Advertisement

Theoriebasierte Herleitung von Determinanten der Kundenbindung

  • Markus Müller-Martini

Zusammenfassung

Da Unternehmen aus Menschen bestehen, charakterisieren Ulrich/Fluri unternehmerische Organisationen aus systemtheoretischer Sicht als soziale Systeme.182 Folglich sind die Elemente des Bezugsrahmens der Kundenbindung „Anbieter“ und „Kunden“ jeweils soziale Systeme, da sie entweder als Organisationen aus Menschen bestehen (Anbieter) oder — entsprechend des Zuschnitts dieser Arbeit auf Privatkunden — diese originär Individuen (Kunden) sind. Interaktionen183 zwischen Anbietern und Kunden sind demnach Interaktionen sozialer Systeme oder soziale Interaktionen. Per Definition beruht Kundenbindung auf mindestens einer erfolgten Markttransaktion.184 Marktliche Transaktionen sind Austauschbeziehungen, die auf Interaktionen zwischen Anbietern und deren Kunden basieren. Zusammenfassend lässt sich somit Kundenbindung als soziales Interaktionsphänomen charakterisieren.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 182.
    Vgl. Ulrich/ Fluri (1995), S. 31; ähnlich Ulrich (1970), S. 134, 175; Hülsmann (2003), S. 192.Google Scholar
  2. 183.
    Drosdowski et al. charakterisieren Interaktionen als „aufeinander bezogenes Handeln“ bzw. als „Wechselbeziehung zwischen Handlungspartnern“. Vgl. Drosdowski et al. (2003), Schlagwort „Interaktion“.Google Scholar
  3. 184.
    Vgl. Definition 1 (S. 34) in dieser Arbeit.Google Scholar
  4. 186.
    Popper (1945|2000), S. 348.Google Scholar
  5. 187.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 4.Google Scholar
  6. 189.
    Vgl. Wöhe/ Döring (2000), S. 2–5.Google Scholar
  7. 190.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 52f.. Vgl. auch Coleman (1990), S. 2.Google Scholar
  8. 191.
    Vgl. Zintl (1989), S. 56.Google Scholar
  9. 192.
    Simon (1997), S. 63.Google Scholar
  10. 193.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 5f..Google Scholar
  11. 194.
    Mit Bezug auf die Ebene der Theoriebildung bezeichnet Zintl psychologische Theorien als Mikrotheorien und ökonomische sowie soziologische Theorien als Makrotheorien. Vgl. Zintl (1989), S. 56. Die Erklärungsstrategie des methodologischen Individualismus charakterisieren Heine et al. folglich als „Mikrofundierung einer Makrotheorie“. Vgl. Heine et al. (2006), S. 5. Vgl. auch Lindenberg (1991), S. 52. Diese Mikrofundierung wird auch als handlungstheoretische Fundierung, Handlungstheorie bzw. Handlungsmodell bezeichnet. Vgl. Homann/Suchanek (2000), S. 22f., 47–49.Google Scholar
  12. 195.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 63; ausführlich Lindenberg (1977). Bei der Aggregation sind gegebenenfalls strukturelle bzw. strategische Interdependenzen zwischen einzelnen Individuen zu berücksichtigen, da ansonsten die Validität der Beschreibung, Erklärung und Prognose des aggregierten Interaktionsphänomens sinkt. Strukturelle Interdependenzen stellen Handlungsrestriktionen dar. Strategische Interdependenzen beschreiben Interaktionen zwischen Individuen, die wechselseitig Handlungen sowie Ergebnisse von Handlungen beeinflussen. Vgl. Meyer, M. (2005), S. 13f..Google Scholar
  13. 196.
    Die Betriebswirtschaftslehre ist ein Teilgebiet der Ökonomik, weshalb die Aussagen in Bezug auf die Ökonomik auch für die Betriebswirtschaftslehre gelten. Vgl. Wöhe/ Döring (2000), S. 1.Google Scholar
  14. 197.
    Vgl. Albert (1995), S. 23. Vgl. auch Knight (1921), S. 53; Homann/Suchanek (2000), S. 29, 89; Frey, B.S./Benz (2001), S. 2.Google Scholar
  15. 198.
    Vgl. Becker, G.S. (1976|1982), S. 4.Google Scholar
  16. 199.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 6.Google Scholar
  17. 200.
    Vgl. Becker, G.S. (1976|1982), S. 4.Google Scholar
  18. 201.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 10.Google Scholar
  19. 202.
    Popper (1967|2005), S. 353.Google Scholar
  20. 203.
    Vgl. Becker, G.S. (1976|1982), S. 4.Google Scholar
  21. 204.
    Vgl. Meyer, M./ Heine (2005), S. 15, 18.Google Scholar
  22. 205.
    Knight (1921), S. 53.Google Scholar
  23. 206.
    Knight (1921), S. 120. Knight führt nicht explizit aus, was er unter „wissenschaftlich“ versteht. Laut Chmielewicz bemisst sich der wissenschaftliche Fortschritt von Erfahrungswissenschaften an den Kriterien „Informationsgehalt“, „Wahrheit“ und „Neuigkeit“. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 129–131. „Wissenschaftliches“ Handeln im Sinne von Knight kann demnach als Streben nach der Vermehrung menschlichen Wissens unter Berücksichtigung der drei genannten Kriterien interpretiert werden. Zur Kreuzabhängigkeit der Kriterien sowie zur Diskussion der Dominanz des Informationskriteriums vgl. beispielsweise Chmielewicz (1994), S. 129–131; Popper (1994), S. 216, 314, 352; Popper (1993a), S. 70.Google Scholar
  24. 208.
    Schierenbeck (2003), S. 11. Analog konstatieren Heine et al., dass der Fortschritt rein ökonomischer Forschung ihrer Meinung nach inzwischen an seine Grenzen stößt. Vgl. Heine et al. (2006), S. 1. Zum Dilemma der Ökonomie zwischen Realitätsnähe und Exaktheit vgl. Knight (1921), S. 4.Google Scholar
  25. 209.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 9f.. Laut Chmielewicz beziehen sich interdisziplinäre Forschungsansätze auf die problemrelevante Auswahl und Integration von Wissen verschiedener Disziplinen. Im Gegensatz hierzu integrieren transdisziplinäre Forschungsansätze Wissen aus verschiedenen Disziplinen nicht problem-sondern „kalkülorientiert im Hinblick auf eine gemeinsame Formalstruktur der Theorie.“ Vgl. Chmielewicz (1994), S. 30–33. Da im Rahmen dieser Arbeit das Wissen verschiedener Disziplinen zur Analyse des Forschungsproblems Kundenbindung integriert wird, liegt der Fokus auf einem problemorientierten und somit interdisziplinären Forschungsansatz. Chmielewicz hält die Berücksichtigung außerökonomischer Erkenntnisquellen grundsätzlich für geeignet, wenn hierdurch die Erklärungs-und Prognosegüte in Bezug auf bestimmte Phänomene verbessert bzw. die Betriebswirtschaft empirisch stärker fundiert werden kann als mit rein disziplinären Ansätzen. Er warnt jedoch in diesem Zusammenhang vor dem „Dilettantismusproblem“ aufgrund mangelnder Kenntnisse des Forschers bezüglich anderer Disziplinen sowie vor der Verdrängung betriebswirtschaftlicher Probleme bei fehlendem betriebswirtschaftlichem Problembezug von Theorien anderer Disziplinen. Sind eine hinreichend tiefe Kenntnis des Forschers bezüglich relevanter fachfremder Disziplinen sowie vorhandene Bezüge fachfremder Forschungsansätze zu Fachproblemen der Betriebswirtschaftslehre jedoch gegeben, verlieren diese Einwände seiner Meinung nach an Gewicht. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 25–27.Google Scholar
  26. 210.
    Die Psychologie ist laut Myers die Wissenschaft zur Erklärung individuellen Verhaltens und mentaler Prozesse. Verhalten bezeichnet beobachtbare Handlungen eines Organismus. Mentale Prozesse sind subjektive, aus dem Verhalten abgeleitete, innere Erfahrungen eines Individuums wie Empfindungen, Wahrnehmungen, Träume, Gedanken, Einstellungen oder Gefühle. Vgl. Myers (2004), S. 9.Google Scholar
  27. 211.
    Das Forschungsobjekt „Kundenbindung“ fällt — in Abgrenzung zu den Naturwissenschaften — in den Zuständigkeitsbereich der Sozialwissenschaften, da das Erkenntnisinteresse auf das Verhalten von Menschen und nicht auf natürliche Phänomene gerichtet ist. Vgl. Staehle (1999), S. 37; Wöhe/Döring (2000), S. 25.Google Scholar
  28. 212.
    Vgl. Albert (1995), S. 23.Google Scholar
  29. 213.
    Vgl. Fußnote 99, (S. 22) in dieser Arbeit.Google Scholar
  30. 214.
    Die Soziologie definiert Weber als die Wissenschaft zur ursächlichen Erklärung der Abläufe und Wirkungen von sozialem Handeln. Unter sozialem Handeln wird menschliches, aus subjektiver Sicht zielgerichtetes, auf andere Individuen bezogenes Verhalten verstanden. Vgl. Weber (1980), S. 1, § 1.Google Scholar
  31. 215.
    Die ebenfalls zu den Verhaltenswissenschaften zählenden Disziplinen der Ethnologie als Wissenschaft von der Entwicklung von Kulturen sowie die Anthropologie als Wissenschaft von den biologischen, ethnologischen und philosophischen Bezügen des Menschen werden für das Forschungsobjekt nicht als primär relevant angesehen, da im Rahmen der Untersuchung die Handlungen sozialer Gruppen bzw. Individuen auf Märkten und nicht die Analyse der Formen menschlichen Zusammenlebens interessieren. Vgl. Staehle (1999), S. 153.Google Scholar
  32. 216.
