Wirkung der Radiumstrahlen

  • Walter Minder

Zusammenfassung

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß in einem beliebigen Medium nur derjenige Anteil einer Strahlung irgend eine Wirkung hervorrufen kann, der beim Durchgang dieser Strahlung in dem Medium zurückgehalten wird. Alle feststellbaren Wirkungen, seien sie elektrischer, chemischer, thermischer oder biologischer Natur, sind demnach mit dem Schwächungsvorgang der Strahlung im beobachteten Medium aufs engste verknüpft. Die Frage, welche der beobachteten Wirkungen bei einer Bestrahlung auftreten, ist zunächst weniger eine solche nach der Art der Strahlung, als vielmehr nach der Reaktionsmöglichkeit des die Strahlung aufnehmenden Objekts. Es ist deshalb der Schwächungsvorgang das Primäre bei allen Strahlenwirkungen und die manifest werdende Wirkung wesentlich eine Frage des schwächenden Objekts. Es darf somit gesagt werden, daß in einem bestrahlten Objekt alle beobachtbaren Reaktionen (Photoeffekt, Lumineszenz, Erwärmung, Ionisation, Anregung zu chemischen Reaktionen) in mehr oder weniger hohem Maße ausgelöst werden, wobei allerdings der die Strahlung schwächende Körper in sehr verschiedenem Maße in der obigen Art auf die Strahlung sichtbar reagiert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1941

Authors and Affiliations

  • Walter Minder
    • 1
  1. 1.Institutes der Bernischen Radiumstiftung in BernSchweiz

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