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Diätetik pp 101-104 | Cite as

Unterernährung und Magersucht

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Zusammenfassung

Die diätetische Behandlung der Magersucht ist eine oft schwierige, jedoch zu guter Letzt dankbare Aufgabe. Kaum in einem anderen Indikationsgebiet der Diätetik geht es so sehr darum, wirkliche Kochkunst anzuwenden. Sobald man den oft vorhandenen Widerwillen der Patienten gegen die meisten Speisen überwunden hat, hat man schon halb gewonnen. In Fällen schwerer Magersucht ist es empfehlenswert, die Patienten für die ersten Wochen — falls dies aus äußeren Gründen möglich ist — in ein Krankenhaus aufzunehmen und für die erste Zeit Bettruhe zu verordnen. Der Patient muß während dieser Zeit mit einer gewissen Strenge angehalten werden, von den vorgesetzten Mahlzeiten nichts übrig zu lassen. Man soll keine großen Mengen von Nahrungsmitteln vorsetzen, sondern häufigere, kleine Mahlzeiten, die nach den besonderen Wünschen des Patienten zusammengestellt sind, „anbieten“. Es muß im Einzelfall entschieden werden, ob es besser ist, den Speisezettel mit dem Patienten vorher genau zu besprechen, oder ob man diesen mit dem jeweiligen Menü, das allerdings unter Berücksichtigung seiner besonderen Wünsche zusammengestellt wird, überraschen soll. Häufig ist dieser Weg er-folgversprechender. Nach einigen Wochen, sobald die Gewichtszunahme in Gang gekommen ist, sollen die Patienten leichte körperliche Übungen ausführen (Spazierengehen, Schwimmen; ein idealer Sport ist in dieser Hinsicht Golf), damit als Erfolg der zusätzlichen Kalorienzufuhr nicht nur Fett, sondern auch Muskelgewebe gebildet wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 1964

Authors and Affiliations

  1. 1.I. Medizinischen Universitätsklinik WienWienÖsterreich

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