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Die externe Rechnungslegung als entscheidungsnützliches Informationsinstrument

  • Tatjana Oberdörster

Dem theoretischen Fundament der neoklassischen Theorie liegt die zentrale Annahme vollkommener Märkte zu Grunde.1 Die Marktakteure verfügen über vollständige Informationen hinsichtlich der Marktsituation und sind damit in der Lage, vollständige Verträge abzuschließen. Ihnen wird eine „perfekte Rationalität“ unterstellt. In Entscheidungssituationen treffen sie aus dem Feld der Entscheidungsalternativen2 diejenige Entscheidung, die rational, d. h. gegenüber den Konsequenzen der anderen Entscheidungsalternativen vorzuziehen ist.3 In der neoklassischen Modellwelt können Informationsasymmetrien zwischen den Marktakteuren ausgeschlossen werden, da die Informationen gleichmäßig unter ihnen verteilt sind. Die Trennung des Eigentums am Unternehmen und die Kontrolle über das Unternehmen sind für das Unternehmensergebnis irrelevant. Diese Annahmen resultieren aus der Tatsache, „ […] dass die neoklassische Theorie die Kosten der Koordination über den Markt oder innerhalb der Unternehmung – die Transaktionskosten – völlig unberücksichtigt lässt. In der Null-Transaktionskosten-Welt […] sind […] Abschluss, Überwachung und Durchsetzung vollständiger Zeitzustandsverträge ohne Kosten möglich.“4 Eine Normierung der externen Unternehmensberichterstattung ist vor dem Hintergrund dieser Annahmen nicht erforderlich, da sie keine Entscheidungshilfe darstellt und folglich keinen Nutzen hätte.5

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  • Tatjana Oberdörster

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