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Über die Wirkung der subarachnoidealen Injektion Lipoid-gelöster Pharmaka auf das zentrale Nervensystem

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Zusammenfassung

In den letzten Jahren hat die Frage der Injizierbarkeit von Lipoidverbindungen in den Subarachnoidealraum erhöhtes Interesse gewonnen, seitdem man die Bedeutung von Jodölverbindungen (Lipojodol, Jodipin) für die röntgenologische Darstellung nicht nur des Sitzes extramedullärer Tumoren, sondern auch der basalen Zisternen und schließlich der Gehirnventrikel erkannt hat; konnte ja Sgalitzer zeigen, daß das aszendierende Lipojodol bzw. Jodipin (spezifisch leichter als Wasser) bis in die Cisterna chiasmatica vordringt und auch in die Gehirnventrikel einzudringen vermag.1 Diese Tatsache erscheint nun nicht nur vorn diagnostischen, sondern auch vom therapeutischen Standpunkt aus recht wichtig, weil damit ein Weg gezeigt scheint, wie man Pharmaka an das Chiasma bzw. die Gehirnoberfläche heranbringen bzw. in die Ventrikel einführen kann. Hiezu müssen aber zwei Bedingungen erfüllt sein. Die injizierten Verbindungen müssen erstens für das Nervengewebe unschädlich sein, sie müssen zweitens relativ leicht resorbiert werden können. Hier wurde zunächst auf Veranlassung von Herrn Dr. Spiegel die erste Frage nach den Einwirkungen der injizierten Verbindungen auf die Nervensubstanz studiert. Bei den Versuchstieren, durchwegs Hunde, wurde unter sterilen Kautelen die Membrana atlantooccipitalis posterior freigelegt und mit der Nadel einer Pravazspritze punktiert, hierauf langsam soviel Liquor angesogen und abgelassen, als man nachher Flüssigkeit injizieren wollte (meist 0,5 bis 1 ccm), weiterhin die zu injizierende Flüssigkeit mit dein angesogenem Liquor in der Spritze durch öfteres Hin- und Herschieben des Stempels gemischt und nachher langsam injiziert.

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Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  1. 1.OsakaJapan
  2. 2.Neurologischen InstitutWiener UniversitätÖsterreich

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