Einführung und grundlegende theoretische Konzepte

Auszug

Zeitreihen kommen in alien Teilgebieten der Ökonomie vor, insbesondere aber in der Finanzmarktökonomie und der Makroökonomie. Die Wirtschaftsseiten der Zeitungen sind voll von Zeitreihen. So werden die Kursentwicklungen von Aktien, Anleihen usw. in Form von Tabellen oder als Graphiken dargestellt. Aber auch viele makrookonomische Zeitreihen wie etwa das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die Inflationsrate oder die Arbeitslosenquote werden in dieser Weise präsentiert. Die Betrachtung der Zeitreihe als Tabelle oder besser als Graphik ist zwar ein sinnvolles Unterfangen, kann jedoch nur der erste Schritt in einer systematischen Analyse sein. Diese Analyse versucht, mittels statistischer Verfahren Muster beziehungsweise Regelmäßigkeiten in der Entwicklung von Zeitreihen zu erkennen. Diese Regelmäßigkeiten sind in der Ökonomie oft von prinzipiellem Interesse, da gewisse ökonomische Theorien ganz bestimmte Gesetzmäßigkeiten erwarten lassen. So besagt z. B. die einfache Version der Random-Walk-Hypothese, dass die Wachstumsrate des realen privaten Konsums weder von vergangenen Wachstumsraten noch von anderen zeitlich verzögerten Variablen, also nicht einmal vom vergangenen disponiblen Einkommen, abhängt (siehe Hall [56]). Eine ähnliche Eigenschaft kann aufgrund theoretisch ökonomischer Überlegungen auch von Aktienkursen erwartet werden. So sollte es nicht möglich sein, die Veränderungen von Aktienkursen aus der Vergangenheit vorauszusagen (siehe Campbell, Lo und MacKinley [21] für eine allgemeine Diskussion dieser Hypothese und Samuelson [114] für einen ersten Beweis).

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© B.G. Teubner Verlag / GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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