    Durch die explizite Beibehaltung des betriebswirtschaftlichen Fokus soll vermieden werden, dass die primär interessierenden betriebswirtschaftlichen Fragestellungen durch verhaltenswissenschaftliche Fragestellungen verdrängt werden. Durch die Herstellung eines expliziten Bezugs zwischen dem (Kauf-) Verhalten der Marktgegenseite (Kunden) auf den Absatz von Produkten einer Unternehmung und damit auf den finanziellen Erfolg von Unternehmen ist sichergestellt, dass ein Zusammenhang zu einem ökonomisch relevanten Problem, nämlich der Sicherung des Absatzes, besteht. Zur Soziologisierungsdiskussion der Betriebswirtschaftslehre vgl. Chmielewicz (1994), S. 24–34.Google Scholar
  33. 217.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 36f.. Wild nennt als Kriterium für das Vorliegen wissenschaftlicher Methoden die Existenz definierter Verfahrensregeln, die intersubjektive Nachvollziehbarkeit aller Verfahrensschritte durch andere Personen, die intersubjektive Prüfbarkeit, ob eine Methode richtig angewendet worden ist sowie beim Anspruch der Methode an Objektivität ein subjektinvariantes Ergebnis der Anwendung der Methode. Vgl. Wild (1974), Sp. 2655.Google Scholar
  34. 219.
    Chmielewicz (1994), S. 37.Google Scholar
  35. 220.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 129–132.Google Scholar
  36. 221.
    Popper verwendet statt Informationsgehalt den Ausdruck „empirischer Gehalt“. Vgl. Popper (1994), S. 83f..Google Scholar
  37. 222.
    Vgl. Fußnote 85, (S. 19) dieser Arbeit.Google Scholar
  38. 223.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 123f..Google Scholar
  39. 224.
    Popper (1994), S. 83.Google Scholar
  40. 225.
    Popper (1994), S. 87.Google Scholar
  41. 226.
    Vgl. Lindenberg (1991); Popper (1994); Chmielewicz (1994).Google Scholar
  42. 228.
    Chalmers (1999a), S. 45. Chalmers: „Hoch falsifizierbare Theorien sollten weniger falsifizierbaren vorgezogen werden, vorausgesetzt, sie werden nicht tatsächlich falsifiziert.“ Chalmers (1999a), S. 46. Vgl. auch Popper (1994), S. 87Google Scholar
  43. 229.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 125.Google Scholar
  44. 230.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 124.Google Scholar
  45. 231.
    Vgl. Popper (1994), S. 86.Google Scholar
  46. 232.
    Vgl. Chalmers (1999a), S. 47.Google Scholar
  47. 233.
    Lindenberg nennt dieses Kriterium „Erklärungseffizienz“. Vgl. Lindenberg (1991), S. 34–36. Vgl. auch de Crescenzo (2003), S. 196. Carroll zitiert zur Modellsparsamkeit den im 14. Jahrhundert lebenden Mönch William of Occam bzgl. des Postulats der Modellsparsamkeit mit den Worten: „Pluralitas non est ponenda sine neccesitate“. Diese Aussage ist auch als „Occam’s razor“ bekannt. Vgl. Carroll (2005).Google Scholar
  48. 234.
    Knight konstatiert: „The value of the [analytic] method depends on the fact that in large groups of problem situations certain elements are common and are not merely present in each single case, but in addition are both few in number and important enough largely to dominate the situations.“ Knight (1921), S. 5. Vgl. auch Quine (1960), S. 242; Lambert/Brittan (1970), S. 69ff.; Peter, S.I. (2001), S. 202.Google Scholar
  49. 235.
    Vgl. Popper (1994), S. 91, 101.Google Scholar
  50. 236.
    Vgl. Popper (1994), S. 89–93.Google Scholar
  51. 237.
    Popper (1994), S. 7.Google Scholar
  52. 238.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 36. Chalmers weist darauf hin, dass ausschließlich logisch-deduktiv abgeleitete Schlussfolgerungen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht werden können: Auf Basis eines faktisch falschen Satzes kann eine logische Deduktion selbst zwar gültig sein. Das Ergebnis der Deduktion ist in diesem Fall jedoch ebenfalls faktisch falsch. Daher warnt er vor einer Verwendung der deduktiven Logik als alleinige Quelle wahrer Aussagen über die Welt. Vgl. Chalmers (1999a), S. 12f..Google Scholar
  53. 239.
    Vgl. Osterloh/ Grand (1995), S. 12; Kirchgässner (2000), S. 155; Gersch/Freiling/Goeke (2005), S. 13, 29.Google Scholar
  54. 240.
    Vgl. Drosdowski et al. (2003), Stichwort „Eklektizismus“. Vgl. auch Elschen (1982a); Elschen (1982b); Raffée (1993); Gersch (1998).Google Scholar
  55. 241.
    Vgl. Fußnoten 210 und 211 (S. 47) dieser Arbeit.Google Scholar
  56. 242.
    Vgl. Chalmers (1999a), S. 138.Google Scholar
  57. 243.
    Chalmers (1999a), S. 138.Google Scholar
  58. 244.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 155; Kuhn (1973).Google Scholar
  59. 245.
    Vgl. Chalmers (1999a), S. 138.Google Scholar
  60. 246.
    Zu einer ausführlichen Diskussion vgl. beispielsweise McKelvey (1997) und McKelvey (2001).Google Scholar
  61. 247.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 30.Google Scholar
  62. 248.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 1, 6.Google Scholar
  63. 249.
    Vgl. Popper (1994), S. 31. Vgl. auch Lindenberg (1991), S. 34–36, 39; Chalmers (1999b), S. 23. Popper begründet das Interesse eines Forschers an der Wahrheit seiner Theorien mit dem Ziel ihrer Falsifizierung. Vgl. Popper (1994), S. 33.Google Scholar
  64. 250.
    Chmielewicz (1994), S. 94.Google Scholar
  65. 251.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 4.Google Scholar
  66. 252.
    Vgl. Coleman (1990), S. 19.Google Scholar
  67. 253.
    Chalmers (1999a), S. 48. Vgl. auch Popper (1994), S. 352, auch 216, 314.Google Scholar
  68. 254.
    Im Idealfall ist eine Aussage wahr, im Realfall verifiziert oder trotz intensiver Bemühungen noch nicht falsifiziert. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 130. Vgl. auch Simon (1997), S. 61. Chalmers bezieht das Kriterium der Wahrheit auf die Überlegenheit gegenwärtiger im Vergleich zu vormaligen Theorien: „Man kann niemals von einer Theorie behaupten, dass sie wahr ist, wie gut sie auch rigoroser Überprüfung standgehalten hat; aber es kann hoffentlich gesagt werden, dass eine gegenwärtige Theorie der vorangegangenen in dem Sinne überlegen ist, dass sie den Überprüfungen standhalten kann, durch die die vorherigen falsifiziert wurden.“ Chalmers (1999a), S. 48.Google Scholar
  69. 255.
    Vgl. Lindenberg (1991); Popper (1994); Chmielewicz (1994).Google Scholar
  70. 256.
    „Messen ist die Bestimmung der Ausprägung einer Eigenschaft eines Dinges. Messen erfolgt durch eine Zuordnung von numerischen Größen (Zahlen, Vektoren) zu Dingen, die Träger der zu messenden Eigenschaft sind. Messen beruht auf einer homomorphen Abbildung eines empirischen Relativs durch ein numerisches Relativ. Die Existenz einer derartigen homomorphen Abbildung ist das Kriterium dafür, ob eine Zuordnung von Zahlen zu Dingen als Messen zu betrachten ist, d. h. ob eine Eigenschaft messbar ist.“ Orth (1974), S. 18.Google Scholar
  71. 257.
    Popper (1994), S. 87.Google Scholar
  72. 258.
    Zu Messskalen vgl. beispielsweise Chmielewicz (1994), S. 66–72.Google Scholar
  73. 259.
    Laut Popper ist das Ziel einer Messung die Feststellung der Punktkoinzidenz zwischen dem Maß und dem Gemessenem. Popper hält jedoch eine exakte Punktkoinzidenz für unmöglich, da dies die Verschmelzung von Maß und Messobjekt bedeutete. Bei Wiederholungen einer Messung ergeben sich stets Abweichungen von einem vorher gemessenen Wert. Sinnvoll ist seiner Meinung nach daher nur die Bestimmung eines Intervalls, innerhalb dessen der reale Messpunkt liegt. Je enger die Intervallgrenzen der Messung sind, desto genauer ist auch das Messergebnis. Auf der Bestimmung der Intervallgrenzen setzt die mathematische Fehlertheorie auf, mit deren Hilfe die Fehlerstatistik von Messungen interpretiert und die gesuchte Größe des Intervalls bestimmt werden kann. Vgl. Popper (1994), S. 88.Google Scholar
  74. 260.
    Vgl. Zetterberg (1965), S. 114ff., 124f.. Vgl. auch Bronner/Appel/Wiemann (1999), S. 111.Google Scholar
  75. 261.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 71.Google Scholar
  76. 262.
    Vgl. Prim/ Tilmann (2000), S. 54. Zur Operationalisierung vgl. Kapitel 4 dieser Arbeit.Google Scholar
  77. 263.
    Analog zum Verhältnis der übergeordneten Kriterien Informationsgehalt, Wahrheit und Neuigkeit ist laut Chmielewicz die gleichzeitige Maximierung der Kriterien Messgenauigkeit, Reliabilität und Validität aufgrund ihres Dreiecksverhältnisses zueinander unmöglich. Es können jeweils nur zwei Kriterien zu Lasten des dritten Kriteriums maximiert werden. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 71f., 130f..Google Scholar
  78. 264.
    Popper (1994), S. 7f.. Chmielewicz merkt an, dass im Rahmen der Forschung nicht die subjektive Neuheit für eine Person interessiert, sondern die Neuheit für die Gesellschaft. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 132.Google Scholar
  79. 265.
    Laut Chmielewicz entsteht wissenschaftlicher Fortschritt nur beim Zufluss informativer neuer Hypothesen (Kriterium „Informationsgehalt“) und beim Abfluss faktisch-falscher Aussagen (Kriterium „Wahrheit“). Vgl. chmielewicz (1994), S. 134f..Google Scholar
  80. 266.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 36f. Wild nennt als Kriterium für das Vorliegen wissenschaftlicher Methoden die Existenz definierter Verfahrensregeln, die intersubjektive Nachvollziehbarkeit aller Verfahrensschritte durch andere Personen, die intersubjektive Prüfbarkeit, ob eine Methode richtig angewendet worden ist sowie beim Anspruch der Methode an Objektivität ein subjektinvariantes Ergebnis der Anwendung der Methode. Vgl. Wild (1974), Sp. 2655.Google Scholar
  81. 267.
