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Alltag im Transformationsprozeß

Chapter
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Part of the Forum: Zukunft der Gesellschaft book series (FZG)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird der Hintergrund entworfen, auf dem später die Portraits einzelner Personen gezeichnet werden. Dabei sind das verwendete Material einmal die Interviews selbst, zum anderen die einschlägige soziologische Literatur, auf deren beider Grundlage zentrale Themen alltäglicher Lebensführung in der DDR und in verschiedenen Phasen des Transformationsprozesses identifiziert werden. Zwar ist eine Analyse der Institutionen, die den Rahmen abgeben, zwingend; doch ist es problematisch, aus ihrer Beschreibung die Folgen für das Leben des Einzelnen über bloße Plausibilisierungsannahmen hinaus zu analysieren.1 Dies gilt besonders für das Institutionensystem der DDR und das Handeln ihrer Bürgerinnen; denn gerade dort wird ein zu statisches, ein zu geschlossenes Bild gezeichnet. Kohli empfiehlt statt der Denkfigur der entsubjektivierten Gesellschaft, in der dem Einzelnen nur Passivität und der Rückzug in Nischen bleibt, „Handlungsspielräume zu unterstellen und nach Aktivitäten und Konflikten zu suchen. Erst diese theoretische Unterstellung erlaubt es, zu klären, inwieweit solche Spielräume empirisch vorhanden waren“ (Kohli 1994, S. 33). Dieses Kapitel will diesen Spielräumen nachspüren, indem es die Erzählungen der Interviewpartnerinnen mit Institutionenanalysen und Zeitdiagnosen verknüpft.

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Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 1998

Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät für PädagogikInstitut für Soziologie und Gesellschaftspolitik tätigDeutschland

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