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Die sprachliche Schichtung der Ubiernamen

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Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (WISSABHAGFO)

Zusammenfassung

Der Methode der Untersuchung der Personennamen nach sprachlichen Schichten liegt die Annahme zugrunde, daß in dem Gesamt-Namenbestand eines Bevölkerungskreises alle die Bedingungen siedlungs- und kulturgeschichtlicher Art nachweisbar sein müssen, die in dem Tun dieser Einwohnerschaft lebendige Spuren hinterlassen haben. Die Annahme ist richtig zu verstehen. Sie setzt eine ausreichend breite Namenkenntnis voraus. Die Aufzählung der Belege dürfte gezeigt haben, daß diese Bedingung für die Ubier im Rahmen des überhaupt zu Erwartenden erfüllt ist. Dabei behauptet sie nicht, daß alles, was sich im Gesamtverlauf der Geschichte in einem bestimmten Gebiet sprachlich abgespielt hat, seine Fortsetzung bis in die geltenden Personennamen (und in die bruchstückhaften Zeugnisse) gefunden haben müsse. Hier können völlige Verschiebungen der Bevölkerung älteste Spuren ausgelöscht haben, selbst wenn diese bei den Gelände-, insbesondere den Gebirgs- und Flußnamen mit ihren z. T. anderen Erhaltungsbedingungen, noch nachweisbar sind. Aber auch ein solch völliger Bruch, d. h. also die Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, eine bestimmte frühe Schicht nachzuweisen, ist ein wichtiger Aufschluß. Vor allem aber ist die Bedeutung, die den aufgewiesenen Namenschichten zukommt, richtig zu verstehen.

Literatur

  1. 21.
    Diese allgemeinen Überlegungen mindern natürlich nicht das Bedauern darüber, daß die Inschriftenpublikationen oft recht sparsam sind mit Hinweisen, die für die Altersbestimmung eines Denkmals wichtig sind. Wenn hier auch die neueren Sammlungen wesentlich über die fast nur auf die Konsulatsdatierungen beschränkten Angaben des CIL hinausgehen, so bleiben doch noch Lücken genug, die im Zusammenhang einer übergreifenden Untersuchung großer Inschriftenbestände nicht ausgefüllt werden können.Google Scholar
  2. 22.
    So erscheinen die sehr summarischen Datierungen, wie sie J. Scharf anwendet, eher irreführend als förderlich.Google Scholar
  3. 23.
    Die für manche Fragen wichtige genaue Aufgliederung der Einzelprägungen ist jederzeit an Hand der Belegliste möglich.Google Scholar
  4. 24.
    W. Schulze, Zur Geschichte lateinischer Eigennamen, 1904.Google Scholar
  5. 25.
    Zur Geschichte lat. Eigennamen, S. 422ff.; die Indices zu den Bänden des CIL haben auch keine ausreichenden Lösungen.Google Scholar
  6. 26.
    Mit zufälligen Homonymien hat man sich auf Schritt und Tritt auseinanderzusetzen (W. Schulze, 343), erst recht bei sprachlich unbestimmterem Gut.Google Scholar
  7. 27.
    Vgl. die o. S. 3 erwähnten Abhandlungen.Google Scholar
  8. 28.
    Vgl. die entsprechenden Untersuchungen o. S. 3.Google Scholar
  9. 29.
    Andere Unterscheidungen, wie die zwischen Individual- und Familiennamen (o. S. 64) u. a. können zunächst zurückgestellt werden.Google Scholar
  10. 30.
    Vgl. Die Namen der Treverer (o. S. 3, Anm.), S. 302ff.Google Scholar
  11. 31.
    Diese Zahlen sind natürlich jeweils aufzuschlüsseln; aber sie können einen ersten Eindruck von Umfang und Struktur des verfügbaren Vergleichmaterials vermitteln.Google Scholar
  12. 32.
    Vgl. für die Belege die o. S. 3 genannten Arbeiten.Google Scholar
  13. 33.
    Vgl. für die Belege und die nur ein- oder zweimal belegten Namenstämme und Formen die genannte Abhandlung S. 302 ff. Da damals keine Namenliste mit Angabe aller Belegstellen gegeben werden konnte, ist die genaue Unterteilung nur umständlich festzustellen.Google Scholar
  14. 34.
    Das gleiche gilt für die Stadt Rom selbst. Der Index CIL VI hat für Iulius rund 2800 Belege; es folgen Aurelius mit rund 2200; Claudius mit rund 2000; Flavius mit 1800; Aelius mit 1400; Valerius mit 1300; Cornelius mit 1200; Ulpius mit 1000 Belegen.Google Scholar
  15. 55.
    Zu gewissen Bedingungen des Auftretens der Zählnamen vgl. Schulze, 48ff.Google Scholar
  16. 36.
    Rhein. Mus. 98, 1955, 225ff.Google Scholar
  17. 37.
    Das Durchgehen einzelner Fundgruppen läßt es doch wahrscheinlich werden, daß die Fülle der lulii auf noch weitere besondere Bedingungen zurückgeht. Wenn in einem deutlich ländlichen Bezirk wie dem von Morken-Harff unter den Verehrern der Matronae Austriahenae rund 30% lulii sind, dann kann das kaum in irgendwelchen Beziehungen zu Bürgerrechtsverleihungen stehen. Der Gesamtbefund weist am ehesten auf amtlichen Einfluß in der Zeit der Landzuweisung an Ubier durch die Römer hin; vgl. die Abhandlung über den Dedikantenkreis der Matronae Austriahenae in den Bonner Jahrbüchern 162, 1962, bes. S. 122ff.Google Scholar
  18. 38.