    Vgl. Lindenberg (1991); Osterloh/Grand (1995), S. 12–14; Heine et al. (2006), S. 10f..Google Scholar
  82. 268.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 4.Google Scholar
  83. 269.
    Vgl. Becker, G.S. (1976|1982); Becker, G.S. (1993). Vgl. auch Meyer, M. (2005), S. 7.Google Scholar
  84. 270.
    Vgl. Becker, G.S. (1976|1982).Google Scholar
  85. 271.
    Zu einer methodischen Diskussion des ökonomischen Imperialismus vgl. Homann/ Suchanek (1989).Google Scholar
  86. 272.
    Vgl. Homann (1994|2002), S. 84–86.Google Scholar
  87. 273.
    Vgl. Frey, B.W. (1990), S. 181–183.Google Scholar
  88. 274.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 55.Google Scholar
  89. 276.
    Vgl. zum Allgemeinheitskriterium Popper (1994), S. 87; Chalmers (1999a), S. 45.Google Scholar
  90. 278.
    Vgl. Jost (2000), S. 73. Vgl. auch Heine et al. (2006), S. 11.Google Scholar
  91. 279.
    Vgl. Zintl (1989), S. 59.Google Scholar
  92. 281.
    Vgl. Osterloh/ Grand (1995), S. 13.Google Scholar
  93. 282.
    Vgl. Osterloh/ Grand (1995), S. 14. Die grundsätzliche Kritik von Jost, dass Entscheidungsphasen miteinander verwoben sein können und damit nicht klar voneinander trennbar sind, greift auch hier. Vgl. Jost (2000), S. 73 sowie Fußnote 278 (S. 59) in dieser Arbeit.Google Scholar
  94. 283.
    Vgl. Lindenberg (1991), insbesondere S. 57–63.Google Scholar
  95. 284.
    Lindenberg (1991), S. 67.Google Scholar
  96. 285.
    Lindenberg (1991), S. 67.Google Scholar
  97. 286.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 57–63.Google Scholar
  98. 287.
    Vgl. Wild (1975), Sp. 2655.Google Scholar
  99. 291.
    Vgl. Knight (1921), S. 120. Vgl. auch Kapitel II.3.1.1 dieser Arbeit.Google Scholar
  100. 292.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 171.Google Scholar
  101. 293.
    Vgl. Dinkelbach (1974), Sp. 1298.Google Scholar
  102. 294.
    Vgl. Heinen (1966), S. 133–135.Google Scholar
  103. 296.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 130.Google Scholar
  104. 298.
    Auch Homann erachtet Kritik an dieser Methode „nur in sehr abgeschwächter Form [...], wenn überhaupt“ als zulässig. Vgl. Homann (1994|2002), S. 73.Google Scholar
  105. 299.
    Dieses Auswahlverfahren zwischen dem Imperialismus und der Methode der abnehmenden Abstraktion entspricht prinzipiell dem von Dinkelbach empfohlenen Vorgehen der Zielgewichtung bei der Suche nach einer Kompromisslösung im Falle nicht-dominierender Lösungen. Hier wird das Kriterium „Wahrheit“ höher gewichtet als das Kriterium „Informationsgehalt“, um die faktische Falschheit von Aussagen zu vermeiden. Hieraus resultiert die Überlegenheit der Methode der abnehmenden Abstraktion im Gesamtvergleich. Vgl. Dinkelbach (1974), Sp. 1298.Google Scholar
  106. 300.
    Die Grundzüge der Methode der abnehmenden Abstraktion lassen sich bis auf Lange zurückverfolgen, der bereits 1875 eine sukzessive Annäherung eines abstrakten Modells an die Realität vorschlägt. Vgl. Lange (1875). Auch Knight erwähnt eine inhaltlich ähnliche „method of successive approximation“. Vgl. Knight (1921), S. 7. Auf der Basis von Hallers Beitrag im Jahr 1950, der erstmals die Berücksichtigung verhaltenswissenschaftlicher Theorien mit dem Ziel einer deskriptiv exakteren Ausgestaltung ökonomischer Modelle empfiehlt, wird diese Methode zu dem hier vorgestellten Verständnis von Lindenberg weiterentwickelt. Vgl. Haller (1950), Lindenberg (1991), Lindenberg (1992); Heine et al. (2006).Google Scholar
  107. 301.
    Lindenberg (1991), S. 49. Die Forderung nach einem einfachen, abstrakten Kernmodell lässt sich bereits bei Knight nachlesen. Vgl. Knight (1921), S. 4. Vgl. auch Fußnote 234 (S. 51) dieser Arbeit.Google Scholar
  108. 302.
    Dies entspricht der von Chalmers postulierten Dominanz des Informationsgehalts über den Wahrheitsanspruch. Vgl. Chalmers (1999a), S. 48. Vgl. auch Fußnote 253 (S. 54) dieser Arbeit.Google Scholar
  109. 303.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 49f..Google Scholar
  110. 305.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 130.Google Scholar
  111. 306.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 4–6.Google Scholar
  112. 307.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 36–39; Lindenberg (1992), S. 8f.; Heine et al. (2006), S. 17–21.Google Scholar
  113. 308.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 50f., 63; Lindenberg (1992), S. 6–9.Google Scholar
  114. 309.
    Lindenberg bezeichnet Desaggregationsannahmen als Akteursannahmen. Vgl. Lindenberg (1992), S. 15.Google Scholar
  115. 310.
    Lindenberg bezeichnet Aggregationsannahmen mit dem Begriff „Transformationsannahmen“. Vgl. Lindenberg (1992), S. 15.Google Scholar
  116. 311.
    Lindenberg (1991), S. 63.Google Scholar
  117. 312.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 15f..Google Scholar
  118. 313.
    Lindenberg bezeichnet den aktiven Akteur als „central actor“, den passiven Akteur als „other actor“. Vgl. Lindenberg (1992), S. 15f..Google Scholar
  119. 314.
    Bei mindestens zwei aktiven Akteuren sind interdependente Verhaltenseinflüsse zwischen den Akteuren zu modellieren. Handlungsrestriktionen, die durch Handlungen anderer aktiver Akteure entstehen, bezeichnet Gerecke als strukturelle Interdependenz. Vgl. Gerecke (1998), S. 161. Meyer führt als Beispiel für eine strukturelle Interdependenz Akteure auf polypolistischen Märkten an, die sich an die jeweiligen Preisänderungen reaktiv anpassen. Vgl. Meyer, M. (2005), S. 13. Bei strategischen Verhaltensinterdependenzen können Akteure die Situation im Gegensatz zur strukturellen Interdependenz nicht als gegeben betrachten, da die Situation unmittelbar durch das Verhalten anderer Akteure (mit-) bestimmt wird. Vgl. Meyer, M. (2005), S. 13f.. Da sich die optimale Wahlhandlung eines Akteurs nicht mehr unabhängig vom Verhalten der Interaktionspartner bestimmen lässt, halten Homann/Suchanek die Spieltheorie für die Analyse strategischer Interdependenzen für besonders geeignet. Vgl. Homann/Suchanek (2000), S. 91–95. Zur Illustrierung strategischer Interdependenzen zwischen Individuen am Beispiel des spieltheoretischen Gefangenendilemmas vgl. Heine et al. (2006), S. 5f.. Lindenberg regt darüber hinaus an, bei der Betrachtung strategischer Interdependenzen die drei Ausprägungen „komplementäre Kontrolle“, „Externalitäten“ und „Koorientierung“ zu berücksichtigen. Vgl. Lindenberg (1991), S. 64.Google Scholar
  120. 315.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 6. Vgl. auch Haller (1950), S. 115.Google Scholar
  121. 316.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 18.Google Scholar
  122. 317.
    Lindenberg (1991), S. 49.Google Scholar
  123. 318.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 10.Google Scholar
  124. 319.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 63.Google Scholar
  125. 320.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 16. Vgl. auch Homann/Suchanek (2000), S. 91–95. Als eine beispielhafte Aggregationsregel führt Lindenberg für die Modellierung von Wahlergebnissen anhand individueller Handlungen die in Deutschland existierende Fünf-Prozent-Klausel an, nach der eine Partei grundsätzlich mindestens 5% der gültigen abgegebenen Stimmen (als Ergebnis individueller Handlungen) bei einer Bundestagswahl auf sich vereinen muss, um bei der Sitzverteilung berücksichtigt zu werden. Ohne die Berücksichtigung dieser Regel würden auf Basis des Modells auch Parteien mit einem Stimmenanteil von weniger als 5% Sitze zugeschrieben. Dies entspräche nicht dem realweltlichen Handlungskontext und reduzierte folglich die Prognosegüte des Modells. Vgl. Lindenberg (1991), S. 65.Google Scholar
  126. 321.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 64f..Google Scholar
  127. 322.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 49, 66f.; Lindenberg (1992), S. 6, 18f.; Heine et al. (2006), S. 16–20.Google Scholar
  128. 323.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 19.Google Scholar
  129. 324.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 13 und 19. Zur Erläuterung von Eklektizismus-und Inkommensurabilitätsvorwürfen vgl. Kapitel II.3.1.2 dieser Arbeit.Google Scholar
  130. 325.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 51.Google Scholar
  131. 326.
    Lindenberg (1991), S. 49. Die Forderung nach einem einfachen, abstrakten Kernmodell vertritt bereits Knight. Vgl. Knight (1921), S. 4. Vgl. auch Fußnote 234 (S. 51) in dieser Arbeit.Google Scholar
  132. 327.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 49. Zur mikroökonomischen Nachfragetheorie vgl. beispielsweise Fehl/Oberender (1994), S. 12.Google Scholar
  133. 328.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 17. In diesem Zusammenhang verbietet sich laut Lindenberg Kritik an einer vermeintlich zu geringen Wahrheitsnähe einer abstrakten Kerntheorie zu Beginn des Modellbildungsprozesses. Deren unrealistisch erscheinenden Basisannahmen sollten stattdessen sukzessive „mit Gewinn durch komplexere Annahmen“ ersetzt werden. Lindenberg (1991), S. 57.Google Scholar
  134. 329.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 51f., 66f.; Lindenberg (1992), S. 6–9, 18f.; Heine et al. (2006), S. 19–21.Google Scholar
  135. 330.
