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Zellparameterbestimmung (Gitterkonstantenbestimmung)

  • Lothar Spieß
  • Gerd Teichert
  • Robert Schwarzer
  • Herfried Behnken
  • Christoph Genzel

Die regelmäßige Anordnung von Atomen und damit die Kristallbildung erfolgt aus Gründen der Energieminimierung des Gesamtsystems. Für ganz bestimmte Atomabstände – Bindungsabstände ergeben sich lokale Minima der Energie, die äußerst stabil sind. Der räumliche Abstand dieser Minima in einem Kristall ist ein »Fingerabdruck« der Atomanordnung. Die dabei möglichen Kristallsysteme, die sich ausbildenden Elementarzellen mit einer Atombelegung abweichend von primitiven Elementarzellen können äußerst exakt mit der Röntgenbeugung ermittelt werden. Diesen Vorgang nennt man Strukturbestimmung. Bestimmt man dagegen vorwiegend nur die Abstände der Atome und die Längen der Elementarzellenabschnitte, dann wird dieser Vorgang Präzisionszellparameterbestimmung (Präzisionsgitterkonstantenbestimmung) genannt. Da die Abstände zwischen den Atomen abhängig von der Temperatur, dem Legierungsgehalt und auch von inneren mechanischen Spannungen gering variieren können, sind anstatt des Begriffes Gitterkonstantenbestimmung im nachfolgenden immer der Begriff Zellparameterbestimmung verwendet worden.

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© Vieweg+Teubner | GWV Fachverlage GmbH 2009

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  • Lothar Spieß
  • Gerd Teichert
  • Robert Schwarzer
  • Herfried Behnken
  • Christoph Genzel

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