    Vgl. auch die späteren Darlegungen über Aurelii in Soldateninschriften, S. 355.Google Scholar
  19. 39.
    Die ältesten bekannten Bürger Kölns, Jahrb. d. Köln. Geschichtsvereins, XII, 1930, 164ff. Da aber Valerius in Rom selbst außerordentlich häufig war, ist es kaum angängig, die Kölner Belege allzusehr zusammenzupressen.Google Scholar
  20. 40.
    Vgl. die bei den Namen der Treverer und der Mediomatriker einbezogenen Beobachtungen vor allem von J. B. Keune in den genannten Untersuchungen S. 311 und 261.Google Scholar
  21. 41.
    Vgl. dazu G. Werle, Die ältesten germanischen Personennamen, 1910; M. Schönfeld, Wörterbuch der agerm. Personen- und Völkernamen, 1911; auch S. Gutenbrunner, Die germ. Götternamen der antiken Inschriften, 1936, S. 10ff. u. ö.Google Scholar
  22. 42.
    Vgl. H. Schmitz, Col. Cl. Ara Agr., S. 145.Google Scholar
  23. 43.
    K. H. Schmidt, ZCP, 26, 284.Google Scholar
  24. 44.
    Vgl. Verf., Namen der Treverer, Rhein. Mus. 84, 312. Zu germanischen Ubersetzungs-namen Werle, S. 16 f.Google Scholar
  25. 45.
    Vgl. K. Meisen, Niederland und Oberland, Rhein. Vjbll. 15/16, S. 417ff.Google Scholar
  26. 46.
    Nesselhauf zu N 160 und N-L 149 hat die von P. Joerres, Bonner Jahrb. 100, 1896, 114ff., vorgebrachte Verbindung aufgenommen, nachdem A. Riese, Korr. Bl. Westdt. 2s. 24, 1905, 26, sie als unwahrscheinlich abgelehnt hatte; vgl. auch J. B. Keune bei Röscher, Mythol. Lex. VI, 170. Kaum richtig W. Schulze, 499, Anm.Google Scholar
  27. 47.
    Vgl. zu diesen Problemen Verf., Namen der Treverer, Rhein. Mus. 84, 311, mit Verweisung auf J. B. Keune, H. Krähe, G. Werle u. a. — Für die Anklänge an keltisches Namengut vgl. jetzt das Verzeichnis der in komponierten gallischen Personennamen auftretenden Elemente bei K. H. Schmidt, ZCP, 26, 33ff.Google Scholar
  28. 48.
    Vgl. u. S. 265 u. 355.Google Scholar
  29. 49.
    Vgl. dazu die drei Belege unter den wenig zahlreichen Tungrernamen; Ann. d. Hist. Ver. f. d. Niederrhein 155/56, S. 44f.Google Scholar
  30. 50.
    Zu Publicius, dem üblichen Beinamen für Freigelassene des öffentlichen Dienstes, vgl. Rhein. Vjbll. 18, 1953, 263. — Restitutus könnte im Zusammenhang mit gall. Ategnatos stehen und religiös mitbestimmt sein. — Was steht hinter der Beliebtheit von Acceptus bei den Treverern (T 15: U 5: M 0, vgl. die Verbreitung nach CIL XIII, Index p. 23) ?Google Scholar
  31. 51.
    Vgl. dazu H. Schmitz, CCAA, p. 112ff., 76ff., auch den Abschnitt „Fremde in Köln“ bei F. Fremersdorf, Denkmäler, II, 14ff.Google Scholar
  32. 52.
    Der Name ist unsicher gelesen, H. Schmitz, 97 u. ö., liest Lupulus. Google Scholar
  33. 53.
    Vgl. Leumann-Hoffmann, Lat. Gr., S. 223.Google Scholar
  34. 54.
    Vgl. dazu B. Doer, Die römische Namengebung, bes. S. 74ff.Google Scholar
  35. 55.
    Vgl. M. Bang, Die Germanen im römischen Dienst, 1906, S. 65 ff.Google Scholar
  36. 56.
    Vgl. Verf., „Zu Herkunft und Verbreitung der Namen auf — inius“, erscheint in den Rhein. Vjbll.Google Scholar
  37. 57.
    Vgl. u. S. 155 und 392. Die Vermutung keltischer Bildungsweise, die H. Finke anläßlich des Namens Primio der Inschrift F 290 äußert, ist kaum auf die Mehrzahl der — ion-Bildungen ausdehnbar.Google Scholar
  38. 58.
    Vgl. Rhein. Mus. 84, 310.Google Scholar
  39. 59.
    So H. Schmitz, CCAA, S. 49 u. ö.Google Scholar
  40. 60.
    Vgl. u. S. 330 zu den Kölner Aemilii (Klinkenberg, Jahrb. d. Köln. Gesch.-Vereins XII, 1930, S. 179ff.).Google Scholar
  41. 61.
    Bang, S.79.Google Scholar
  42. 62.
    Vgl. u. S.341.Google Scholar
  43. 63.
    Vgl. u. S. 392.Google Scholar
  44. 64.
    M. Gysseling, Germaans contra Keltisch in Oud-België, Wetenschappelijke Tijdingen XVII, 1957, 102. Manche der Eigentümlichkeiten bei W. Schulze, bes. S. 57ff.Google Scholar
  45. 65.