    Ad-hoc-Erklärungen stehen für einen Erklärungstyp der Sozialwissenschaften, bei dem entweder (1) Korrelationen anstelle von eindeutigen Ursache-Wirkungs-Beziehungen als Explanandum verwendet werden, (2) Gesetzesaussagen nicht expliziert werden, so dass eine objektive Beurteilung ihrer Akzeptanz oder Bewährung nicht möglicht ist oder (3) Anfangsbedingungen ohne Verwendung zuverlässiger Methoden angenommen werden. Zusammenfassend entziehen sich Ad-hoc-Theorien aufgrund der nur impliziten Anwendung von Theorien der unabhängigen empirischen Überprüfbarkeit und somit ihrer Falsifizierbarkeit. Dies steht im Gegensatz zu den Grundsätzen des kritischen Rationalismus, weshalb Opp diesen Erklärungstyp für fragwürdig hält. Vgl. Opp (2005), S. 61f.. Vgl. auch Chalmers (1999a), S. 55.Google Scholar
  136. 331.
    Lindenberg (1992), S. 6. In sogenannten Bastardtheorien sind Kerntheorie und Brückenannahmen fest miteinander verbunden und erlauben somit keine problemspezifische und methodologisch reflektierte Ausdifferenzierung. Laut Heine et al. geht hierdurch wesentlicher Modellbildungsspielraum verloren, da die Flexibilität in der Modellbildung und der Grad der Problemspezifität eingeschränkt wird. Daher sehen sie die Verwendung von Bastardtheorien als unwissenschaftlich an. Vgl. Heine et al. (2006), S. 15f..Google Scholar
  137. 332.
    Heine et al. (2006), S. 15f.; Lakatos (1970).Google Scholar
  138. 333.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 67.Google Scholar
  139. 336.
    Vgl. Schneider, W.L. (2005), S. 174.Google Scholar
  140. 337.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 17; ebenso Knight (1921), S. 7.Google Scholar
  141. 338.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 67.Google Scholar
  142. 339.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 19f..Google Scholar
  143. 340.
    Heine et al. (2006), S. 20.Google Scholar
  144. 341.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 50. Zu Ad-hoc-Annahmen vgl. Fußnote 330 (S. 70) dieser Arbeit.Google Scholar
  145. 342.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 8f.. Lindenberg fasst diese Vorgehensweise in Anlehnung an Popper als Dreischritt zusammen: „What are the restrictions? What are the goals? What are the expectations?“ Lindenberg (1992), S. 9. Vgl. auch Popper (1967|2005), S. 352. „Restrictions“ begrenzen die Menge der möglichen Auswahlhandlungen der Akteure und beziehen sich sowohl auf die Situationslogik als exogene Handlungsrestriktionen der Akteure als auch auf endogene, akteursspezifische Restriktionen. Vgl. Homann/Suchanek (2000), S. 31f.. „Goals“ charakterisieren die Präferenzordnung der Akteure, „expectations“ die Erwartungsbildung der Akteure in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeiten künftiger Ereignisse oder Zustände. Vgl. Heine et al. (2006), S. 21.Google Scholar
  146. 343.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 19.Google Scholar
  147. 344.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 15f.. Vgl. auch Fußnote 313 (S. 67) in dieser Arbeit.Google Scholar
  148. 345.
    Vgl. Simon (1997), S. 63.Google Scholar
  149. 346.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 8f.; Heine et al. (2006), S. 21.Google Scholar
  150. 347.
    Popper (1967|2005), S. 352.Google Scholar
  151. 348.
    Vgl. Zintl (1989), S. 54.Google Scholar
  152. 349.
    Schneider, W.L. (2005), S. 182.Google Scholar
  153. 352.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 10.Google Scholar
  154. 353.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 18f..Google Scholar
  155. 354.
    Fehl/ Oberender (1994), S. 12.Google Scholar
  156. 355.
    Vgl. Homann/ Suchanek (2000), S. 255f..Google Scholar
  157. 356.
    Fehl/ Oberender (1994), S. 15.Google Scholar
  158. 357.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 8–15; Homann/Suchanek (2000), S. 238ff..Google Scholar
  159. 358.
    Vgl. Frank (2006), S. 369.Google Scholar
  160. 359.
    Vgl. Homann/ Suchanek (2000), S. 260.Google Scholar
  161. 360.
    Frank (2006), S. 368.Google Scholar
  162. 361.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 13.Google Scholar
  163. 362.
    Fehl/ Oberender (1994), S. 13.Google Scholar
  164. 363.
    Vgl. Frank (2006), S. 368.Google Scholar
  165. 364.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 12.Google Scholar
  166. 365.
    Vgl. Frank (2006), S. 368.Google Scholar
  167. 366.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 12, 64ff..Google Scholar
  168. 367.
    Vgl. Homann/ Suchanek (2000), S. 59.Google Scholar
  169. 368.
    Vgl. Homann/ Suchanek (2000), S. 71.Google Scholar
  170. 369.
    Hobbes (1651|1980), S. 80.Google Scholar
  171. 370.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 8.Google Scholar
  172. 371.
    Vgl. Grundsatz II.1 in Verbindung mit den Grundsätzen I.2 und I.3 in Abbildung 12 sowie Kapitel II.3.2.3.2 dieser Arbeit. Vgl. auch Heine et al. (2006), S. 19.Google Scholar
  173. 373.
    Zintl (1989), S. 59. Zu Ad-hoc-Annahmen vgl. Fußnote 330 (S. 70) dieser Arbeit.Google Scholar
  174. 374.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 55. Vgl. auch Zintl (1989), S. 52. Lindenberg empfiehlt die Verwendung des RREEMM-Modells (resourceful, restricted, evaluating, expecting, maximising man) als „Kern der Nutzentheorie“. Vgl. Lindenberg (1991), S. 55. Da der RREEMM jedoch ein um Brückenannahmen erweitertes Modell des Homo oeconomicus ist, soll das Basismodell selbst verwendet werden, um gemäß der Grundsätze der Methode der abnehmenden Abstraktion sämtliche Brückenannahmen explizieren zu können. Neben dem Modell des Homo oeconomicus und dem RREEMM werden in der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur verschiedene alternative Handlungsmodelle wie beispielsweise „Homo oeconomicus unter ‘bounded rationality’“ (Foss/Knudsen/Montgomery (1995); Duschek (2002)), „Homo creativus“ (Cantner/Hanusch (1997); Amit/Schoemaker (1993)), „Satisfaction Man“ (Simon (1959)) oder „Homo agens“ (Mises (1949); Kirzner (1973); Rese (2000)) diskutiert. Zum einen scheint keine Einigkeit über deren Verwendung weder innerhalb noch außerhalb bestimmter disziplinärer Forschungsströmungen zu bestehen. Beispielsweise konnte sich laut Gersch/Freiling/Goeke bislang keine Annahme bezüglich des unterstellten Entscheidungsverhaltens und der angenommenen Rationalität der handelnden Akteure im Rahmen der Ressourcen-und Kompetenzorientierten Ansätze durchsetzen, so dass sich kein „Kern“ bezüglich einer in Handlungsmodellen zu verwendenden Kerntheorie herausgebildet hat. Vgl. Gersch/Freiling/Goeke (2005), S. 25. Zum anderen lassen sich sämtliche ökonomischen Handlungsmodelle implizit oder explizit auf den Homo oeconomicus als Basismodell zurückführen, so dass dieser die kleinste gemeinsame Basis sämtlicher betriebswirtschaftlicher Handlungsmodelle darzustellen scheint. Die Varianten der einzelnen Handlungsmodelle sind daher aufgrund zusätzlich zum Basismodell des Homo oeconomicus zu treffender Brückenannahmen komplexer als das Basismodell selbst. Dies widerspricht jedoch der Forderung von Lindenberg, als Ausgangspunkt des Modellbildungsprozesses ein möglichst abstraktes Basismodell zu wählen und sämtliche Brückenannahmen zu explizieren, weshalb das ursprüngliche Modell des Homo oeconomicus am besten geeignet zu sein scheint für die Ausdifferenzierung eines Handlungsmodells im Kontext dieser Arbeit. Vgl. Lindenberg (1991), S. 49.Google Scholar
  175. 375.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 19.Google Scholar
  176. 376.
    Frey, B.S./ Benz (2001), S. 4.Google Scholar
  177. 377.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 4. Vgl. auch Stadermann (1987), S. 16; Zintl (1989), S. 65; Lindenberg (1991), S. 49; Franz (2004), S. 9.Google Scholar
  178. 378.
    Vgl. Staehle (1999), S. 519; Franz (2004), S. 5–9; Kirchgässner (1991), S. 16–27. Homann/Suchanek (2000), S. 249. Franz unterstreicht, dass diese Annahmen deskriptiven Modellcharakter haben und nicht als normative Forderung zu verstehen sind. Vgl. Franz (2004), S. 5. Als weitere Annahme führen verschiedene Quellen die Annahme „vollständige Information“ auf, die ohne Transaktions-, Informations-und Lernkosten zu Verhaltensänderungen aufgrund veränderter Restriktionen in der Umwelt führt. Aufgrund vollständiger Informationen verfügt der Homo oeconomicus über die vollständige Kenntnis aller Handlungsalternativen inklusive deren Konsequenzen, so dass er vor einem bekannten Entscheidungsproblem steht. Vgl. Staehle (1999), S. 519. Diese Annahme wird in dieser Arbeit der Situationslogik zugeschrieben, da die Art der Verfügbarkeit von Informationen nicht als endogenes Charakteristikum des Akteurs, sondern als in der Umwelt begründete Handlungsrestriktion angesehen wird.Google Scholar
  179. 379.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 2. Zu diesen Umweltbedingungen zählen Frey/Benz beispielsweise in der Kerntheorie des Handlungsmodells das verfügbare Einkommen, die erwarteten und aktuellen relativen Güterpreise der präferierten sowie alternativer Handlungsoptionen (Opportunitätskosten) sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Vgl. Frey, B.S./Benz (2001), S. 8.Google Scholar
  180. 380.
