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Beredsamkeit der Formen — Anmerkung zu einer Rhetorik des Designs

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Part of the Board of International Research in Design book series (BIRD)

Auszug

Das Empfundene wirkt stä rker als das Gedachte: diese Erfahrung finden wir schon in den frühen antiken Erkenntnislehren formuliert. Dass nur Gleiches durch Gleiches wahrgenommen werden kann, war die eine Theorie (Empedokles); dass nur Entgegengesetztes das Entgegengesetzte empfinden könne, behauptete eine andere (Anaxagoras). Einig waren sich alle über die Eindrucksmacht der Sinnlichkeit; selbst für Platon stand fest, dass Empfindungen die Gedanken erwecken, sie hervorziehen. Die Bewertungen, die solche Urteile unweigerlich hervorrufen, wechseln freilich von Fall zu Fall. Für die Sensualisten versteht sich die Qualifizierung von selber. Doch auch Kant betont, dass Begriffe, denen wir Realitä t geben wollen, ohne die Anschauung nicht auskommen; Husserl wird spä ter noch ergä nzen, dass „einsichtige Gedanken“ Sinnlichkeit benötigen.

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© 2008 Birkhäuser Verlag AG

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Ueding, G. (2008). Beredsamkeit der Formen — Anmerkung zu einer Rhetorik des Designs. In: Joost, G., Scheuermann, A. (eds) Design als Rhetorik. Board of International Research in Design. Birkhäuser Basel. https://doi.org/10.1007/978-3-7643-8348-0_6

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