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Johan Marie Gerardus Kauer

Auszug

Wenn ein Anatom der Schule von HANS LANDSMEER in Leiden entstammt, ist es geradezu eine Verpflichtung, sich besonders mit der Hand und dem Bewegungsapparat zu beschäftigen. Dies hat auch JOHN — wie er nur genannt wird — KAUER in engen Kontakt zu den Handchirurgen gebracht. Er wurde am 20. Mai 1937 im niederländischen Tilburg geboren. Sein Vater leitete die Buchprüfungsabteilung im Landwirtschaftsministerium und starb bereits früh. JOHN hatte drei Schwestern und vier Brüder, von denen drei Ärzte wurden. Er besuchte das Gymnasium in Den Haag, wohin die Familie nach dem Krieg zog. Schon früh zeigte er Interesse an Biologie und den Möglichkeiten, verlorene Funktionen wieder herzustellen. Eigentlich wollte er Chirurg werden. Von 1955 bis 1961 studierte er Medizin an der Universität Leiden. Er war von der altmodischen und wenig klinisch orientierten Lehrweise sehr enttäuscht und suchte bei LANDSMEER Rat. Dieser führte ihn in die funktionellen Aspekte des Bewegungsapparates und später in die seiner Spezialgebiete Hand und Handgelenk ein. Nach einem halben Jahr bot er ihm eine halbe Assistentenstelle an, was sich mit dem Studium gut vereinbaren ließ. JOHN lernte wissenschaftliche Arbeiten und konnte bereits im Juni 1964 seine These „Een analyse van de carpale flexie“ erfolgreich verteidigen. Nach dem Staatsexamen mit Promotion 1966 kehrte er an das Institut für Anatomie und Embryologie der Universität Leiden zurück. HANS LANDSMEER förderte ihn und schickte ihn zu Spezialausbildungen an verschiedene Zentren. So wurde JOHN KAUER Anatom, vermisst aber die Chirurgie immer noch.

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© Steinkopff Verlag 2007

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