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Der Übergang personenbezogener Daten in der verschmelzungsrechtlichen Universalsukzession

Auszug

Das Umwandlungsgesetz knüpft gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG an den rechtlichen Vollzug der Verschmelzung die Rechtsfolge der Universalsukzession des übernehmenden Verbandes in das Vermögen des übertragenden Rechtsträgers. Diese Gesamtrechtsnachfolge wird in ihren Rechtswirkungen auf personenbezogene Daten des übertragenden Rechtsträgers datenschutzrechtlich kontrovers diskutiert. Es stellt sich die grundlegende Frage nach dem Schicksal der beim übertragenden Rechtsträger gespeicherten personenbezogenen Daten. Konkret ist zu klären, ob und inwieweit personenbezogene Daten von der verschmelzungsrechtlichen Universalsukzession erfasst werden, ob die personenbezogenen Daten rechtlich als Bestandteil des übergehenden Vermögens des übertragenden Verbandes einzuordnen sind, was zentral von der Auslegung des verschmelzungsrechtlichen Vermögensbegriffes abhängt, oder ob die Daten in Ausnahme zu § 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG einer gesonderten Übertragung bedürfen und ob es sonstige datenschutzrechtliche Begleitfaktoren zu beachten gilt, die personenbezogene Daten als möglichen Bestandteil des übergehenden Vermögens von den übrigen Vermögensgegenständen unterscheiden.

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References

  1. 133.
    Roßnagel/Pfitzmann/Garstka, Gutachten zur Modernisierung des Datenschutzrechts vom 12.11.2001, 21.Google Scholar
  2. 134.
    So schon Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff. E contrario bedeutet dies, dass sich die wirtschaftlichen Effekte der Verschmelzung nach §§ 2 ff. UmwG ebenso durch sonstige korporativ-strukturändernde Maßnahmen verwirklichen lassen, wie dies auch vor Inkrafttreten des UmwG der Fall war.Google Scholar
  3. 135.
    Vgl. Art. 70 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8.10.2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE), EG ABI. v. 12.11.2001, L 294/1 sowie das Gesetz zur Einführung der Europäischen Gesellschaft (SE) vom 12.12.2004, BGBI. 2004, Teil I Nr.73, 3675 ff.; hierzu Neye/Teichmann, AG 2003, 170 ff.; Wenz, AG 2003, 185 ff.; Reichert/Brandes, ZGR 2003, 773; Horn, DB 2005, 147 ff.; Lenering/Simon, NJW-Spezial, Heft 2/2005, 75 ff.; Lutter/Kollmorgen/Feldhaus, BB 2005, 2473 ff.; Walden/MeyerLandrut, DB 2005, 2119 ffGoogle Scholar
  4. 136.
    Stengel in: Semler/Volhard, § 17 Rdnr. 356 ff.; Harbarth, AG 2004, 573 ffGoogle Scholar
  5. 137.
    Ausführlich zu alternativen Gestaltungsmöglichkeiten Stöcker, 357 ff.Google Scholar
  6. 138.
    Amtl. Begründung, BT. Drucks. 12/6699, S.178; Kalimeyer, UmwG, § 1 Rdnr. 9; Lutter in: Lutter, UmwG, Einl. Rdnr. 35; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 1 Rdnr. 26. Die genannten Maßnahmen au-ßerhalb des Anwendungsbereiches des Umwandlungsgesetzes sind nicht Gegenstand der nachfolgenden Untersuchung.Google Scholar
  7. 139.
    Gegen eine analoge Anwendbarkeit sprechen des Weiteren gewichtige dogmatische und systematische Gründe. Zum einen fehlt es bereits an einer planwidrigen Regelungslücke in den sonstigen Gesellschaftssachrechten. Die Verschmelzung nach dem UmwG stellt gerade eine gesetzliche Privilegierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach den spezifischen Vorgaben des UmwG gegenüber sonstigen Maßnahmen außerhalb des UmwG dar. Das spezifische Verschmelzungssachrecht des UmwG ist ferner abschlie-ßend ausgestaltet und unterliegt einem gesetzlichen Analogieverbot, soweit hierdurch die abschließenden Regelungen des UmwG unterlaufen würden (§ 1 Abs.2 UmwG). Auch sind die sonstigen korporativstrukturändernden Maßnahmen bereits ablaufsystematisch nicht mit einem umwandlungsrechtlichen Verschmelzungsvorgang vergleichbar.Google Scholar
  8. 140.
    Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ffGoogle Scholar
  9. 141.
    Kalimeyer, UmwG, § 1 Rdnr. 1; Lutter in: Lutter, UmwG, § 1 Rdnr. 2; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 1 Rdnr. 1.Google Scholar
  10. 142.
    Strati in: Schmitt/ Hörtnagl/ Stratz, UmwG, § 1 Rdnr. 1; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 7.Google Scholar
  11. 144.
    Roßnagel/ Pfitzmann/ Garstka, Gutachten zur Modernisierung des Datenschutzrechts vom 12.11.2001, 21.Google Scholar
  12. 145.
    Grundlegend: K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498 f.Google Scholar
  13. 146.
    Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff.Google Scholar
  14. 147.
    Lennerz, 20; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498.Google Scholar
  15. 148.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff.; Oetker, VersR 1992, 8 f.; Hennrichs, 36 und Mertens, 66.Google Scholar
  16. 150.
    Zutreffend: Rieble, ZIP 1997, 303.Google Scholar
  17. 151.
    Rieble, ZIP 1997, 303.Google Scholar
  18. 152.
    Hennrichs, 37, weist zutreffend darauf hin, dass die dingliche Übertragung des Eigentums an einem Grundstück de lege lata ebenfalls an die Eintragung des Erwerbers im Grundbuch geknüpft ist, gleichwohl ein rechtsgeschäftlicher Übertragungsakt vorliege.Google Scholar
  19. 153.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 7; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 2. Sie ist weder systematisch noch dogmatisch auf sonstige strukturändernde Maßnahmen übertragbar. Letzteren liegt in der Regel eine ausschließlich rechtsgeschäftliche Konzeption über eine schuldrechtliche wie dingliche Einzelübertragung und Einzelrechtsnachfolge (successio in rem — etwa nach §§ 398 ff., 873 ff., 929 ff. BGB) — entsprechend dem gesetzlichen Regel-Ausnahme Prinzip — zugrunde.Google Scholar
  20. 154.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 495 ff.Google Scholar
  21. 155.
    Im Gegensatz zum „succedere in universitatem “, hierzu K. Schmidt, AcP 191 (1991), 501 f.; Hasse, AcP 5 (1822), 19 ff.; Lorenz, Allgemeiner Teil, § 13 V b.Google Scholar
  22. 158.
    So schon RGZ 136, 313; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 13.Google Scholar
  23. 159.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 497.Google Scholar
  24. 160.
    Ennecerus/Nipperdey, § 75 III; Köhler, § 5 II 1; Hohner, 63 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 497.Google Scholar
  25. 162.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498 f. (m.w.N.).Google Scholar
  26. 163.
    Gernhuber, Bürgerliches Recht, § 39 I; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498.Google Scholar
  27. 164.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498.Google Scholar
  28. 165.
    Siehe zuvor unter 3.2.1.; Hennrichs, 36 f.; Mertens, 66; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 500; a. A. Lennerz, 20; Oetker, VersR 1992, 8 f.Google Scholar
  29. 167.
    Als Nachlassgegenstände, vgl. BGHZ 98, 51 ff.; BGH NJW 1983, 2377; K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, § 45 V 3 c; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 500.Google Scholar
  30. 168.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 500.Google Scholar
  31. 169.
    Palandt/Brudermüller, BGB, § 1416 Rdnr. 3; Gernhuber, Familienrecht, § 38 III 2; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 500.Google Scholar
  32. 170.
    Wolff, Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts, § 6 II c; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 501 f.Google Scholar
  33. 171.
    So schon Hasse, AcP 5 (1822), 22 ff.Google Scholar
  34. 172.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 502.Google Scholar
  35. 173.
    K. Schmidt, ZGR 1990, 592 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 502. Das ursprüngliche Vorhaben im Diskussionsentwurf des Bundesjustizministeriums zum Umwandlungsgesetz, an das „ Unternehmen “ als Bezugspunkt für die Umwandlung anzuknüpfen, wurde infolge erheblicher Kritik aus der Wissenschaft aufgegeben; hierzu K. Schmidt, GesR, § 13 I 2. a).Google Scholar
  36. 174.