    Lat. Eigennamen, S. 487ff.Google Scholar
  46. 66.
    Diese germanische Stellung der Ubier wird neuerdings bezweifelt; vgl. Hachmann-Kossack-Kuhn, Völker zwischen Germanen und Kelten, 1962.Google Scholar
  47. 67.
    Leider ist der dort angekündigte Aufsatz „Neue Zeugnisse zur Sprache der Ubier“ nicht erschienen.Google Scholar
  48. 68.
    Vgl. H. Schmitz, CCAA, S. 97.Google Scholar
  49. 69.
    Vgl. Belege und Verbreitungskarte dieses Typs, Ann. d. Histor. Ver. f. d. Niederrhein, Heft 155/56, S. 48ff. u. S. 382.Google Scholar
  50. 70.
    Vgl. dazu W. Schulze, Lat. Eigennamen, 239, s. o. S. 139.Google Scholar
  51. 71.
    XIII 7300 (Mainz-Kastel); dazu ein Xantener Prätorianer (?), vgl. Bonner Jahrbücher 154, 119; zu den italischen Belegen s. Schulze und Index CIL VI (8mal).Google Scholar
  52. 72.
    Vgl. dazu Schulze, Lat. Eigennamen, 266, 424, o. S. 139.Google Scholar
  53. 73.
    Der Index XIII nimmt den aus 8110 entnommenen Namen nicht auf.Google Scholar
  54. 74.
    Vgl. S. Gutenbrunner, Germ. Götternamen, S. 15 u. ö., bes. 187.Google Scholar
  55. 75.
    Vgl. D. Detschew, Die thrakischen Sprachreste, 1957.Google Scholar
  56. 76.
    Gutenbrunner, 10. Das folgende Pla[könnte auf illyr. Plator weisen.Google Scholar
  57. 77.
    Vgl. Gutenbrunner, 11; etrusk. Ferven(n)ius (Schulze, 165 und 191) liegt zu weit ab.Google Scholar
  58. 78.
    Gutenbrunner, 11: aisl. prapr „schwatzhafter Mensch“.Google Scholar
  59. 79.
    Vgl. Gutenbrunner, 10 und 43f., mit Verweis auf Much gegen Schönfeld.Google Scholar
  60. 80.
    Wie Gutenbrunner, 15 u. 181, im Grunde ansetzt (zu germ, léhá „Sau“ = mlat. kfd). Google Scholar
  61. 81.
    Beispiele für die Schreibungen bei Schönfeld, XXII, und Gutenbrunner, 15 fGoogle Scholar
  62. 82.
    Hoops, Festschrift Paul 1902, Werle, S.42; Oxé Festschrift. Krefeld 1935, S. 176; Schönfeld, 282, zurückhaltend.Google Scholar
  63. 83.
    Vgl. Gutenbrunner, Germ. Götternamen, bes. S. 134ff.Google Scholar
  64. 84.
    So im Index XIII, p. 5.Google Scholar
  65. 85.
    Vgl. Gutenbrunner, 137, mit kritischer Auswertung von Grienbergers Argumenten und Beispielen wie Mahestinus. Google Scholar
  66. 86.
    Belege bei Schönfeld, XXIIf., Gutenbrunner, 16 u. ö.Google Scholar
  67. 87.
    Die keltisch-germanischen Namengleichungen, Corolla Lingüistica, Festschrift Sommer, 1955, S. 205; vgl. aber auch Gutenbrunner, 158; K. H. Schmidt, ZCP, 26, 160.Google Scholar
  68. 88.
    So Schönfeld, 124f., vom Germanischen aus, während Holder, 1, 2048, vom Keltischen aus ans Germanische denkt.Google Scholar
  69. 90.
    Nichts damit zu tun hat Caldonius, Schulze, 139, 219. Caldus als Cognomen (= calidus; Schulze, 138) kommt in CIL XIII nicht vor, so wie aller römisch-mittelländische Import das eigentümliche Nebeneinander Hald-/Cald- nicht erklären kann.Google Scholar
  70. 91.
    Vgl. dazu die durchstrichenen D und S-Zeichen bei G. Dottin, La langue Gauloise, S. 48.Google Scholar
  71. 92.
    Dagegen für die Götternamen etliche Beispiele: Hludena, Audrihenae, Halamardus, vgl. S. Gutenbrunner s. v.Google Scholar
  72. 93.
    Germ. Götternamen, S. 15; vgl. auch Schönfeld, S. XXII.Google Scholar
  73. 94.
    Wobei aber zu beachten ist, daß die Tenues von catu- unverschoben auftreten auch in ersten Kompositionsgliedern von Namen, in denen das zweite Kompositionsglied germanische Lautung zeigt: Catvalda (A. Scherer, a.a.O., S. 207); auch spät finden sich Namen mit Cathu-, vgl. Verf., Deutsch als Volksname, S. 36 und 173.Google Scholar
  74. 95.
    Gutenbrunner, 44, nach Much, 81 ff.; es kommen an weiteren Belegen Friagabis, Freio, Freioverus hinzu; auch Friomathina NL 188; inzwischen ist ein weiterer Friatto aus Bonn zu vermelden, BJ 161, 99.Google Scholar
  75. 96.
    Much, 31, vgl. Gutenbrunner, 66.Google Scholar
  76. 97.
    Pokorny bei Gutenbrunner, 249; auch K. H. Schmidt, ZCP, 26, hat nichts aus demGoogle Scholar
  77. Keltischen.Google Scholar
  78. 98.
