtsstaatlichen Ansätzen der Rücknahme des Strafrechts Schöch (Fn.9), M. Frommel, Umrisse einer liberal-rechtsstaatlichen Normverdeutlichung durch Strafrecht, in: Festschrift f. Schüler-Springorum, 1993, S.257 ff. Noch weitergehend freilich Lüderssen, Alternativen zum Strafen, in: Strafgerechtigkeit. Festschrift f. Arthur Kaufmann zum 70.Geburtstag, 1993, S.487 ff.; ders., Zurück zum guten alten, liberalen, anstandigen Kernstrafrecht? In: Böllinger/Lautmann (Fn.37), S.268 ff.Google Scholar

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