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Supraleitende Energiespeicher

  • Erich Rummich

Zusammenfassung

Die Speicherung elektrischer Energie erfolgt in den meisten Fällen durch Umwandlung in eine andere Energieform (z.B. hydraulische Pumpspeicherwerke, Sekundärbatterien etc.). Eine direkte Speicherung elektrischer Energie ist prinzipiell in kapazitiven und induktiven Speichern möglich. Im ersten Fall ist die Energie im elektrostatischen Feld von Kondensatoren, im zweiten Fall im magnetischen Feld von Luftspulen gespeichert. Beiden Speichersystemen ist gemeinsam, daß die gespeicherte Energie in äußerst kurzer Zeit abgegeben werden kann, was sie besonders als Impulsspeicher für viele Anwendungsfälle (z.B. in der Plasma- und Fusionsforschung) interessant macht. Für die Speicherung großer Energiemengen ist vor allem die magnetische Speicherung vorteilhaft, da hier die erzielbaren Energiedichten wesentlich höher liegen als bei elektrostatischen Speichern. Die in einem Magnetfeld der Induktion B gespeicherte Energiedichte w (Energie/Volumseinheit) ergibt sich aus der Beziehung
$$w=\frac{{{B}^{2}}}{2{{\mu}_{o}}{{\mu}_{r}}}$$
wobei μo = 4π•10−7 Vs/Am die absolute und μr die relative Permeabilität (des betreffenden Speichermediums) sind. Hieraus erkennt man, daß, um möglichst große Energiedichte und damit große Speicherkapazität zu erhalten, eine möglichst große Induktion und ferner μr = 1 (paramagnetisches Medium, Luft, Vakuum) zu wählen ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 1978

Authors and Affiliations

  • Erich Rummich
    • 1
  1. 1.Institut für Elektrische MaschinenTechnische Universität WienWienÖsterreich

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