    Vgl. die Zusammenstellungen und Verbreitungskarten in der Anm. 69 genannten Untersuchung über die Namen der Germani cisrhenani.Google Scholar
  79. 99.
    Zu dem Beispiel Vaerattius 12018 ist anzumerken, daß die Lesung nicht sicher ist. Gutenbrunner, 181, entscheidet sich mit Lehner, 362, für Erattius, der Index XIII hat Vaeratius, der Stein spricht für Vaerattius; das Problem bleibt das gleiche. Sonst findet sich Verattius nicht zufällig noch einmal im Nerviergebiet XIII3586. Die Abgrenzung gegen Veratius (CIL XIII 7 Belege, CIL VI etwa 50; vgl. Schulze, 379) ist schwierig; doch würde auch letzteres die Einwirkung starker Paenultima-Beto-nung in charakteristischer Lagerung erfahren haben.Google Scholar
  80. 100.
    Der Name des Flötenspielers Sidonius aus Köln hat nichts damit zu tun.Google Scholar
  81. 101.
    Gutenbrunner, S. 10 und 13.Google Scholar
  82. 102.
    Vgl. die Inschriften N 245ff.Google Scholar
  83. 103.
    Dazu meine Behandlung des Dedikantenkreises der Matronae Austriahenae, Bonner Jb. 162, 1963, bes. S. 116ff.Google Scholar
  84. 104.
    Die genaue Sammlung und Auswertung der zugehörigen Belege kann hier nicht gegeben werden. Das Rohmaterial bei Holder, Altcelt. Sprachschatz, III, 6 und 33, muß noch ebenso vermehrt wie gesichtet werden. Einen zweiten Beleg für Pattua verzeichnet N-L 124 aus dem Kreis Pforzheim. Aus dem Tungrer-Gebiet stammt Madicua, aus dem Treverergebiet Daguus usw.; aber eine Verbreitungskarte müßte noch erarbeitet werden.Google Scholar
  85. 105.
    Bis zur oberen Loire zu gehen, wie Gutenbrunner, 105, wenn auch mit Reserve, vorschlägt, ist nach dem Gesamtbefund nicht ratsam.Google Scholar
  86. 106.
    Es müssen auch die Bildungen auf — en(i)us herangezogen werden, vgl. u. S. 384.Google Scholar
  87. 107.
    So Finke zu Nr. 290.Google Scholar
  88. 108.
    Siehe u. S. 159.Google Scholar
  89. 109.
    Eine unsinnig ausgeweitete Liste ‚germanischer‘ Namen bringt J. Scharf, Studien zur Bevölkerungsgeschichte der Rheinlande auf epigraphischer Grundlage, 1938, S. 137f. Es ist schade, daß diese, dem Thema nach unserem Vorhaben am nächsten stehende Schrift so voreingenommen urteilt, daß selbst die vertretbaren Annahmen dadurch eher diskreditiert werden.Google Scholar
  90. 110.
    Die Bedenken, die W. Kaspers, Beitr. z. Namenforschung 8, 1957, 289ff., gegen unmittelbare Folgerungen von dem Auftreten dieser Endungen auf den sprachlichen Charakter der Namen selbst vorbringt, treffen nicht die hier gezogene Schlußfolgerung, daß das Auftreten germ. Flexionsformen als solches ein einwandfreier Beweis für das Bestehen entsprechender sprachlicher Voraussetzungen ist.Google Scholar
  91. 111.
    Am auffälligsten ist die Diskrepanz auf Matronendenkmälern wie XIII 7892 (Rö-dingen), wo den in Namen und Flexion germanischen Vatvims von einem ‚farblosen‘ T. lulius Vitalis ein Weihestein gewidmet wird.Google Scholar
  92. 112.
    Die Spuren eines germ. *Iaub- sind sehr schwach; vgl. E. Schröder, Deutsche Namenkunde, S. 66f.; doch s. Kluge-Mitzka Etym. Wb.17 s. v.Google Scholar
  93. 113.
    Das umfangreiche Verzeichnis von K. H. Schmidt, Die Komposition in gallischen Personennamen, Zeitschr. f. celt. Philol. 26, 1957, hat keinen einzigen Beleg dafür. Pokorny bei Gutenbrunner, S. 250, spricht von dem Fehlen dieser Wurzel im Keltischen insgesamt.Google Scholar
  94. 114.
    Vgl. Ann. d. Hist. Ver. f. d. Niederrhein, 155/56, S. 45.Google Scholar
  95. 115.
    Vgl. S. 148 und 152.Google Scholar
  96. 116.
    Vgl. die S. 167, Anm. 114, angeführte Abhandlung mit einer Verbreitungskarte aller Belege, u. S. 378.Google Scholar
  97. 117.
    Vgl. die matronae Andrusteihiae XIII 7995 u. ä.Google Scholar
  98. 118.
    Vgl. zu diesen auch durch Fluß-, Stammes- und Siedlungsnamen nahegelegten Überlegungen meine „Erläuterungen zur Karte der römerzeitlich bezeugten rheinischen Namen“ Rhein. Vjbll., 23, 1958, bes. S. 46ff.Google Scholar
  99. 119.
    Vgl. die räumliche Aufgliederung bei H. Schmitz (o. S. 7).Google Scholar
  100. 120.
    Wir ziehen dieses Beispiel heran, obwohl sein Bestand an Personennamen noch nicht in die vorliegende Untersuchung eingearbeitet ist, vgl. o. S. 12. Aber der Fund von 1958 hat die bisher geschlossenste Namenmasse im engeren ländlichen Ubiergebiet erbracht.Google Scholar
  101. 121.