    Vgl. Stigler/ Becker, G.S. (1977), S. 89.Google Scholar
  181. 381.
    Vgl. Becker, J. (2003), S. 41. McFadden bezeichnet diese Kriterien als „preference-rationality“. Vgl. McFadden (1999), S. 75.Google Scholar
  182. 382.
    Vgl. Frank (2006), S. 71.Google Scholar
  183. 383.
    Vgl. Mooney Marini (1992), S. 23; Schneider, W.L. (2005), S. 131. Der Akteur berücksichtigt bei der Berechnung des Nutzenerwartungswerts von Handlungsalternativen sämtliche Informationen hinsichtlich aus Akteurssicht exogener, in der Situationslogik liegender sowie auf die Person des Akteurs zurückführbarer endogener Restriktionen bei der Umsetzung bestimmter Handlungsalternativen. Dieser Punkt wird in der Literatur oftmals nicht explizit erwähnt. Im Rahmen dieser Arbeit wird er jedoch als wichtig angesehen, da sich beispielsweise in Abhängigkeit von in der Person des Akteurs liegenden körperlichen Einschränkungen die Nutzenwerte bestimmter Handlungsalternativen signifikant ändern können. Ortmann fasst zusammen: „Handeln erfordert ein Können. Das Können muss der Handelnde haben.“ Vgl. Ortmann (2006), S. 2.Google Scholar
  184. 384.
    Vgl. Staehle (1999), S. 519. Eine kardinale bzw. im mathematischen Sinn exakte Quantifizierung der Teilnutzen bestimmter Güter oder Aktivitäten ist laut Hicks und Allen jedoch nicht notwendig. Die beiden letztgenannten Autoren zeigen, dass eine ordinale Präferenzordnung ausreicht. Vgl. Hicks (1934); Allen (1934). Vgl. auch Frey, B.S./Benz (2001), S. 5f.; Dördrechter (2006), S. 106.Google Scholar
  185. 385.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 6.Google Scholar
  186. 387.
    Vgl. Brauchlin/ Heene (1995), S. 35.Google Scholar
  187. 388.
    Vgl. Schneider, W.L. (2005), S. 85. Kirchgässner unterstreicht, dass Präferenzen im Vergleich zu situativen Handlungsrestriktionen realiter als relativ stabil angesehen und daher für Modellzwecke als konstant behandelt werden können. Vgl. Kirchgässner (2000), S. 39.Google Scholar
  188. 389.
    Vgl. Franz (2004), S. 7.Google Scholar
  189. 390.
    Vgl. Franz (2004), S. 5.Google Scholar
  190. 391.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 3. Franz unterstreicht, dass das Rationalitätsprinzip im Rahmen des Modells als wertfreie deskriptive Annahme und nicht als normative Forderung zu sehen ist. Vgl. Franz (2004), S. 5.Google Scholar
  191. 392.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 14.Google Scholar
  192. 393.
    Zintl (1989), S. 53. „Gegeben eine bestimmte Nutzenfunktion und gegeben eine Handlungssituation, verteilt der Akteur seine Aktivitäten derart, dass für alle Aktivitäten das Verhältnis ihres Grenznutzens zu ihren Grenzkosten, verstanden als Opportunitätskosten, gleich wird. Ändern sich die relativen Erträge oder die relativen Kosten der Aktivitäten, so ändert sich diese Aufteilung: Aktivitäten, deren Opportunitätskosten steigen, werden im Allgemeinen reduziert und umgekehrt. Dies gilt auch für die Beschaffung und Verarbeitung von Information: Rationalität impliziert keine vollkommene, sondern optimale Information — die kostspielige Aktivität ‘Informationsbeschaffung/Informationsverarbeitung’ unterliegt dem gleichen Grenzkosten-/Grenzertragskalkül wie jede andere Aktivität.“ Zintl (1989), S. 53.Google Scholar
  193. 394.
    Vgl. Tietzel (1981), S. 121f..Google Scholar
  194. 395.
    Vgl. Suchanek (1994), S. 85f. Anders Brauchlin/Heene, die die formale Rationalität auf das individuelle Wertesystem des Akteurs und die substanzielle Rationalität auf das Wertesystem der Gesellschaft, der der Akteur angehört, beziehen. Vgl. Brauchlin/Heene (1995), S. 34.Google Scholar
  195. 396.
    Mit der Überprüfung auf prozedurale Rationalität wird die logische Folgerichtigkeit und die Konsistenz aller Handlungen getestet. Eine solche Überprüfung ist für einen externen Beobachter möglich, wenn ihm die vorliegenden Situationselemente bekannt sind. Vgl. Franz (2004), S. 5.Google Scholar
  196. 397.
    Vgl. Staehle (1999), S. 519.Google Scholar
  197. 398.
    Vgl. Hill/ Fehlbaum/ Ulrich (1994), S. 57; Ulrich/Fluri (1995), S. 23–25; Sutherland/Canwell (1997), S. 121; Staehle (1999), S. 519–52.Google Scholar
  198. 399.
    Franz (2004), S. 7.Google Scholar
  199. 400.
    Rawls (1975), S. 168.Google Scholar
  200. 401.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 6.Google Scholar
  201. 402.
    Franz (2004), S. 7.Google Scholar
  202. 403.
    Vgl. Franz (2004), S. 6.Google Scholar
  203. 404.
    Coleman/ Fararo (1992), S. xi.Google Scholar
  204. 406.
    Vgl. Frey, B.S./ Benz (2001), S. 4.Google Scholar
  205. 407.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 13. Zu diesem auch als „Prinzip der Preiseinheitlichkeit“ bzw. „Law of Indifference“ bezeichneten Phänomen vgl. bereits Jevons (1871).Google Scholar
  206. 408.
    Vgl. Hotelling (1929), S. 43f..Google Scholar
  207. 409.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 12.Google Scholar
  208. 410.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 9. Vgl. auch den in Kapitel II.3.2.3.2 dieser Arbeit beschriebenen Grundsatz „Präferenzordnung für die Auswahl von Brückenannahmen“.Google Scholar
  209. 412.
    Vgl. Schneider, W.L. (2005), S. 131.Google Scholar
  210. 413.
    Vgl. Rese (2000), S. 69.Google Scholar
  211. 414.
    Vgl. Shackle (1972), S. 3. Vgl. auch O’Neill (2000), S. 26.Google Scholar
  212. 416.
    Vgl. Freiling/ Gersch/ Goeke (2006), S. 13. Vgl. auch Rese (2000), S. 70.Google Scholar
  213. 417.
    Vgl. Schneider, D. (1995), S. 53. Entscheidungen unter Unsicherheit werden in der Entscheidungstheorie unterschieden in Entscheidungen unter Risiko sowie unter Ungewissheit. Bei Entscheidungen unter Risiko sind sämtliche Alternativen inklusive ihrer Konsequenzen und deren Werte sowie Wahrscheinlichkeiten für deren Eintreten bekannt. Diese Wahrscheinlichkeiten können sowohl objektiv bekannt sein (beispielsweise Lotto, Roulette) oder auf subjektiven Schätzungen (beispielsweise aufgrund von Vergangenheitsdaten) beruhen. Bei Entscheidungen unter Ungewissheit sind nur die Handlungsalternativen inkl. ihrer Konsequenzen und Werte bekannt, nicht jedoch deren Eintrittswahrscheinlichkeiten.Google Scholar
  214. 419.
    Vgl. Rese (2000), S. 45.Google Scholar
  215. 420.
    Kotler et al. (2002), S. 251.Google Scholar
  216. 423.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 62–68.Google Scholar
  217. 424.
    Vgl. Wöhe/ Döring (2000), S. 1. Gäbe es keine Güterknappheit, könnte sowohl unbegrenzt produziert als auch konsumiert werden. Die Bedürfnisbefriedigung von Individuen unterläge somit keinerlei Beschränkungen, so dass sogar unendliche Bedürfnisse durch eine unendliche Nachfrage befriedigt werden könnten.Google Scholar
  218. 425.
    Fehl/ Oberender (1994), S. 3. Vgl. auch Wöhe/Döring (2000), S. 1.Google Scholar
  219. 426.
    Vgl. Wöhe/ Döring (2000), S. 2.Google Scholar
  220. 427.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 9. Vgl. auch den in Kapitel II.3.2.3.2 dieser Arbeit beschriebenen Grundsatz „Präferenzordnung für die Auswahl von Brückenannahmen“.Google Scholar
  221. 428.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 218.Google Scholar
  222. 430.
    Die folgende Argumentation beruht auf der Annahme, dass die Selbsterhaltung des eigenen Lebens das Oberziel von Akteuren darstellt. Diese Annahme ist nicht wertfrei, wenngleich sie auf die Mehrzahl der Menschen zutreffen möge. Einschränkend sei bemerkt, dass dennoch immer wieder durch Wort oder Tat bewiesen wird, dass man noch höhere Ziele stellen kann als die Erhaltung des eigenen Lebens. Vgl. Mises (1940), S. 53.Google Scholar
  223. 432.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 213.Google Scholar
  224. 434.
    Vgl. D’Aspremont/ Gabszewicz/ Thisse (1979), S. 1149; Rese (2000), S. 53.Google Scholar
  225. 436.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60.Google Scholar
  226. 437.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 21.Google Scholar
  227. 438.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60. Die Psychologie beschränkt ihre Analysen beispielsweise auf die Individualebene. Vgl. Fußnote 210 (S. 47) in dieser Arbeit.Google Scholar
  228. 439.
    Lindenberg (1992), S. 9. Zur Definition von Soziologie vgl. Fußnote 214 (S. 48) dieser Arbeit.Google Scholar
  229. 440.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60.Google Scholar
  230. 441.
    Lindenberg (1992), S. 10.Google Scholar
  231. 442.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 10.Google Scholar
  232. 443.
    Vgl. Stigler/ Becker, G.S. (1977), S. 77f..Google Scholar
  233. 444.