    K. Schmidt, Handelsrecht, § 4 IV, 1. Das „Unternehmen“ stellt sich vielmehr als „sozialer und ökonomischer Verbund von wirtschaftenden Personen und sachlichen Mitteln“ dar.Google Scholar
  37. 175.
    Näher: K. Schmidt, Handelsrecht, § 4 IV, 1.Google Scholar
  38. 176.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 502.Google Scholar
  39. 178.
    Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff. Auch ohne besondere Verschmelzungsvorschriften können und konnten Unternehmen durch Liquidation und Einzeleinbringung in eine neue Gesellschaft oder durch Liquidation einer beteiligten Gesellschaft und Übertragung ihres Vermögens im Wege der Einzelrechtsnachfolge in eine andere Gesellschaft miteinander verschmolzen werden.Google Scholar
  40. 179.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 505.Google Scholar
  41. 180.
    Hasse, AcP 5 (1822), 19, 22 f.; v. Schwerin, 10; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 501. Im Gegensatz zur Verschmelzung stellt der Formwechsel keinen Unterfall der Gesamtrechtsnachfolge dar. Ziel des Formwechsels ist die vollkommene Kontinuität des Rechtsträgers bei gleichzeitiger Diskontinuität seiner Verfassung. Diesem Ziel entspricht nicht ein Rechtsübergang, sondern eine Verfassungsänderung des Rechtsträgers als rein gesellschaftsinterner Organisationsakt in Form einer qualifizierten Satzungsänderung bzw. aus umwandlungsrechtlicher Sicht: eines Formwechsels. Vgl. zum Formwechsel als Fall der Satzungsänderung bereits Kreifels, GmbHR 1957, 16. Das geltende Umwandlungsrecht lässt in § 202 Abs. 1 UmwG die vollständige Kontinuität der Zurechnungs-und Vermögensverhältnisse unter gleichzeitiger Änderung der Rechtsform zu, so dass nicht um des Wechsels der Rechtsform Willen eine Gesamtrechtsnachfolge — anders als im Falle der Verschmelzung — konstruiert werden muss. Dem heutigen Formwechsel nach §§190 ff. UmwG liegt entsprechend der gesetzgeberischen Intention dieses Identitätskonzept zugrunde; Sagasser/Sickinger in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, R. I. Rdnr. 4; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 202 Rdnr. 2; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 502; BT-Drucks. 12/6699Google Scholar
  42. 181.
    Muscheler, 29 (für die erbrechtliche Universalsukzession).Google Scholar
  43. 183.
    So ist etwa der gutgläubige Erwerb umfassend ausgeschlossen, da kein Verkehrsgeschäft vorliegt, sondern ein gesetzlicher Erwerbstatbestand; Muscheler, 33.Google Scholar
  44. 184.
    Weiteres prägendes Merkmal der Universalsukzession ist — auch im Verschmelzungsrecht — die Unitemporalität (Einheitlichkeit des Übergangszeitpunktes). Alle Vermögensbestandteile gehen in demselben Zeitpunkt, der juristischen Sekunde der Registereintragung der Verschmelzung, auf den übernehmenden Verband über; vgl. Muscheler, 30.Google Scholar
  45. 186.
    Im Erbrecht bezweckt dieses Institut etwa sicherzustellen, dass der Erblasser bei Testierung nicht einzelne Gegenstände vergisst. Diese würden in der Folge herrenlos, Forderungen würden erlöschen. Hierzu Muscheler, 5.Google Scholar
  46. 187.
    Der Erbe erwirbt damit nicht notwendigerweise das ganze Vermögen, aber das (übergehende) Vermögen als Ganzes; Muscheler, 6; Windscheid-Kipp, Lehrbuch des Pandektenrechts, § 187 Anm. 5.Google Scholar
  47. 188.
    Muscheler leitet hieraus die Schlussfolgerung ab, die Universalsukzession sehe im Zweifel vor, dass Vermögenswerte Rechte des Erblassers im Zweifel vererbbar sind; Muscheler, 6.Google Scholar
  48. 189.