    Vgl. meine Untersuchung über ‚das Namengut der Germani cisrhenani‘ (Lit.-Verz.) mit den dort angeführten Arbeiten von Cramer, Much, van de Weerd u. a.; ferner ‚Erlauterungen‘ (Lit.-Verz.), passim.Google Scholar
  102. 121.
    a Vgl. zu diesen Fragen P. Marchot, Sur le repeuplement de l’Eburonie. Zeitschr. f. rom. Philol. 48, 1928, S. 350ff.; ders., Sur le repeuplement du pays aduatique (Rev. belge de philol. et d’ist. 8, 1929, 5 ff.).Google Scholar
  103. 122.
    Vgl. neuerdings die Untersuchung von K. H. Schmidt über ‚Die Komposition in gallischen Personennamen‘, Zeitschr. f. celt. Philol. 26, 1957, S. 33ff., mit einem alphabetischen Verzeichnis aller in diesen Komposita auftretenden Namenselemente (zitiert als Schmidt).Google Scholar
  104. 123.
    Im Vergleich mit den germanischen Namen ist zu sagen, daß der Anteil Kölns an den germanischen Namen unter einem Drittel bleibt.Google Scholar
  105. 124.
    Man müßte in die Karte der Fundorte von Matronensteinen im Geschichtlichen Handatlas der deutschen Länder am Rhein, 1950, 10 b (vgl. auch M. Zender, Rhein. Vjbll. 10, 1940, S. 164) die Ergebnisse der sprachlichen Deutung einzeichnen. Trotz der größeren Beweglichkeit von Kulten würde das Bild Aufschlußwert besitzen, auch in dem Sinne, daß hier offenbar im Zusammentreffen germanischer und keltischer Anstöße sich etwas herausgebildet hat, was nicht mehr im Sinne von Schichten, sondern eher im Sinne von ‚Einschlägen‘ zu verstehen ist.Google Scholar
  106. 125.
    Vgl. für die Mediomatriker Rhein. Vjbll. 18, 265; für die Treverer Rhein. Mus. 84, 315.Google Scholar
  107. 126.
    Seine Weihung gilt Herculi et genio loci; der Vatername im Genitiv spricht für örtliche Bindungen; der Namenstamm Bell- setzt sich in Godesberg und Bonn, Gimio im südlich angrenzenden Treverergebiet fort, s. o. S. 174 u. 176.Google Scholar
  108. 127.
    Vgl. auch A. Bach, Deutsche Namenkunde, II, § 197 u. ö.Google Scholar
  109. 128.
    Vgl. bes. ‚Die Treverer zwischen Germanen und Kelten‘ (Trierer Zeitschr. 22, 1954, bes. S. 6ff. mit Karte).Google Scholar
  110. 129.
    Vgl. die Karte Ann. d. Histor. Ver. f. d. Niederrhein, 155/56, S. 51 u. S. 382.Google Scholar
  111. 130.
    Die Formen gehören zu dem bereits für das Gallische nachgewiesenen Stamm von kymr. tad ‚Vater‘. Ein vierter ubischer Beleg ist zweifelhaft; selbst wenn die bei Schmidt, 276, vorgeschlagene Ergänzung von XIII 8119 zu T]atuga[nius richtig ist, gilt das Zeugnis nicht für Bonn, sondern für den Fundort der Inschrift, nämlich Kirn.Google Scholar
  112. 131.
    Rhein. Mus. 84, 305 und 312.Google Scholar
  113. 132.
    Ann. d. hist. Ver. f. d. Niederrhein, 155/56, S. 45.Google Scholar
  114. 133.
    Vgl. dazu meine Bemerkungen ‚Sprache der Festlandkelten‘, 20. Ber. d. Röm. Germ. Komu f. 1930, S. 184f., und die Belege aus dem Trevererraum, Rhein. Mus. 84, S. 349 und 357. — Die Umsetzungen, die lateinisch-christliche Lehnwörter im Britannischen bei der Weitergabe an die Iren erfahren (ir. cruimther nach altkymrisch premier aus lat. presbyter), zeigen solche Möglichkeiten.Google Scholar
  115. 134.
    J. Klinkenberg, Bonner Jahrbücher 108, 1902, S. 86.Google Scholar
  116. 135.
    Vgl. zuletzt H. Schmitz, CCAA, S. 81 ff.Google Scholar
  117. 136.
    Vgl. dazu auch H. Schmitz, a.a.O., Fremersdorf, Denk, II.Google Scholar
  118. 137.
    Zu Einzelheiten vgl. H. Schmitz, CCAA, S. 87 ff.Google Scholar
  119. 138.
    Vgl. Finke zu 290.Google Scholar
  120. 139.
    Vgl. K. H. Schmidt s. v.Google Scholar
  121. 140.
    Vgl. zu diesen Fragen meine Abhandlung über den Dedikantenkreis der Matronae Austriahenae, Bonner Jb. 162, 1963, 107, bes. S. 129 ff.Google Scholar
  122. 141.
    Bella, nach einem Fund vom April 1963 in Köln bezeugt, ist eine Remerin des 1. Jh. Der Kölner Bellator wird auch im Namenstamm importiert sein.Google Scholar
  123. 142.
    Zum Material, Schmidt, S. 270 f.Google Scholar
  124. 143.
