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Pränatale Diagnostik/Medizin. Chancen, Sackgassen und der Diskurs zwischen Eltern, Ärzt/Innen und der Gesellschaft

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Pränataldiagnostik erweitert pränatal Entscheidungsspielräume, die postnatal nicht mehr gegeben sind. Sie ermöglicht auch pränatalmedizinische Interventionen, die für Mutter und Kind Schaden verhindern.

Sie ist aber eingebettet in ein Setting, in dem der Diskurs zwischen Eltern, Ärzt/Innen und der Gesellschaft nicht friktionsfrei verlaufen kann. Es kommt zu einem Shift von Entscheidungen — auf der Basis einer oft idealisierten Fiktion von Autonomie — von den Ärzt/Innen zu den Eltern und von der Gesellschaft zu Pränataldiagnostiker/Innen, wobei dem Prinzip von Fürsorge und Solidarität zunehmend mehr eine Absage erteilt wird.

Es geht um gemeinsame Entscheidungsfindung, gemeinsame Verantwortung und — ethisch gesprochen — um die dialektische Verwobenheit von Autonomie und Fürsorge als Aufgabe aller in diese Entscheidungsprozesse involvierten Personen.

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Leitende Oberärztin für den Bereich Endokrino-logie und ReproduktionsmedizinUniv.Klinik für Frauenheilkunde und Geburts-hilfeSalzburg

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