    So schon K. Schmidt, AcP 191 (1991), 514; Hennrichs, ZIP 1995, 794 ff.; Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25; nicht explizit hierzu Stellung nehmend: Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 7; a.A. Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 18; kraft in: Köln Komm/AktG, § 346 Rdnr. 18; Werner/Kindermann, ZGR 1981,48.Google Scholar
  49. 190.
    § 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG ist insoweit lex specialis zu §§ 398 ff., 414, 419 BGB, § 25 HGB sowie den Grundsätzen zur Vertragsübernahme; vgl. Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff, 20, 23; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.Google Scholar
  50. 191.
    Ohne explizite Stellungnahmen: Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff.; Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; dies ohne nähere Begründung bejahend Lütge, NJW 2000, 2463 ff.; Dieckmann/Eul/Klevenz, RDV 2000, 149 ff.; Marsch-Barner/Mackenthun, ZHR 165 (2001), 426 ff.; Wengert/Widmann/Wengert, NJW 2000, 1289 ff. = RDV 2000, 47 ff.; Zöllner, ZHR 165 (2001), 440 ff.; Simitis, ZHR 165 (2001), 453 ff.; Teichmann/Kießling, ZGR 2001, 33 ff.; Eul in: Roßnagel, Handbuch Datenschutzrecht, Kap. 7.2 Rdnr. 68 ff. (zur Fusion von Banken); Früh, WM 2000, 501 ffGoogle Scholar
  51. 193.
    Hasse, AcP 5 (1822), 22 f.Google Scholar
  52. 194.
    Hasse, AcP 5 (1822), 22 f.; v. Schwerin, 10; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 501. 195 So auch Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff.; Grunewald in:Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.Google Scholar
  53. 196.
    Roßnagel/ Pfitzmann/ Garstka, Gutachten zur Modernisierung des Datenschutzrechts vom 12.11.2001, 21.Google Scholar
  54. 197.
    Mugdan, 2; Gernhuber, § 39 I; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 498.Google Scholar
  55. 198.
    Stratz in: Schmitt/ Hörtnagl/ Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 20.Google Scholar
  56. 199.
    Der ursprüngliche Diskussionsentwurf des Bundesjustizministeriums zum UmwG 1994 wollte nicht an die Begriffe des „Rechtsträgers“ und des „Vermögens“ anknüpfen, sondern das „Unternehmen“ als solches in den Vordergrund rücken, was dem Kontinuitätsgedanken Nachdruck verleiht. Hierzu K. Schmidt, GesR, § 13 I. 2. a); dies wurde jedoch infolge erheblicher Kritik aus der Wissenschaft letztlich aufgegeben.Google Scholar
  57. 200.
    Vgl. Muscheler, 6 (allerdings zur erbrechtlichen Universalsukzession).Google Scholar
  58. 201.
    Die einschlägige Literatur gibt hierüber keine weiteren Aufschlüsse, vgl. nur Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff; Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; bejahend Lüttge, NJW 2000, 2463 ff.; Dieckmann/Eul/Klevenz, RDV 2000, 149 ff.; MarschBarner/Mackenthun, ZHR 165 (2001), 426 ff.; Wengert/Widmann/Wengert, NJW 2000, 1289 ff. = RDV 2000, 47 ff.; Zöllner, ZHR 165 (2001), 440 ff.; Simitis, ZHR 165 (2001), 453 ff.; Teichmann/Kießling, ZGR 2001, 33 ff.; Eul in: Roßnagel, Handbuch Datenschutzrecht, Kap. 7.2 Rdnr. 68 ff. (zur Fusion von Banken); Früh, WM 2000, 501 ff.Google Scholar
  59. 202.
    Hierzu BGH 95, 94; Lorenz, § 35 III; Palandt/Heinrichs, BGB, § 398 Rdnr. 10 ff.Google Scholar
  60. 203.
    Ein etwaiges Zessionsverbot soll, gleich ob auf Gesetz oder Rechtsgeschäft begründet, nach h.M. dem Forderungsübergang nicht gemäß § 399 BGB entgegenstehen, vgl. Westermann in: Erman, BGB, § 412 Rdnr. 2; Zeiss in: Soergel, BGB, § 412 Rdnr. 1; RGZ 136, 315; Bermel in: Goutier/Knopf/Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 19; Grunewald in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, AktG, § 346 Rdnr. 19; Heidenhain, ZIP 1995, 801 ff.; Hennrichs, 45 f.; Kraft in: Kraft/Kreutz, GesR, § 346 Rdnr. 25; Picot/Müller-Eising, B 229; Roth in: MünchKomm/BGB, § 412 Rdnr. 15 (Anwendung erwägenswert); Palandt/Heinrichs, BGB, § 412 Rdnr. 1 (für die Gesamtrechtsnachfolge unter „Lebenden“ bejahend).Google Scholar
  61. 204.
    Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwand-lungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff.; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.Google Scholar
  62. 205.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 8; Bermel in: Goutier/Knopf/Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 36; Hennrichs, 82 f.Google Scholar
  63. 207.
    Grunewald in: Geßler/ Hefermehl/ Eckardt/ Kropff, AktG, § 339 Rdnr. 3; Kraft in: Krafl/Kreutz, GesR, § 339 Rdnr. 36; Vossius in: Widmann/Mayer, § 20 Rdnr. 32; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, §20 Rdnr. 21.Google Scholar
  64. 208.
    Dies ist indes mit erheblichen steuerlichen Nachteile verbunden und daher praktisch unerwünscht; vgl. Dehmer, UmwG, § 20 Rdnr. 19; Grunewald in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, AktG, § 339 Rdnr. 3; Schilling in: GroßKomm AktG, § 346 Rdnr. 13.Google Scholar
  65. 209.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 10; Grunewald in: Geßler/Hefermehl/Eckardt/Kropff, AktG, § 346 Rdnr. 9; Kraft in: Kraft/Kreutz, GesR, § 346 Rdnr. 23; Vossius in: Widmann/Mayer, UmwG, § 20 Rdnr. 217; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 63.Google Scholar
  66. 210.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 10; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 64.Google Scholar
  67. 212.
    Siehe zuvor unter 3.2.1.; vgl. hierzu K Schmidt, AcP 191 (1991), 514 (Gesamtrechtsnachfolge kraft Rechtsgeschäfts); Hennrichs, ZIP 1995, 794 ff.; Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25; nicht explizit hierzu Stellung nehmend: Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 7; a.A. Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 18 (Gesamtrechtsnachfolge kraft Gesetz); Kraft in: Köln Komm/AktG, § 346 Rdnr. 18; Werner/Kindermann, ZGR 1981, 17 ff.Google Scholar
  68. 213.
    Bermel in: Goutier/ Knopf/ Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 8; Dehmer, UmwG, § 20 Rdnr. 19, 24; Kraft in: Kraft/Kreutz, GesR, § 346 Rdnr. 18; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 520; Vossius in: Widmann/Mayer, UmwG, § 20 Rdnr. 27 f; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 11.Google Scholar
  69. 214.
    Grunewald in: Geßler/ Hefermehl/ Eckardt/ Kropff, AktG, § 346 Rdnr. 10; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 11; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 20; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 517.Google Scholar
  70. 215.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 6 ff.; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 19 ff.; Raiser, § 46 II. 3. Rdnr. 25 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) Rdnr. 145; bejahend Lüttge, NJW 2000, 2463 ff.; Dieckmann/Eul/Klevenz, RDV 2000, 149 ff.; Marsch-Barner/Mackenthun, ZHR 165 (2001), 426 ff.; Wengert/Widmann/Wengert, NJW 2000, 1289 ff. = RDV 2000, 47 ff.; Zöllner, ZHR 165 (2001), 440 ff.; Simitis, ZHR 165 (2001), 453 ff.; Teichmann/Kießling, ZGR 2001, 33 ff.; Eul in: Roßnagel, Handbuch Datenschutzrecht, Kap. 7.2 Rdnr. 68 ff.;Früh, WM 2000,501 ff.Google Scholar
  71. 216.
    Roßnagel/ Pfitzmann/ Garstka, 23 f.Google Scholar
  72. 217.
    Nochmals: die verschmelzungsrechtliche Universalsukzession dient primär der Erleichterung der Abwicklung von Verschmelzungen, indem sie Singularsukzessionen einzelner Vermögensgegenstände entbehrlich macht und deren einzelne Vorschriften für unanwendbar erklärt Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff.; siehe zuvor unter 3.2. Google Scholar
  73. 218.