    Die Lesung Gutenbrunners, S. 210, würde für F 285 einen Sammo ergeben, der sehr gut zu den keltischen Sawo-Namen passen würde. Doch ist in der Publikation bei Finke kaum ein Ansatz zu dieser Lesung zu finden.Google Scholar
  125. 144.
    Die methodischen Besonderheiten der Schriftstellerzeugnisse übergehen wir.Google Scholar
  126. 145.
    Vgl. die Beispiele im Index XIII, p. 174.Google Scholar
  127. 146.
    Die angeführten Namen vom Typ Bouda, Touta usw. haben durchweg echten Diphthongen keltischer Wurzel.Google Scholar
  128. 147.
    Vgl. besonders H. Krahe, Lexikon altillyrischer Personennamen, 1929 und zahlreiche Arbeiten aus seiner Schule. Dazu J. Untermann, Die venetischen Personennamen, 1961; ders., Namenlandschaften im alten Oberitalien; entsprechende Arbeiten für etruskisch beeinflusste Gebiete von H. Rix. Insgesamt hat man den Eindruck, als ob die Namenforschung für die Gebiete des östlichen Oberitaliens, Dalmatiens, Pannoniens wesentlich weiter geführt und ausgewertet würde als für die rheinischen Gebiete; vgl. die bei F. Lochner-Hüttenbach, S. 42, gegebenen Hinweise.Google Scholar
  129. 148.
    So bei M. Schönfeld, Wb. d. altgerm. Personen- und Völkernamen, 1911, s. v.Google Scholar
  130. 149.
    Bd. I-III, Leipzig 1896ÍF.Google Scholar
  131. 150.
    Vgl. L. Weisgerber, Die Sprache der Festlandkelten, 20. Ber. d. Rom. Germ. Komm. 1931.Google Scholar
  132. 151.
    Die Liste der cives fremder Gemeinden für Köln zuletzt bei Schmitz, CCAA, 79ff., zusammen mit den entsprechenden Soldatensteinen; vgl. auch F. Fremersdorf, II. — Für das umstrittene Moritex XIII 8164a vgl. die Liste der Freigelassenen.Google Scholar
  133. 152.
    Zu den Meinungsverschiedenheiten über das Wort moritex vgl. H. Schmitz, CCAA, S. 129.Google Scholar
  134. 153.
    Vgl. H. Schmitz, CCAA, S. 185 ff.Google Scholar
  135. 154.
    So rechnet Finke zu 295 den nummularius M. Varenius Hermes auf Grund seines Cognomens zu den Freigelassenen; doch vgl. die Varenit in Lyon XIII 2037 u. S. 251; H. Schmitz, CCAA, 167.Google Scholar
  136. 155.
    Die Verweise auf servi im Index XIII, p. 201, sind nicht vollständig.Google Scholar
  137. 156.
    H. Schmitz, CCAA, 115.Google Scholar
  138. 157.
    Es zeigt sich immer mehr, daß die in den Bonner Jahrb. 162, S. 116ff., angeschnittene Untersuchung dieser — ua-Bildungen ziemliche Kreise zieht. Sie bedarf einer ausführlichen Sonderbehandlung, vgl. noch u. S. 379.Google Scholar
  139. 158.
    Siehe Ann. d. Hist. Ver. f. d. Niederrhein, Heft 155/56, S. 57, u. S. 377.Google Scholar
  140. 159.
    Vgl. zu pusinna und Reburrus die in der vorangehenden Anmerkung genannte Abhandlung S. 55.Google Scholar
  141. 160.
    Vgl. die Karte in der genannten Abhandlung S. 51 (u. S. 378) mit Belegsammlung.Google Scholar
  142. 161.
    Einzelheiten in meiner Untersuchung ‚Der Dedikantenkreis der Matronae Austriahenae‘, Bonner Jahrb. 162, S. 119 und 132ff. Vgl. weiter u. S. 384.Google Scholar
  143. 162.
    Für eine methodisch noch etwas weiter geführte Untersuchung eines solchen Namenkreises vgl. meine Behandlung der hier noch nicht einbezogenen 81 Personennamen der Verehrer der Matronae Austriahenae in Morken-Harff in den Bonner Jahrbüchern 162, S. 107ff.Google Scholar
  144. 163.
    CIL XIII, 2, 506.Google Scholar
  145. 164.
    Vgl. etwa zu der germanischen Liste o. S. 144.Google Scholar
  146. 165.
    Genauere Angaben in dem Abschnitt Christiana und der Kennzeichnung christlicher Namen, die die Indices zu den o. S. 13 f. genannten Inschriftensammlungen aufweisen. In die weitere Verarbeitung hineingestellt in den besonderen Untersuchungen über das frühe Christentum in den Rheinlanden, vgl. das Schrifttumverzeichnis. — Zu den frühchristlichen rheinischen Namen auch E. Ewig, Trier, 28 ff.Google Scholar
  147. 166.
    Vgl. W. Neuß, Anfänge des Christentums, S. 81; zur jüngeren Diskussion H. Schmitz, S. 259.Google Scholar
  148. 167.
    Vgl. als letzte Zusammenfassung den Katalog der Ausstellung des Rheinischen Landesmuseums Bonn ‚Kirche und Burg in der Archäologie des Rheinlandes‘, 1962.Google Scholar
  149. 168.
