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Zusammenfassung

Ähnlich wie bei manchen Steinerkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege wurden auch hinsichtlich der Behandlung der Gicht in der letzten Zeit Einwände gegen die bisherigen Anschauungen der Diätetik erhoben. Diese Einwände ergaben sich vor allem aus der Erkenntnis, daß zum mindesten in manchen F’ällen von Gicht eine allergische Komponente (z. B. Allergie gegen bestimmte Weinsorten) von wesentlicher Bedeutung ist. Es wurde daraus geschlossen, daß dem Purinstoffwechsel nur eine sekundäre Bedeutung zukomme, während die primäre Krankheitsursache allergischer Art wäre. Ein weiterer wichtiger Einwand gegen die alte Ansicht, daß man die Ablagerung von Harnsäure durch weitgehende Einschränkung ihrer Zufuhr verhüten könne, ergab sich aus der Erkenntnis, daß die endogene Harnsäurebildung sehr große Bedeutung besitzt. Auch bei purinfreier Kost wird aus einfachen Kohlenstoff und Stickstoffverbindungen Harnsäure gebildet ! Manche Autoren sind der Ansicht, daß zwischen der Harnsäurekonzentration im Blut und deren Ablagerung, bzw. der Auslösung von Gichtanfällen kein sicherer Zusammenhang bestehe.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • Rudolf Wenger
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen Universitätsklinik WienÖsterreich

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