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Der Einfluß der Verrieselung von Abwässern der Kartoffelstärkeerzeugung auf die Bodenfauna

  • Herbert Franz
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Part of the Angewandte Pflanzensoziologie book series (PFLANZENSOZ, volume 11)

Zusammenfassung

Im Betriebe der Kartoffelverwertungsgesellschaft in Gmünd fallen bei der Kartoffelstärkeerzeugung sehr große Mengen industrieller Abwässer (bis zu 3200 m3 täglich) an. Nach freundlicher Mitteilung des Werkes sind in 100 Tonnen Abwasser im Durchschnitt 256 kg Stickstoff, 604 kg Kali und 17,3 kg Phosphorsäure enthalten. Diese Mengen können aber nicht als Düngerwert betrachtet werden, da sie durch die Vorbehandlung des Abwassers, die dieses erfährt, bevor es verrieselt oder verregnet wird, eine bedeutende Verminderung erfahren. Diese Vorbehandlung setzt sich nach Angabe des Werkes aus der teilweisen Absetzung organischer Stoffe in zwei hintereinander geschalteten Klärteichen, aus der Belüftung in der Kaskade zwischen den beiden Teichen und aus den Veränderungen bei der Verteilung auf die Rieselflächen zusammen. Das beim Teich I ankommende Abwasser enthält nach Angabe des Werkes nur noch 3.220–6.781 mg/1 Abdampfrückstand bei 105°, wovon 858–1,381 mg/1 als Glührückstand bei 650° zurückbleiben. Auch von diesem Trockensubstanzgehalt geht auf dem Wege bis zur Entnahme aus Teich II noch ein erheblicher Prozentsatz durch Absetzen und Auslaufen verloren; darüber, wie groß dieser Verlust ist, bestehen keine Untersuchungen. Rechnet man, um ein annäherndes Bild über die Düngerwirkung des Abwassers zu gewinnen, mit den zweifellos zu hohen Werten, die am Einfluß in Teich I ermittelt wurden, so sind im Mittel 5.000 mg/1 Abdampfrückstand mit 1.125 mg/1 Glührückstand anzusetzen.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1953

Authors and Affiliations

  • Herbert Franz
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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