    W. Bader, St. Quirinus zu Neuß, 1955 und 1965; H. von Petrikovits, Novaesium, Führer des Rheinischen Landesmuseums zu Bonn anläßlich der Ausstellung ‚Das römische Neuß‘, 1957. Ein merkwürdiges Zusammentreffen ist es, daß der einzigeGoogle Scholar
  150. römerzeitliche Inschriftenbeleg der gallisch-germanischen Provinzen für den Namen Quirina (XIII 8559) aus Neuß stammt; Quirinus selbst ist auch nur einmal belegt (XIII 429 in Aquitanien); Quirinalis (XIII11083) stammt aus Bourges und gehört in anderen Zusammenhang.Google Scholar
  151. 169.
    Zu den Namen der Ursula-Jungfrauen vgl. auch H. Schmitz, S. 262.Google Scholar
  152. 170.
    B. Doer, Die römische Namengebung, 1937, S. 184ff.; H. Schmitz, S. 258.Google Scholar
  153. 171.
    Vgl. o. S. 177 und Bonner Jahrb. 154, S. 102, 121 f. und 128; seither H. Lieb zu N-L 52 Mallusius (Solothurn).Google Scholar
  154. 172.
    Zu dem viel behandelten Problem vgl. D. van Berchem, Le martyre de la légion thébaine, 1956; s. auch u. S. 289.Google Scholar
  155. 173.
    Es mag aber doch vermerkt werden, daß für spätere Zeiten das genannte Dreieck mit einer gewissen kulturellen Bedeutung wiederkehrt; vgl. R. Schützeichel, Köln und das Niederland, S. 10. Dazu jetzt Chr. B. Rüger, o. S. 8.Google Scholar
  156. 174.
    Bell. Gall. VI, 34ff.Google Scholar
  157. 175.
    Zur Geographie der Matronen-Kultstätten vgl. vor allem S. Gutenbrunner (Lit.-Verz.).Google Scholar
  158. 176.
    Vgl. Ritterling-Stein, S. 1ff. Zur Diskussion H. von Petrikovits, Rheinl., 16.Google Scholar
  159. 177.
    Die Angabe bei Strabo wird mit Recht (so wiederholt bei H. Schmitz) dahin präzisiert, daß es sich um einen allmählichen Ausbau der schon von Caesar eingeleiteten Verbindung handelte, und daß für die Umsiedlung auf das linke Rheinufer wohl eine längere Zeit (mindestens von Caesar bis 19 v. Chr.) anzusetzen ist.Google Scholar
  160. 178.
    Stein-Ritterling, S. 31.Google Scholar
  161. 179.
    Befehlshaber des Sechslegionenheeres waren u. a. L. Dominus Ahenobarbus, M. Vinicius, C. Sentius Saturninus, P. Quinctilius Varus, Stein, S. 25.Google Scholar
  162. 180.
    Stein, Röm. Beamte, S. 23 f.Google Scholar
  163. 181.
    Zu den wechselnden Namen des letzteren vgl. Prosopographia Romana 2II, 226.Google Scholar
  164. 182.
    Vgl. Stein-Ritterling, S. 97f.; über den Anteil der Bevölkerung und die Rolle, die das im Marstempel zu Köln aufbewahrte Schwert Caesars spielte, vgl. H. Schmitz, I, 147ff.Google Scholar
  165. 183.
    Einige auch für den Gang der Romanisierung wichtige Einzelheiten hebt H. Schmitz, I, 149ff., heraus.Google Scholar
  166. 184.
    Vgl. dazu H. von Petrikovits, Das römische Rheinland, 1960, S. 35ff.Google Scholar
  167. 185.
    Vgl L. Wirtz, Franken und Alamannen in den Rheinlanden bis zum Jahre 496, BJ 122, 1912, S. 170ff. — Fr. Steinbach, Das Frankenreich, Hb. d. deutschen Geschichte, hg. v. L. Just, Bd. I, Abschn. 2,19.Google Scholar
  168. 186.
    G. Eimer, Die Münzprägungen der gallischen Kaiser in Köln, Trier und Mailand, BJ 146, 1941, S. 1ff. Zum Ganzen H. Schmitz, CCAA, S. 207 ff., O. Doppelfeld, 1956.Google Scholar
  169. 187.
    H. Schmitz, CCAA, 218; die beiden gelöschten Konsulnamen der Inschrift N 201 sind also einzubeziehen.Google Scholar
  170. 188.
    Vgl. die Belege im CIL XIII (Index p. 65 f.).Google Scholar
  171. 189.
    Fasti des römischen Deutschland unter dem Prinzipat von E. Ritterling, mit Beiträgen von E. Groag, hg. von E. Stein, Wien 1932, bes. S. 45ff.Google Scholar
  172. 190.
    Doch könnte als Beleg dafür kaum der (etwas anders gelagerte) Fall herangezogen werden, in dem E. Groag, a.a.O., S. 101, vermutet, daß der Name des Cornelius Tacitus aus seiner Prokuratorenzeit in dem Beinamen des Matronenverehrers Corn(elius) Veru[s].. Tacitus aus Pattern (XIII 7862) fortlebe.Google Scholar
  173. 191.
    Da hier nicht auf Einzelheiten der römischen Heeresgeschichte einzugehen ist, sei für die sachlichen Angaben über Verwaltung, Truppenteile und Truppenstandorte ein für allemal verwiesen auf E. Ritterling-E. Stein, Die kaiserlichen Beamten und Truppenkörper im römischen Deutschland unter dem Prinzipat, Wien 1932, sowie auf K. Kraft, Zur Rekrutierung der Alen und Kohorten an Rhein und Donau, Bern 1951.Google Scholar
  174. 191.
    a M. Bang, Die Germanen im römischen Dienst, S. 81 f.Google Scholar
  175. 192.