    Wehlau, OLG Report (Kommentar), K27 f.; OLG Karlsruhe, NJW 1996, 200 = CR 1996, 352 (zu der Frage, inwieweit Datenbestände unter den Schutzbereich des § 823 Abs. 1 BGB fallen können).Google Scholar
  74. 222.
    Roßnagel/ Pfitzmann/ Garstka, 37.Google Scholar
  75. 223.
    Roßnagel/ Pfitzmann/ Garstka, 37.Google Scholar
  76. 224.
    Kilian, FS Büllesbach 2002, 152 f.Google Scholar
  77. 225.
    OLG Karlsruhe, NJW 1996, 200 = CR 1996, 352; Wehlau, OLG Report (Kommentar), K27 f. Diese „Hilfskonstruktion“ wird jedoch zu Recht als ungenügend kritisiert. Sie versagt, wenn die Person des Berechtigten an den Datenbeständen und des Eigentümers der Speichermedien auseinanderfallen. Eine befriedigende Lösung der Haftungsfrage ergibt sich eher über eine direkte Anwendung des § 823 Abs. 1 BGB auf (personenbezogene) Daten als „sonstiges Recht“, vgl. Wehlau, OLG Report, K 27 f.Google Scholar
  78. 226.
    Stratz in: Schmitt/ Hörtnagl/ Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 65; Palandt/Bassenge, BGB, § 857 Rdnr. 3; Joost in: MünchKomm/BGB, § 857 Rdnr. 14.Google Scholar
  79. 227.
    Tätigkeitsbericht des Innenministeriums Baden-Württemberg 2001, 90 ff.Google Scholar
  80. 228.
    Als umfassende leges speciales sind die sachenrechtlichen Übertragungstatbestände gemäß §§ 873 ff., 925 ff, 929 ff. BGB anzusehen, die auch auf die Übertragung des Anwartschaftsrechts Anwendung finden, vgl. BGHZ 28, 21; BGH, NJW 1970, 699. Das Urheberrecht und gewerbliche Schutzrechte sind nach der lex lata nicht übertragbar, sondern untrennbar mit dem Urheber verbunden und unterfallen daher nicht § 413 BGB; vgl. Palandt/Heinrichs, BGB, § 413 Rdnr. 3.Google Scholar
  81. 229.
    Palandt/ Heinrichs, BGB, § 413 Rdnr. 2.Google Scholar
  82. 230.
    K. Schmidt, AcP 191 (1991), 501 f.; Hasse, AcP 5 (1822), 19 ff.; Lorenz, Allgemeiner Teil, § 13 V b.Google Scholar
  83. 231.
    Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff.Google Scholar
  84. 232.
    Zur datenschutzrechtlichen Zulässigkeit der Zession einer Forderung siehe ausführlich unter 9.2.5.1. Google Scholar
  85. 233.
    Wiener, ZHR 27 (1882), 333 ff.; K. Schmidt, AcP 191 (1991), 503 ff.Google Scholar
  86. 234.
    Hennrichs, S. 35 (allgemein zur Gesamtrechtsnachfolge).Google Scholar
  87. 235.
    Der Betroffene sieht sich jedoch im Ergebnis nach Vollzug der Verschmelzung einer „neuen“ verantwortlichen Stelle, dem übernehmenden Rechtsträger, gegenüber, der insbesondere in Rechtsform, Firmierung und gesamthaft strategischem Geschäftsfeld von dem ursprünglich übertragenden Rechtsträger abweichen kann.Google Scholar
  88. 237.
    Stratz in: Schmitt/ Hörtnagl/ Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 68 f.Google Scholar
  89. 238.
    Dehmer, UmwG, § 20 Rdnr. 68; Marsch-Barner in: Kallmeyer, UmwG, § 20 Rdnr. 26; Vossius in: Widmann/Meyer, UmwG, § 20 Rdnr. 251.Google Scholar
  90. 239.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 7.Google Scholar
  91. 240.
    Bermel in: Goutier/ Knopf/ Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 36; Mertens, S. 172 ff.Google Scholar
  92. 241.
    So auch Gaiser, DB 2000, 364.Google Scholar
  93. 242.
    Simitis in: Simitis/ Dammann/ Geiger/ Mallmann/ Walz, BDSG, § 1 Rdnr.178; Wengert/Wiedmann/ Wengert, RDV 2000, 49; so schon BVerfGE 65, 1 ff.-Volkszählung.Google Scholar
  94. 243.
