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Auszug

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Informationsgüterhandel mit Hilfe autonomer Agenten. Als Grundlage der dazu angestellten Überlegungen wird eingangs eine Definition des Begriffs „Information“ entwickelt, durch die eine Diskrepanz zu der in der Literatur gebräuchlichen Verwendung des Begriffs „Informationsgut“ vermieden wird. Während nämlich die üblichen Definitionen der wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen Information, ebenso wie die Informationswissenschaft, als zweckgerichtetes Wissen verstehen, geht es in dieser Arbeit auch um Güter, die nicht in der einen oder anderen Weise zu Entscheidungen oder - allgemeiner - zur Lösung von Problemen beitragen, sondern konsumptive Bedürfnisse erfüllen und, wie fiktive Texte, Spielfilme oder Musik nur schwerlich unter irgendeine Definition des Begriffs „Wissen“ zu fassen sind. Insofern erscheint auch eine Bindung von Information an den menschlichen Geist terminologisch unpraktisch, wenn vom Handel mit Informationen als Gut gesprochen wird. Im Sinne der insbesondere in der Informatik gebräuchlichen Dreiteilung von „Daten“, „Informationen“ und „Wissen“ müsste eher von „Datengütern“ gesprochen werden, was aber weder umgangssprachlich noch in der Literatur verbreitet ist. Daher wird hier ein Informationsbegriff verwendet, der auf dem Zeichenkonzept der Semiotik beruht, nach dem die Interpretierbarkeit durch den Empfänger konstitutives Element der Definition des Zeichens ist. „Information“ wird als Folge von Zeichen definiert, die zum Informations gut wird, sobald sie Gegenstand eines Tauschvorganges ist.

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© Deutscher Universitäts-Verlag | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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