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Vorbemerkungen und Geschichtliches

  • Peter A. M. Weiss
Chapter
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Zusammenfassung

Der Diabetes mellitus in der Schwangerschaft ist durch die komplizierte Verstrickung pathophysiologischer Vorgänge bei Mutter und Kind gekennzeichnet. Durch die Wechselwirkung der kybernetischen Systeme der Schwangeren und des Foetus bedürfen beide beteiligte einer steten Überwachung, da aus mütterlichem Wohlergehen nicht zwangsläufig ein foetales Wohlergehen abzuleiten ist. Der Diabetes mellitus ist somit eine faszinierende Herausforderung an die betreuenden Ärzte. Erste Berichte über Diabetes und Schwangerschaft liegen rund 170 Jahre zurück (Gabbe 1992). Eine ausführliche Darstellung geschichtlicher Daten ist in einer Übersicht von Heisig (1975) angeführt. Demnach stammt die erste Mitteilung über eine Schwangerschaft bei Diabetes mellitus aus dem Jahr 1824, die einer Dissertation von Bennewitz an der Berliner medizinischen Fakultät entnommen werden kann. In dieser Dissertation wird auch die Kasuistik einer 22jährigen Berlinerin mitgeteilt, bei der im Rahmen ihrer 5. Gravidität die typischen Symptome eines manifesten Diabetes auftraten, nachdem sie in zwei vorangegangenen Schwangerschaften bereits ungewöhnlich große Kinder geboren hatte. Nach Auftreten von Zeichen einer Spätgestose gebar sie ein Kind „als wäre Herkules sein Vater gewesen: robust, gesund und von hohem Gewicht, mit Schultern die so einen Umfang hatten, daß man sie mit den Händen nicht umfassen konnte“.

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© Springer-Verlag/Wien 2002

Authors and Affiliations

  • Peter A. M. Weiss
    • 1
  1. 1.Geburtshilflich-Gynäkologische UniversitätsklinikUniversitätsklinikum GrazÖsterreich

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