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Wie wird eine Immunreaktion wieder abgeschaltet?

Auszug

Thema mit Variationen: über die zeitliche Begrenzung einer Immunantwort weiß man viel weniger als über die Aktivierungsvorgänge. Entscheidend ist zunächst die Elimination des Antigens durch die Effektormechanismen des Immunsystems. Ohne antigenen Reiz hört die Rekrutierung neuer Zellen in das Immungeschehen auf. Antigenspezifische Aktivierung über ihren TCR ist offenbar auch notwendig für das überleben der T-Effektorzellen, die ja im Verlauf einer Immunantwort dramatisch expandiert sind. Werden Antigen/MHC-Komplexe limitierend, sterben viele dieser Zellen den Tod durch Vernachlässigung, da sie die zum überleben notwendigen TCR-Signale nun nicht mehr erhalten. Die Phase klonaler Kontraktion (clonal downsizing) beginnt. Ihre Beobachtung und Quantifizierung ist erst seit Einführung der Tetramer-Technologie (Kap. 15. 15.) möglich. Zur klonalen Kontraktion trägt auch Brudermord der CTLs bei. Wenn die antigenexprimierenden Zielzellen durch eine effiziente Immunantwort eliminiert werden, überwiegen im Mikromilieu zunehmend die aktivierten CTLs, die ja im Verlauf einer Immunantwort dramatisch expandiert sind. Sie treffen dadurch immer häufiger direkt aufeinander und treiben sich mit Fas/FasL-Interaktionen gegenseitig in die Apoptose (Abb. 5.15). Die Bedeutung dieser Vorgänge erkennt man daran, dass Defekte im Fas/FasL-System zu schweren Krankheitszuständen führen (F&Z 9).

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© Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 2009

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