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Das Dialogverhältnis als Voraussetzung für das Selbstverhältnis in der Philosophie von Gabriel Marcel

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Part of the Reihe Philosophie book series (REIPHIL, volume 34)

Zusammenfassung

Um den Charakter der Philosophie von Gabriel Marcel besser zu verstehen, sollte man einen Rückblick auf seine Biographie werfen. Marcel ist 1889 in Paris geboren. Seine jüdische Mutter ist gestorben als er vier Jahre alt war. Sein Vater heiratete später noch einmal und die Stiefmutter übernahm die Erziehung des Jungen. Beide Elternteile waren Agnostiker und haben sich mit den Fragen des Glaubens niemals beschäftigt. Marcel fühlte sich als Einzelkind sehr einsam. Zu seinen Eltern hatte er kein enges Verhältnis. Sie setzten ihn unter starken Leistungsdruck. Marcel versuchte, ihren Erwartungen gerecht zu werden. Trotz guter Schulleistungen war die Institution der Schule für ihn ein herzloser Apparat der Tyrannei, der die Individualität und Einzigartigkeit des Menschen zu unterdrücken versucht. Der frühe Tod seiner Mutter und die Erfahrung der unmenschlichen Schule waren zwei Kindheitserlebnisse, die sein ganzes späteres Leben und sein philosophisches Denken stark beeinflusst haben. Marcels Dialogphilosophie, die er selbst als Hinwendung zum Du verstand, ist der Ausdruck seiner Sehnsucht nach der Mutter, die von ihm gegangen ist und nach Geschwistern, die er nie hatte. Sie ist ein verzweifelter Schrei eines einsamen Menschen, der sich nach einem anderen Menschen sehnt.

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