Empirische Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Anbieterzufriedenheit

Auszug

Um zu prüfen, ob die im Kapitel B 3.4 aufgestellten Hypothesen zur Anbieterzufriedenheit empirisch bestätigt werden können, sollen Daten durch eine Befragung in der Automobilindustrie gewonnen werden. Die zwischen Automobilzulieferern und Automobilherstellern bestehenden ökonomischen Austauschverhältnisse erscheinen dabei im Hinblick auf die Untersuchung der Determinanten der Anbieterzufriedenheit aus mehreren Gründen gut geeignet: Zunächst einmal wird das erste für die bereichsspezifische Relevanz als entscheidend identifizierte Kriterium mit dem Vorliegen von Geschäftsbeziehungen in der Automobilindustrie geradezu idealtypisch erfüllt.615 Zahlreiche Geschäftsbeziehungen dauern so bereits seit mehreren Jahrzehnten an und zeichnen sich durch eine sehr enge Zusammenarbeit aus.616 Diese enge Zusammenarbeit spiegelt sich auch in den Wertschöpfungsanteilen, die durch die Zulieferer erbracht werden, wider.617 So erreicht ein Großteil der europäischen Automobilhersteller zwar noch eine Fertigungstiefe von ungefähr 30 Prozent.618 Jüngere Marktteilnehmer wie z. B. der Smart-Hersteller Micro Compact Car AG (MCC) geben ihre Fertigungstiefe mit nur noch 10 bis 12 Prozent an. Adolphs (1997) stellt zudem fest, dass mit zunehmendem Wettbewerbsdruck seit Ende der 1980er Jahre neben einfach strukturierten Fertigungsaufgaben zunehmend auch die Fremdvergabe komplexer Leistungen zunahm.619 Da der Anteil outgesourcter Leistungen somit sowohl vom Umfang als auch der Qualität immer komplexer geworden ist, sind daraus besonders intensive Geschäftsbeziehungen entstanden.

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