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Fortbildung chinesischer Mitarbeiter außerhalb Chinas

  • Karl WaldkirchEmail author
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Zusammenfassung

Bis heute kann man ein hohes Verbesserungspotenzial bei mittelständischen und großen Unternehmen in Bezug auf das Training in deren Stammhäusern oder Tochtergesellschaften außerhalb Chinas feststellen. Zum einen ließen die hiesige Betreuung und das Freizeitprogramm in den Augen der Chinesen die so wichtige persönliche Note vermissen. Zum anderen wurde beispielsweise den chinesischen Mitarbeitern zu hohe Flexibilität abverlangt: Sie wurden an anderen Maschinen und Anlagen geschult, nicht an denen, die sie in China bedienen mussten. Der Schulungseffekt verpuffte vollends. Außerdem wurde die Kostenübernahme für solche Fortbildungsmaßnahmen nicht klar geregelt, in der Regel blieb das Stammhaus „auf diesen Kosten sitzen“. Hierfür ist eine eindeutige vertragliche Regelung zu treffen, die detailliert die Kostenübernahme durch die chinesische Tochtergesellschaft vorsieht. Diese umfasst beispielsweise: Manntage pro Schulungsleiter (Tagessatz für den Trainer), Flugkostenübernahme der chinesischen Delegation, Verpflegung und Unterbringung. Die nach Deutschland zur Fortbildung geschickten Mitarbeiter sollten vorzugsweise eine Zusatzvereinbarung unterschreiben. Danach müssen sie bei einer etwaigen Kündigung nach ihrer Rückkehr 100 % der Kosten der Ausbildungsmaßnahme, nach einem halben Jahr 50 % usw. tragen. Wenn ein chinesischer Mitarbeiter die Firma nach der Fortbildung verlassen will, erhöht diese Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Schwelle, verhindert aber nicht sein endgültiges Ausscheiden aus der Firma. Der Arbeitgeber stellt sich erfahrungsgemäß besser mit einer solchen Vereinbarung als ohne.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.ASC – Asia Success e. k.NeustadtDeutschland

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