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Neuroptera [Planipennia] — Echte Netzflügler

  • Erich Kleinsteuber
  • Wieland Röhricht

Zusammenfassung

G. Sehr kleine bis sehr große Fluginsekten. K nach unten gerichtet, mit beißenden Mundteilen. Fl gleichförmig breit, meist mit reichem Kleingeäder; werden in Ruhe dachartig über dem Hlb zusammengelegt. Große Unterschiede im Habitus der Im. zw den einzelnen Familien. — V. Weltweit, vor allem in warmen Zonen. — B. Vollständige Verwandlung. L leben räuberisch (od. parasitisch) u. sind mit Ausnahme der Sisyridae Landbewohner, L zeigen die Einheitlichkeit der Ordnung am deutlichsten: OKf u. UKf stark verlängert u. zu einer Saugzange umgebildet (Abb. 321/3–6), mit der die Beutetiere ergriffen u. ausgesogen werden; MDarm verschlossen, feste Verdauungsrückstände werden erst von den Im. ausgeschieden; 3 LStadien (Mantispidae 2). Verpuppung in Kokons, deren Spinnmaterial in Malpighischen Gefäßen erzeugt u. durch den EDarm ausgeschieden wird. Im. (außer Mantispidae u. Ascalaphidae) tagsüber weitgehend inaktiv, fliegen aufgescheucht nur kurze Strecken; NaAufnahme, Kopula u. Eiabl finden in den Abend- u. Nachtstunden statt; an künstlichen Lichtquellen oft in Anzahl anzutreffen. Na: sehr verschieden, meist Arthropoden, bes. Blattläuse, aber auch Pollen. — Trockenpräparation od. Konservierung in 70%igem Alkohol (Coniopterygidae). Zur Bestimmung der in den Tabellen nicht näher aufgeschlüsselten Arten ist eine mikroskopische Untersuchung der GenitalSgm notwendig. Weltweit etwa 6000 Arten, im Gebiet ca. 110.

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Literatur

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Copyright information

© Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  • Erich Kleinsteuber
  • Wieland Röhricht
    • 1
  1. 1.EckardthausSJBBuckow

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