    Lindenberg (1991), S. 58.Google Scholar
  234. 445.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 10. Lindenberg nennt die Produktionsfunktion „sozial“ „in the sense that they contain a relational element (status) and that they are elements of a social structure.“ Lindenberg (1989), S. 54.Google Scholar
  235. 446.
    Esser (1996), S. 7.Google Scholar
  236. 447.
    Lindenberg (1992), S. 10.Google Scholar
  237. 448.
    Schneider, W.L. (2005), S. 129.Google Scholar
  238. 449.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 10. Vgl. auch Esser (1996), S. 7 und Schneider, W.L. (2005), S. 129. Smith geht von der sensiblen Kommunikation der Menschen aus, die sich gegenseitig beobachten, wenn sie miteinander umgehen. In diesem Umgang wird den Menschen durch Erfahrung vermittelt, dass sich die Moral aus der Ähnlichkeit des gegenseitigen Empfindens von beispielsweise Lust, Leid und Pflichtgefühl ergibt. Die Handlungsweise eines Menschen wird nach Smith in diesem Umgang miteinander dann gebilligt (d. h. in seinem Urteil über das Handeln angenommen), wenn sie auf anständigen und rechtmäßigen Motiven beruht, nicht aber deshalb, weil sie für die Menschen von Nutzen ist. Vgl. Smith (1759).Google Scholar
  239. 450.
    Esser (1996), S. 12.Google Scholar
  240. 451.
    Vgl. Heine et al. (2006), S. 22. Im Gegensatz zur soziologischen Interpretation, wonach individuelles Verhalten durch Rollenerwartungen geprägt sind, erlaubt die ökonomische Interpretation beispielsweise weiterhin Wahlhandlungen der Akteure.Google Scholar
  241. 452.
    Lindenberg (1991), S. 60.Google Scholar
  242. 453.
    Frey, B.S./ Benz (2001), S. 2.Google Scholar
  243. 454.
    Vgl. Homann/ Suchanek (2000), S. 31f.. Zu Beginn der Einführung von Brückenannahmen bzgl. individueller Akteure im Rahmen des Modellbildungsprozesses empfiehlt Lindenberg die Beschränkung auf Reaktionen anstelle von Interdependenzen zwischen Akteuren: „[A]ctor assumptions should be made in such a way that one begins with one central actor constrained by other actor(s).“ Lindenberg (1992), S. 18.Google Scholar
  244. 455.
    Laut Ortmann sind „Präferenzen nicht eine Sache isolierter Subjekte und ihrer Beziehungen zu Objekten [...], sondern eine Dreierbeziehung, an der ‘die Anderen’ einen konstitutiven Anteil haben.“ Ortmann (2003), S. 12. Laut Dupuys begehrt ein Subjekt ein Objekt, „weil es glaubt, dass es nur über das Objekt vermittelt die Blicke der anderen auf sich ziehen kann: Blicke der Bewunderung, der Hochachtung, des Respekts, der Schätzung, des Vertrauens, der Anerkennung, der Liebe.“ Dupuys (1999), S. 36.Google Scholar
  245. 456.
    Vgl. Neumann/ Morgenstern (1947); Kahneman/Tversky (1979); Lindenberg (1981), Tversky/Kahneman (1981); Tversky/Kahneman (1986); Ajzen (1987); Lowenstein (1996); Garling/Gillholm (1998); Kahneman/Ritov/Schkade (1998); Kahneman/Tversky (2000). Zu einer allgemeinen Übersicht vgl. McFadden (1999).Google Scholar
  246. 457.
    McFadden (1999), S. 78.Google Scholar
  247. 458.
    Vgl. Stachowiak (1973), S. 132.Google Scholar
  248. 459.
    Vgl. Zintl (1989), S. 58.Google Scholar
  249. 460.
    Vgl. Lindenberg (1992), S. 18f.. Vgl. auch Kapitel II.3.2.3 dieser Arbeit.Google Scholar
  250. 461.
    Vgl. Tversky/ Kahneman (1981).Google Scholar
  251. 462.
    Vgl. Chmielewicz (1994), S. 130.Google Scholar
  252. 463.
    Popper (1967|2005), S. 356.Google Scholar
  253. 464.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11.Google Scholar
  254. 465.
    Vgl. Popper (1967|2005), S. 356.Google Scholar
  255. 466.
    Vgl. Kapitel II.3.3.2.2 und Fußnote 383 (S. 79) dieser Arbeit. Im Gegensatz hierzu modifiziert Simon in seinem Konzept der „bounded rationality“ explizit das Rationalprinzip. Vgl. Simon (1955); Simon (1959); Simon (1978); Simon (1982); Simon (1993); Simon (1997).Google Scholar
  256. 467.
    Mooney Marini (1992), S. 25.Google Scholar
  257. 468.
    Die von Lindenberg postulierte Reihenfolge der Modifizierung von Brückenannahmen („What are the restrictions? What are the goals? What are the expectations?“) aufgrund steigender Komplexität der Annahmen wird somit eingehalten. Vgl. Lindenberg (1992), S. 9, 14. Vgl. auch Coleman (1990), S. 19.Google Scholar
  258. 470.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60.Google Scholar
  259. 472.
    Luhmann (1984), S. 46. Die Fähigkeit, „die Komplexität des anderen im eigenen System zu duplizieren, das heißt [...] ein anderes System in sich selbst abzubilden“, bezeichnet Luhmann mit Verweis auf Ashby als „requisite variety“. Vgl. Luhmann (1991|2002), S. 178; Ashby (1958).Google Scholar
  260. 473.
    Luhmann (1991|2002), S. 168.Google Scholar
  261. 474.
    Vgl. Luhmann (1991|2002), S. 171.Google Scholar
  262. 475.
    Luhmann (1991|2002), S. 169.Google Scholar
  263. 476.
    Die zweite Strategie erläutert Luhmann anhand von Stufentheorien: Beispielsweise können in bestimmten, krisenhaften Situationen andere Verhaltensmuster als in gewöhnlichen Situationen zur Anwendung kommen. Vgl. Luhmann (1991|2002), S. 171f.. Vgl. auch Ashby (1981), S. 21–49, insbesondere S. 48.Google Scholar
  264. 477.
    Luhmann (1991|2002), S. 172, Hervorhebung im Original. Luhmann meint mit „Interdependenzunterbrechung“ die im Text erwähnte Unterbrechung von Eins-zu-eins-Verbindungen zur Generalisierung, um Komplexität zu reduzieren.Google Scholar
  265. 478.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60. Vgl. auch Heine et al. (2006), S. 23.Google Scholar
  266. 479.
    Vgl. Esser (1996), S. 18.Google Scholar
  267. 480.
    Vgl. Esser (1996), S. 18.Google Scholar
  268. 481.
    Vgl. Fazio (1990), S. 84f..Google Scholar
  269. 482.
    Vgl. Esser (1996), S. 13. Thomas/Thomas weisen in ihrer als Thomas-Theorem bekannt gewordenen Aussage darauf hin, dass aus Sicht des Individuums ausschließlich dessen subjektive Wahrnehmung entscheidet, welche Handlungskonsequenzen hieraus erwachsen: „If men define situations as real, they are real in their consequences“. Thomas/Thomas (1928), S. 572.Google Scholar
  270. 483.
    Vgl. Esser (1996), S. 12.Google Scholar
  271. 484.
    Vgl. Esser (1996), S. 13.Google Scholar
  272. 486.
    Vgl. Esser (1996), S. 13.Google Scholar
  273. 487.
    Vgl. Fazio (1990).Google Scholar
  274. 488.
    Fazio (1990), S. 92.Google Scholar
  275. 489.
    Vgl. Esser (1996), S. 21. Im Gegensatz zu Essers erster Version dieser Formel von 1996, in der er die Variable m als Abgleich („match“) der wahrgenommenen mit erlebten, abgespeicherten Situationen nur implizit in der Variable p einführt, modifiziert er sein Modell im Jahr 2000 um diese Variable. Da Formel 1 (S. 96) in dieser Arbeit die neue Fassung des Modells darstellt, wird im Vergleich zu seiner ersten Fassung die Aufnahme dieser Variable in die formale Darstellung von „Motivation“ notwendig. Vgl. Esser (1996), S. 21; Esser (2000), S. 785.Google Scholar
  276. 490.
    Esser übersetzt den von Fazio verwendeten Begriff „opportunity“ mit „Opportunität“ anstelle des hier verwendeten Begriffs „Kapazität“. Vgl. Fazio (1990), S. 91; Esser (1996), S. 15.Google Scholar
  277. 491.
    Vgl. Esser (1996), S. 21 sowie die Anmerkung in Fußnote 489 (S. 97) dieser Arbeit.Google Scholar
  278. 492.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 402.Google Scholar
  279. 493.
    Vgl. Esser (1996), S. 16. Die auf Basis des Rationalprinzips erklärte Modus-Selektion ist ein weiterer Grund, das Rationalprinzip entgegen dem Vorschlag von Simon („bounded rationality“) nicht zu modifizieren. Vgl. die Diskussion zu Verhaltensanomalien im Vergleich zu Rationalmodellen zu Beginn dieses Abschnitts.Google Scholar
  280. 494.
    Vgl. Esser (1996), S. 18.Google Scholar
  281. 495.
    Vgl. Esser (1996), S. 30. Vgl. auch die Basisannahme „konsistente Präferenzordnung“ in Kapitel II.3.3.2.2 dieser Arbeit.Google Scholar
  282. 496.
    Staehle (1999), S. 162, Hervorhebung im Original.Google Scholar
  283. 497.
    Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 430, Hervorhebung im Original.Google Scholar
  284. 498.
    Vgl. Leavitt (1979); Ulrich/Fluri (1995), S. 32.Google Scholar
  285. 499.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 243f..Google Scholar
  286. 500.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 243f.. Vgl. auch Staehle (1999), S. 176.Google Scholar
  287. 501.
    Esser (1996), S. 2.Google Scholar
  288. 502.
    Esser (1996), S. 12.Google Scholar
  289. 503.
    Esser (1996), S. 18f., Hervorhebung im Original.Google Scholar
  290. 504.
    Esser (1996), S. 30, Hervorhebung im Original.Google Scholar
  291. 505.
