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Grundlagen: Wie entsteht Mundpropaganda?

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Auszug

  • Kommunikative Austauschprozesse basieren auf einem evolutionär entstandenen Erfolgsmodell. Ähnlich wie Tiere orientieren sich Konsumenten an über Generationen hinweg entwickelten Überlebensstrategien. Diese helfen den Menschen sich auch noch heute im wachsenden Informationdschungel zurechtzufinden. gleichzeitig bedingen sie aber auch das Entstehen von sozialen Verhaltensnormen sowie das plözliche Auftreten von Moden, Trends oder Gerüchten.

  • Die Memetik liefert ein Evolutionsmodell der Informationsübertragung, das die Ausbreitung von sozialen „Epidemien“, die zu Moden, Trends und Gerüchten führen, erklärbar macht.

  • Die Kernbausteine der Memetik sind Meme. Dies sind eigenständige Informationseinheiten, die ansteckend auf Individuen wirken. Ist ein Mensch erst einmal mit einem Mem infiziert, nutzt es seinen Wirt, um sich weiterzuverbreiten. Dazu zwingt es den Träger des Mems, die bestehenden Kommunikationswege zu nutzen, um weitere Wirte zu erreichen.

  • Die Ähnlichkeit des Verbreitungsprozesses von Memen mit dem eines Virus führt zu den Planungsparametern des Viral Marketing. Dabei setzen sich Gesellschaften zusammen aus Vermittlern, Kennern und Verkäufern. Jedes Mitglied nimmt dabei eine andere Funktion im Verbreitungsprozess von Memen ein. Vermittler sorgen für eine reichweitenstarke Streuung, Kenner—die Wissensdatenbanken der Gemeinschaft —ind verantwortlich für Auslöseprozesse und Verkäfer fungieren als qualitative Filter oder Verstärker in Empfehlungsprozessen.

  • Das Viral Marketing bauf auf den evolutionären Grundlagen der Memetik auf und integriert systematisch Strategien, Taktiken und Maßnahmen, um gezielt Mundpropaganda auszulösen und zu kontrollieren.

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Weiterführende Literatur und Websites Quellen zu den Grundlagen des Viral Marketing

  1. ■ „The Tipping Point“ von Malcolm Gladwell, London, 2001Google Scholar
  2. ■ „Linked“ von Albert-Laszlo Barabasi, Chatswood DC, 2003Google Scholar
  3. ■ „Das egoistische Gen“ von Richard Dawkins, Reinbek, 1996Google Scholar
  4. ■ „Soziale Netzwerke und Massenmedien“ von Michael Schenk, Tübingen, 2000Google Scholar
  5. ■ „The Strength of Weak Ties“ von Mark Granovetter, in: American Journal of Sociology, Vol. 78, 6, S. 1360–1380Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr.Th. Gabler | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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