    Muscheler, 6 (zur erbrechtlichen Universalsukzession).Google Scholar
  95. 244.
    RGZ 136, 313.Google Scholar
  96. 245.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 13.Google Scholar
  97. 246.
    RGZ 136, 313.Google Scholar
  98. 247.
    Zwar werden Dritte von finanziellen Nachteilen über die umwandlungsrechtlichen Schutzmechanismen abgesichert. Dieser Schutz betrifft indes ausschließlich die Kompensation für finanziell nachteilige Folgen und lässt sonstige Nachteile (insbesondere in Bezug auf Immaterialrechte der Betroffenen) außen vor; vgl. Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 13.Google Scholar
  99. 248.
    § 22 Abs. 1 UmwG. Den Dritten ist, Ihnen ist, soweit sie keine Befriedigung erlangen können, Sicherheit zu leisten.Google Scholar
  100. 249.
    Raiser, § 46 V. Rdnr. 78 ff.; Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 23 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J. III. 1. c) aa) Rdnr. 145; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 34 ff. 250 Der Umwandlungsgesetzgeber verfolgt mit der Regelung des § 132 UmwG das Ziel, ein Korrektiv zu der in §§ 126 Abs. 1 Nr. 5, 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG gewährten handelsrechtlichen Vermögensaufteilungsfreiheit zu implementieren, um der Gefahr einer Umgehung von bei einer Einzelrechtsnachfolge bestehenden Hindernissen über das Prinzip der partiellen Gesamtrechtsnachfolge entgegenzuwirken; Teichmann in: Lutter, UmwG, § 132 Rdnr. 3; Hörtnagl in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 132 Rdnr. 2.Google Scholar
  101. 251.
    K. Schmidt, ZGR 1990, 596 ff.; Teichmann in: Lutter, UmwG, § 132 Rdnr. 3; K. Schmidt, GesR, § 13 I.2.a.Google Scholar
  102. 252.
    Teichmann in: Lutter, UmwG, § 132 Rdnr. 3.Google Scholar
  103. 253.
    Begr. RegE, BR-Drucks. 75/94 zu § 126 UmwG.Google Scholar
  104. 254.
    Holch in: MünchKomm/BGB, § 90 Rdnr. 4; Palandt/Heinrichs, BGB, Überbl. v. § 90, Rdnr. 2; Hörtnagl in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 132 Rdnr. 16 ff.; Mayer in: Widmann/Mayer, UmwG, § 132 Rdnr. 24; Heidenhain, ZIP 1995, 804; Sagasser/Sickinger in: Sagasser/Bula/Brünger, Umwandlungen, N 48; in Bezug auf Verbindlichkeiten a.A. Teichmann in: Lutter, UmwG, § 132 Rdnr. 4; Kalimeyer, UmwG, § 132 Rdnr. 2.Google Scholar
  105. 255.
    RGZ 136, 313.Google Scholar
  106. 256.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 11 ff.; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 18 ff.; Sagasser/Ködderitzsch in: Sagasser/Bula/Brünger, Handbuch Umwandlungsrecht, J.III. 1. c) aa) Rdnr. 145; Raiser, § 46 V. Rdnr. 74 ff.Google Scholar
  107. 257.
    Rieble, ZIP 1997, 303; Teichmann in: Lutter, UmwG, § 132 Rdnr. 14; Müller, DB 2000, 365.Google Scholar
  108. 258.
    Möschel in: MünchKomm/BGB, § 414 Rdnr. 8; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 27.Google Scholar
  109. 259.
    Kraft in: KölnerKomm/AktG, § 246 Rdnr. 16, 19; Rieble, ZIP 1997, 301; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 27.Google Scholar
  110. 260.
    Mertens, S. 179; Bermel in: Goutier/Knopf/Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 25; Grunewald in: Lutter, UmwG, §20 Rdnr. 31.Google Scholar
  111. 261.
    Stratz in: Schmitt/ Hörtnagl/ Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 66.Google Scholar
  112. 262.
    Grunewald in: Lutter, UmwG, § 20 Rdnr. 24; Bermel in: Goutier/Knopf/Tulloch, UmwG, § 20 Rdnr. 21; Stratz in: Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, § 20 Rdnr. 66.Google Scholar

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