    Vgl. hierzu Alchian/Allen: „Gegeben die Begrenztheit der Natur und die unbegrenzten Bedürfnisse des Menschen, ist Knappheit unvermeidlich und überall gegeben.“ Alchian/ Allen (1964), S. 12.Google Scholar
  292. 506.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 14.Google Scholar
  293. 507.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 39–41; Weizsäcker (1984), S. 91–93.Google Scholar
  294. 508.
    Gemäß der Dissonanztheorie streben Individuen nach einem dauerhaften kognitiven Gleichgewicht. Bei kognitiven Ungleichgewichten versuchen sie, durch Umbewertungen, Ergänzungen oder Verdrängung bestimmter Kognitionen zu ihrem kognitiven Gleichgewicht zurückzufinden. Vgl. Festinger (1957); Homburg/Bruhn (2000), S. 14f.; Bruhn (2001), S. 29; Raffée/Sauter/Silberer (1973).Google Scholar
  295. 509.
    Weizsäcker (1984), S. 92.Google Scholar
  296. 510.
    Vgl. Weizsäcker (1984), S. 92. „If ownership of a right and high transaction costs imply that a good is consumed in greater quantity than would be the case in the absence of transaction costs then the preference for the good [...] is greater than it would be in the absence of transaction costs or in the case that the consumer does not own the right.“ von Weizsäcker (1984), S. 92f..Google Scholar
  297. 511.
    Lindenberg (1984), S. 96.Google Scholar
  298. 512.
    Simon (1955), S. 113.Google Scholar
  299. 513.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 40.Google Scholar
  300. 514.
    Vgl. Lindenberg (1984), S. 102.Google Scholar
  301. 515.
    Meyer, M. (2005), S. 11.Google Scholar
  302. 516.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 64.Google Scholar
  303. 517.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11.Google Scholar
  304. 518.
    Vgl. Suchanek (1994), S. 108.Google Scholar
  305. 519.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11. Laut Kirchgässner kann in bestimmten Situationen sogar die kontrafaktische Unterstellung eigeninteressierten Handelns in Handlungsmodellen sinnvoll sein. Vgl. Kirchgässner (2000), S. 64. Vgl. auch Hume (1741|1788), S. 45.Google Scholar
  306. 521.
    Popper (1967|2005), S. 351.Google Scholar
  307. 522.
    Vgl. Popper (1945|2000), S. 347. Der Psychologismus reduziert seiner Meinung nach soziale Phänomene und Gesetzmäßigkeiten auf psychologische Phänomene und Gesetzmäßigkeiten, was aus Sicht des Individuums ungewollte Handlungsfolgen, die in einer spezifischen Situationslogik begründet liegen, nicht erklären kann. Vgl. Popper (1945a|2005), S. 348. Zum einen kann durch die unabhängige Nachfrage verschiedener einzelner Akteure die Gesamtnachfrage steigen, was bei einem begrenzten Angebot c. p. zu einem höheren Marktpreis führt. Zum anderen kann ein gesteigerter Absatz zu sinkenden Stückkosten führen, die in Form sinkender Preise an den Markt weitergegeben werden. Ohne die Rolle des Individuums in den beiden Kaufsituationen grundsätzlich zu verändern, führt das individuelle Verhalten zu diametral entgegen gesetzten Reaktionen. Somit kann laut Popper eine psychologische, auf das einzelne Individuum bezogene, Analyse der Situation nicht in der Situation liegende Handlungsrestriktionen bzw. Rahmenbedingungen erklären. Nur die Analyse von individuellem Verhalten unter Einbeziehung der Situationslogik kann laut Popper kollektive Sozialphänomene erklären. Vgl. Popper (1945a|2005), S. 346. Die Ausdifferenzierung des Handlungsmodells im Rahmen dieser Arbeit wird Poppers Forderung gerecht, da zwar Erkenntnisse psychologischer Theorien — die Heuristik des Framing — verwendet werden, diese jedoch in die ökonomische Binnenlogik des Handlungsmodells — Situationslogik und Handlungsrestriktionen — übersetzt werden und aufgrund der aggregierten Betrachtung der Handlungen einzelner Akteure auf der Ebene des Markts die psychologische Ebene verlassen wird.Google Scholar
  308. 523.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11.Google Scholar
  309. 524.
    Popper (1967|2005), S. 352.Google Scholar
  310. 525.
    Popper (1967|2005), S. 352.Google Scholar
  311. 526.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11.Google Scholar
  312. 527.
    Popper trennt scharf zwischen den Begriffen „Rationalität“ als persönliche Haltung und „Rationalprinzip“ als Modellannahme für situationsadäquates Verhalten. Vgl. Popper (1967|2005), S. 359Google Scholar
  313. 528.
    Vgl. Popper (1967|2005), S. 355f.Google Scholar
  314. 529.
    Vgl. Meyer, M. (2005), S. 11f.Google Scholar
  315. 530.
    Vgl. Simon (1955), S. 104.Google Scholar
  316. 531.
    Franz (2004), S. 14.Google Scholar
  317. 532.
    Vgl. Simon (1955), S. 105. Vgl. auch Dinkelbach (1974), Sp. 1295.Google Scholar
  318. 533.
    Kirchgässner (2000), S. 31.Google Scholar
  319. 534.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 31.Google Scholar
  320. 535.
    Vgl. Simon (1955), S. 101, 114.Google Scholar
  321. 536.
    Vgl. Fußnote 253 (S. 54) dieser Arbeit.Google Scholar
  322. 537.
    Vgl. Popper (1994), S. 85f..Google Scholar
  323. 538.
    Vgl. Fußnote 254 (S. 54) dieser Arbeit.Google Scholar
  324. 539.
    Kirchgässner (2000), S. 31.Google Scholar
  325. 540.
    Dinkelbach (1974), Sp. 1295.Google Scholar
  326. 541.
    Vgl. Popper (1994), S. 85f..Google Scholar
  327. 544.
    Vgl. Kirchgässner (2000), S. 91. Zu Aggregationsproblemen vgl. ausführlich Lindenberg (1977); Theil (1954); Deaton/Müllbauer (1980), insbesondere Kapitel 6 sowie zu einer Übersicht Stoker (1993).Google Scholar
  328. 545.
    Meyer, M (2005), S. 9.Google Scholar
  329. 546.
    Vgl. Fußnote 329 (S. 69) in dieser Arbeit.Google Scholar
  330. 547.
    Vgl. Fußnote 342 (S. 71) in dieser Arbeit.Google Scholar
  331. 550.
    Zu Grenzen von Handlungsmodellen vgl. allgemein Berger (1978).Google Scholar
  332. 555.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 245. Vgl. auch Kapitel II.3.3.2.1 dieser Arbeit.Google Scholar
  333. 556.
    Fehl/ Oberender unterscheiden die hier angesprochenen Preisunterschiede, d. h. unterschiedliche Preise für homogene Angebote verschiedener Anbieter, von Preisdifferenzierungen, also unterschiedliche Preise für verschiedene Kundengruppen eines Anbieters. Vgl. Fehl/Oberender (1994), S. 245.Google Scholar
  334. 560.
    Vgl. Kotler/ Bliemel (2001), S. 730.Google Scholar
  335. 563.
    Vgl. Fullerton (2003), S. 339.Google Scholar
  336. 564.
    Vgl. Hellier et al. (2003), S. 1765. Da im Laufe des Modellbildungsprozesses die Basisannahme „unbe grenzte Mobilität“ modifiziert wird, woraus Raumüberwindungskosten als weitere Dimension ökonomischer Wechselbarrieren erwachsen, wird diese Definition zur Gewährleistung eines möglichst allgemeinen Gültig keitsanspruch möglichst allgemein definiert.Google Scholar
  337. 565.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 11.Google Scholar
  338. 567.
    Vgl. Granzin/ Miller (1980), S. 262. Ähnlich definiert Belk als Faktoren der Kaufsituation „all those factors particular to a time and place of observation which do not follow from a knowledge of personal (intra-individual) and stimulus (choice alternative) attributes“. Belk (1974) S. 156f.Google Scholar
  339. 568.
    Vgl. Kuß/ Tomczak (2004), S. 49. Angenommen wird, dass die Nachfrage nicht aufgeschoben, sondern in der gleichen Periode anderweitig gedeckt wird.Google Scholar
  340. 569.
    Vgl. Berthel (1975), Sp. 1869.Google Scholar
  341. 572.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 197.Google Scholar
  342. 575.
    Das Alternativprodukt muss also der Bessermenge, mindestens der Indifferenzmenge des Referenzprodukts angehören. Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 218.Google Scholar
  343. 576.
    Münch (1992), S. 138.Google Scholar
  344. 581.
    Vgl. Kapitel II.3.4.1.2 dieser Arbeit. Jones/Mothersbaugh/Beatty konstatieren: „Perceived switching costs are consumer perceptions of the time, money, and effort associated with changing the service provider. Such costs may entail search costs resulting from the geographic dispersion of service alternatives“. Jones/ Mothersbaugh/Beatty (2000), S. 261.Google Scholar
  345. 583.
    Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 213. Ausreichend ist mit Ausnahme stochastischer Modelle mit zufallsbe hafteten Auszahlungen jedoch die Annahme einer abnehmenden Grenzrate der Substitution zwischen je zwei Gütern. Bei Erreichen eines identischen Grenznutzen des Konsums größer als null wird der Konsum des ersten Produkts durch den Konsum des Alternativprodukts substituiert. Die absolute Sättigungsmenge eines Produkts wird daher im Normalfall nicht erreicht.Google Scholar
  346. 586.
    Menon/Kahn merken an: „The tendency of individuals to seek diversity in their choices of services or goods.“; Menon/ Kahn (1995), S. 139. Vgl. auch Giering (2000), S. 122f.Google Scholar
  347. 587.
