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Trichoptera — Köcherfliegen

  • Wolfram Mey

Zusammenfassung

G. FlSp. 3,5—68,0 mm, Im. ähnlich wie Kleinschmetterlinge (Abb. 29/1), jedoch ohne Rollrüssel u. ohne Schuppen auf Fl u. Körper. F fadenförmig, in Ruhelage stets nach vorn gestreckt. K auf der OS mit beborsteten Erhebungen (= Warzen). Oc, wenn vorhanden, stets in Dreizahl. Leckend-saugende Mundteile in Form eines Haustellums, das aus UKf, Hypopharynx u. Ul gebildet ist. OKf reduziert. UKfTst bei ♀♀ mit 5 Gld, bei manchen ♂♂ mit 2–5 Gld. UlTst stets mit 3 Gld. Beide FlPaare in Ruhe meist dachförmig über dem Hlb zusammengelegt. Fl mit feiner Behaarung auf der Membran u. dickeren Haaren auf den Adern. Geäder stets mit Rs, M u. Cu, deren Verzweigung eine durch Queradern geschlossene od. offene Discoidalzelle (Dz), Medianzelle (Mz) bzw. Thyridiumzelle (Tz) bilden (Abb. 687/2). Färbung unauffällig braun, grau, schwarz od. gelblich, oft mit ± deutlichem Muster. B schlank, mit Dornen u. charakteristischer Zahl von Spornen an den Schienen. TarsenUS mit kleinen Dornen. L aquatisch od. semiaquatisch, mit meist beißend-kauenden Mundwerkzeugen u. abdominalen Tracheenkiemen od. Rektalpapillen, die der Sauerstoffaufnahme dienen, köcherbauende L raupenförmig (Abb. 683/1), freilebende u. netzbauende L schlank (Abb. 683/2), mit nach vorn gerichteten Mundwerkzeugen, Verpuppung in einem Gehäuse aus mineralischen od. pfl Teilen, P mit starken u. beweglichen OKf, mit denen das Gehäuse beim Schlupf aufgebissen wird. — L. Artspezifische Besiedlung von Fließgewässern u. Quellen, sowie stehender Gewässer (manche Arten auch im Brackwasser). Im. bleiben überwiegend in Gewässernähe. — V. Weltweit, mit Diversitätszentren in SOAs u. SAm.

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Copyright information

© Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  • Wolfram Mey
    • 1
  1. 1.Thüringer Landesmuseum HeidecksburgNaturhistorisches Museum RudolstadtRudolstadt

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