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Mantodea — Fangschrecken oder Gottesanbeterinnen

  • Hans Schiemenz
  • Bernhard Klausnitzer

Zusammenfassung

G. K dreieckig, senkrecht stehend (orthognath), frei beweglich. KomplexAu sehr groß, weit getrennt, 3 Oc. F lg, borstenförmig. Beißende Mundwerkzeuge. VBr sehr lg, VB sind Fangbeine, Schiene kann gegen gefurchten Schenkel wie die Klinge eines Klappmessers eingeschlagen werden, Hüften lg u. frei beweglich. MB u. HB lg SchreitB. Fl gut ausgebildet, VFl liegen über den HFl u. dem Hlb flach übereinander. ♂ kleiner u. schwächer als Weibchen. — V. nur in warmen Zonen, im Mittelmeergebiet häufig. — L. Auf Waldlichtungen, in Savanne, Grassteppe, Halbwüste. — B. Unvollkommene Verwandlung. Tagaktiv. Na: vorwiegend Insekten, denen mit fangbereiten VB aufgelauert wird, die über der Beute zusammenschlagen, eine Bedornung der BGld verhindert das Entweichen (Lauerjäger). Bei od. nach der Paarung wird ♂ mitunter vom ♀ gefressen. Eiabl (im Gebiet im Herbst) in schaumigem, an der Luft bald erstarrendem, 2 bis 4 cm lg Sekretkokon (Oothek) mit 100 bis 250 Eiern, der an der Unterseite von Steinen od. an bodennahen Vegetationsteilen befestigt wird. Im Gebiet überw nur die Eier. Ca. 2.300 Arten, heimisch 1. — Grün, s braun, ♂ 40—55, ♀ 48—75 mm. BW, bes. am Kaiserstuhl, SL, RP, SN, Berlin; teils ausgesetzt, auf sonnigen Magerrasen, Brachen, Ruderalflächen, im Gras, auf Stauden u. Gebüsch; s; VII–X.

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Copyright information

© Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  • Hans Schiemenz
  • Bernhard Klausnitzer
    • 1
  1. 1.Dresden

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