    Auch das zweite Gossensche Gesetz — das Genussausgleichsgesetz — unterstützt die obige Argumentation. Es besagt, dass bei rationalem Verhalten der Grenznutzen der Verwendungsarten eines Gutes gleich ist. Bei spielsweise wird das Gut „Zeit“ von einem rationalen Individuum so auf bestimmte Tätigkeiten verwendet, dass der Grenznutzen aus diesen Tätigkeiten identisch ist. Ist dies nicht der Fall, transferiert der Homo Oeconomicus Zeit für die Ausführung einer Tätigkeit auf solche mit höherem Grenznutzen von anderen mit geringerem Grenznutzen, um seine Nutzenfunktion insgesamt zu maximieren. Vgl. Fehl/ Oberender (1994), S. 214.Google Scholar
  348. 588.
    Die Literatur unterscheidet zwei verschiedene Arten des Abwechslungsbedürfhisses in Abhängigkeit von dem auslösenden Faktor: Abgeleitetes bzw. extrinsisches Abwechslungsbedürfhis resultiert aus einer Verände rung von Faktoren, die in der Situation begründet sind wie beispielsweise Verfügbarkeit, Geschmack oder Nut zungszweck, beim wahren bzw. intrinsischen Abwechslungsbedürfhis stellt der Anbieter-bzw. Produktwechsel selbst einen Nutzen dar. Van TrijplHoyer/Inman argumentieren, dass „variation in behavior should be attributed to true variety seeking only when variation is rewarding in itself irrespective of the consequences implied by variation in behavior (that is, when it is intrinsically motivated). In these instances, variation is sought out fort the sake of variety and the stimulation it brings to the situation and can be the result of either curiosity, for the change as an attempt to resolve the boredom associated with brand, or attribute satiation.“ Van Trijp/ Hoyer/ Inman (1996), S. 282. Vgl. auch Giering (2000), S. 122f. Da im Rahmen des Handlungsmodells extrinsische Änderungen durch die Logik der Situation abgedeckt werden, beschränkt sich die Interpretation dieser Determinante in dieser Arbeit auf das intrinsische Abwechslungsbedürfnis.Google Scholar
  349. 591.
    Vgl. Kuß/ Tomczak (2004), S. 77. Der Einfluss des Einkommens auf die Kundenbindung wurde bei der Diskussion der Brückenannahme „begrenzte Reaktionsgeschwindigkeit“ als Handlungsrestriktion der Akteure diskutiert. Vgl. Kapitel II.3.4.1.1 dieser Arbeit. Da das Einkommen üblicherweise soziodemographischen Merkmalen subsumiert wird, wird es nachfolgend nicht als separate Determinante, sondern als Eigenschaft soziodemographischer Merkmale betrachtet.Google Scholar
  350. 596.
    Vgl. Kumpf (1983). Kelley unterscheidet zwei Formen von Bezugsgruppen: komparative Bezugsgruppen liefern Maßstäbe, an denen Individuen ihre Wahmehmungen, Einstellungen, Meinungen und Urteile messen können. Eine komparative Bezugsgruppe dient somit als Bezugsrahmen für kognitive Prozesse zur Ausbildung von eigenen Ansichten. Normative Bezugsgruppen liefern Normen zur Beeinflussung individuellen Verhaltens und sorgen durch Sanktionen bei nicht gruppenkonformem Verhalten für deren Einhaltung. Vgl. Kelley (1972); Kelley (1972a). Vgl. auch Jones et al. (1972). Zu verschiedenen Ausprägungen von Bezugsgruppen vgl. Kuß/Tomczak (2004), S. 208.Google Scholar
  351. 597.
    Schneider, W.L. (2005), S. 163.Google Scholar
  352. 598.
    Ortmann (2003), S. 13. Vgl. auch Honneth (1992); Verweyst (2000).Google Scholar
  353. 599.
    Die innerhalb einer Bezugsgruppe geltenden Verhaltensvorschriften werden als (soziale) Normen bezeichnet. Deren Nicht-Einhaltung wird durch andere Mitglieder der Gesellschaft oder gesetzliche Regelungen sanktioniert. Normen strukturieren die Erwartungen der Interaktionspartner in einer Situation und machen das Handeln und Reagieren in einem gewissen Maße vorhersagbar. Damit bieten sie für Individuen eine Entlastungsfunktion, da sie die Komplexität des sozialen Miteinanders reduzieren und das Individuum vom Druck befreien, sich selbst Verhaltensregeln suchen zu müssen. Gleichzeitig engen sie jedoch auch die Verhaltensmöglichkeiten ein. Soziale Normen beeinflussen daher auch das Kaufverhalten von Individuen: „[T]he need to identify with or enhance one’s image through the acquisition of products and brands, the willingness to conform to the expectations of others regarding purchase decisions, and/or the tendency to learn about products and services by observing others or seeking information from others.“ Netemeyer/ Bearden/ Teel (1992). Vgl. auch Giering (2000), S. 125.Google Scholar
  354. 600.
    Vgl. Lindenberg (1991), S. 60 sowie Kapitel II.3.3.3.3.2 dieser Arbeit.Google Scholar
  355. 601.
    Kroeber-Riel/Weinberg bezeichnen Verhalten als unabhängig, wenn sich Individuen dem sozialem Einfluss entziehen. Unter anti-konformem Verhalten verstehen sie eine im Vergleich zur Beeinflussungsabsicht der Bezugsgruppe konträre Reaktion des Individuums. Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 479.Google Scholar
  356. 602.
    Schneider, W.L. (2005), S. 178f..Google Scholar
  357. 603.
    Kuß/Tomczak verstehen unter einer Bezugsgruppe „eine Person oder eine Gruppe von Leuten, die das Verhalten einer Person deutlich beeinflusst.“ Kuß/ Tomczak (2004), S. 206. Vgl. auch Bearden/Etzel (1982), S. 184.Google Scholar
  358. 604.
    Kuß/ Tomczak (2004), S. 49f.Google Scholar
  359. 605.
    Vgl. Fazio (1990).Google Scholar
  360. 607.
    Vgl. Fazio (1990) sowie die Ausführungen in Kapitel II.3.3.3.3.4 dieser Arbeit.Google Scholar
  361. 609.
    Vgl. Esser (1996), S. 15.Google Scholar
  362. 610.
    Fazio (1990), S. 92.Google Scholar
  363. 611.
    Fazio (1990), S. 92.Google Scholar
  364. 612.
    Vgl. Esser (1996), S. 15.Google Scholar
  365. 613.
    Vgl. Kuß/ Tomczak (2004), S. 65.Google Scholar
  366. 614.
    Vgl. Assael (1995), S. 20.Google Scholar
  367. 615.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 360. Vgl. auch Antil (1984), S. 204; Zaichkowsky (1985), S. 342; Kuß (1987), S. 21–3, Trommsdorff (1995a), Sp. 1069.Google Scholar
  368. 616.
    Zur Diskussion unterschiedlicher Ausprägungen von Involvement vgl. beispielsweise Laurent/ Kapferer (1985), S. 42.Google Scholar
  369. 617.
    Vgl. Giering (2000), S. 131–133. Vgl. auch Laurent/Kapferer (1985), S. 42.Google Scholar
  370. 619.
    Luhmann (1991|2002), S. 168.Google Scholar
  371. 621.
    Bergmann/ Daub/ Meurer (2003b), S. 41.Google Scholar
  372. 622.
    Vgl. Bergmann/ Daub/ Meurer (2003b), S. 9 und 21ff..Google Scholar
  373. 623.
    Knoll (2001), S. 135.Google Scholar
  374. 624.
    Vgl. Marquardt, O. (1981), S. 25. Bergmann/Daub/Meurer bezeichnen Kompetenz auch als „Problemlösungswissen“ oder „angewandtes Wissen“. Bergmann/Daub/Meurer (2003b), S. 9.Google Scholar
  375. 625.
    Hahn, W. (1993), S. 12.Google Scholar
  376. 627.
    Vgl. Luhmann (1991|2002), S. 168.Google Scholar
  377. 628.
    Vgl. ausführlich Hülsmann/ Müller-Martini (2006), S. 378.Google Scholar
  378. 630.
    Vgl. Kruse/ Dittler/ Schomburg (2003), S. 405. Zu weiteren Kompetenz-Definitionen vgl. Hülsmann/Müller-Martini (2006), S. 378.Google Scholar
  379. 631.
    Vgl. Kuß/ Tomczak (2004), S. 119.Google Scholar
  380. 633.
    Vgl. Kroeber-Riel/ Weinberg (2003), S. 371.Google Scholar
  381. 636.
    Zu Ad-hoc-Annahmen vgl. Fußnote 330 (S. 70) in dieser Arbeit.Google Scholar
  382. 643.
    Vgl. beispielsweise Peter, S.I. (2001), S. 126; Wobbe (2002), S. 71.Google Scholar
  383. 644.
    In Bezug auf die Art und Einflussrichtung der untersuchten Determinanten kritisiert Krafft exemplarisch an der Studie von Peter, sie leite „lediglich die Kundenzufriedenheit als unmittelbar positive Determinante der Kundenbindung ab“. Krafft (2002), S. 24. Vgl. auch Peter, S.I. (2001). Andere Determinanten wie beispielsweise Wechselbarrieren verhindern lediglich die Abwanderung, beeinträchtigen die Attraktivität von Konkurrenzprodukten und/oder verringern, wie beispielsweise das Abwechslungsbedürfnis, die Kundenbindung.Google Scholar
  384. 645.
    Vgl. Krafft (2002), S. 23. Beispielsweise hält Peter die Existenz eines Abwechslungsbedürfnisses von Individuen für genetisch bedingt. Sie plausibilisiert diese Determinante aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht mit intrinsischen Motiven, einem im Wechsel enthaltenen Nutzen sowie mit der Existenz eines optimalen, durch Angebotswechsel angeregten, Stimulationsgrads von Individuen. Vgl. Peter, S.I. (2001), S. 100. Eine theoriebasierte Herleitung dieses Phänomens erbringt sie nicht; stattdessen vermutet sie eine Theorielosigkeit dieses Phänomens: „[Variety Seeking] verkörpert [...] keine Theorie wie die übrigen diskutierten Konzepte, sondern ein Konstrukt aus der Konsumentenverhaltenstheorie.“ Peter, S.I. (2001), S. 103. Vgl. auch Homburg/Giering (2001), S. 50.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden  2008

Authors and Affiliations

  • Markus Müller-Martini

There are no affiliations available

Personalised recommendations