    Vgl außer den o. S. 13 f. genannten Arbeiten von Stein-Ritterling und K. Kraft noch W. Wagner, Die Dislokation der römischen Auxiliarformationen in den Provinzen Noricum, Pannonien, Moesien und Dakien von Augustus bis Gallienus, 1938.Google Scholar
  176. 193.
    Doch vgl. S. Gutenbrunner, Die germ. Götternamen, 1936, S. 146.Google Scholar
  177. 194.
    Hinweis v. Petrikovits s. CIL XII 2234.Google Scholar
  178. 195.
    Für alle näheren Angaben vgl. Ritterling, Realencyclopädie, XII, Sp. 1376–1380; Stein-Ritterling, Die kaiserlichen Beamten und Truppenkörper..., S. 91 ff.; CIL XIII, pars VI, S. 1 ff., Index XIII, S. 82; Riese, Nr. 451 ff.; M. Siebourg, Lit.-Verz.Google Scholar
  179. 196.
    Vgl. F 274; Ritterling-Stein, 123.Google Scholar
  180. 197.
    Rheinische Vierteljahrsblätter 20, 1955, S. 192ff.Google Scholar
  181. 198.
    Es wäre zu hoffen, daß im Zusammenhang mit den seit 1959 laufenden Ausgrabungen in den letzten (jetzt der Bebauung verfallenden) freien Teilen des Bonner Legionslagers die Unterlagen geschaffen werden, um einmal den Gesamtkomplex einer römischen Legion durchzuarbeiten — wobei der Wunsch doppelt drängend wird, daß mindestens ein Stückchen dieser historischen Stätte zu einem dauerhaften Erinnerungszeichen ausgestaltet wird. [Korr.-Note: Diese Hoffnung hat sich inzwischen als illusorisch erwiesen.]Google Scholar
  182. 399.
    Vgl. E. Groag bei Ritterling-Stein, Fasti, S. 68, 95 f. u. ö.Google Scholar
  183. 200.
    Zum Umfang des Lagerterritoriums vgl. H. von Petrikovits, o. S. 7.Google Scholar
  184. 201.
    Rhein. Vjbll. 20, 199.Google Scholar
  185. 202.
    Vgl. Rhein. Vjbll. 20, 200f.Google Scholar
  186. 203.
    Vgl. Bonner Jahrbuch 154, S. 127.Google Scholar
  187. 204.
    Rhein. Vjbll. 20, 202ff.; dazu jetzt N-L 254.Google Scholar
  188. 205.
    Vgl. die Untersuchung der—inius-Bildungen u. S. 386.Google Scholar
  189. 206.
    Vgl. Index zu CIL VI.Google Scholar
  190. 207.
    Siehe Rhein. Vjbll. 20, 209 und o. S. 289.Google Scholar
  191. 208.
    Vgl. die Belege Rhein. Vjbll. 20, 206ff.Google Scholar
  192. 209.
    Vgl. dazu G. Forni, Reclutamento, 87, und K. Kraft, Rekrutierung, 53 ff.Google Scholar
  193. 210.
    Vgl. die Namen in der Liste Rhein. Vjbll 20, 206ff.Google Scholar
  194. 211.
    Vgl. dazu K. Kraft, Rekrutierung, S. 74.Google Scholar
  195. 212.
    Über die Verleihung von latinischem und römischem Bürgerrecht in den rheinischen Provinzen vgl. Stein-Ritterling, S. 7. Zu den Agrippinenses vgl. u. S. 342.Google Scholar
  196. 213.
    Zur Verleihung der Civität an peregrine Anhörige von Auxiliarformationen s. vor allem jetzt K. Kraft, Rekrutierung, S. 106ff. Zur Praxis in den Legionen die bei Stein, Kaiserl. Beamte, S. 7, angeführte Literatur.Google Scholar
  197. 214.
    Stein, a.a.O., 7f.,108f.Google Scholar
  198. 215.
    Es scheinen hier noch eingehendere Untersuchungen nötig zu sein; die Kriterien, nach denen K. Kraft, S. 70ff., von den Namen aus entscheiden will, ob die Träger Peregrine oder Inhaber latinischen Rechts oder schließlich römische Bürger waren, brauchen nicht unmittelbar alle Fälle zu treffen; sie würden aber generell zu der Folgerung führen, daß Verschiebungen des Status, wie sie gerade im Zusammenhang mit dem Heeresdienst häufig eintraten, entsprechende Namensänderungen nach sich zogen.Google Scholar
  199. 216.
    Zuletzt K. Kraft, a.a.O., S. 70ff.Google Scholar
  200. 217.
    K. Kraft, a.a.O., S. 127, auch mit der Erörterung von Sonderfällen.Google Scholar
  201. 218.
    Stein, Kaiserl. Beamte und Truppenkörper, S. 109 f.Google Scholar
  202. 219.
    ‚Zentraler Reichspolizeichef‘, Stein, S. 85.Google Scholar
  203. 220.
    Die Belege in der Liste Rhein. Vjbll. 20, 206ff.Google Scholar
  204. 221.
    Die etwas undurchsichtige Geschichte der Bronzetafel CIL XIII 8053, gefunden angeblich in Mainz, der Herkunft nach aber sicher in die Germania inferior gehörig, sollte wegen der Einordnung der immerhin neun dort genannten Minervier noch genauer untersucht werden. Sie gilt als Dedikationstafel, vgl. CIL.Google Scholar
  205. 222.
    Wenn auch noch Fragen genug anschließen, vor allem für die Unterscheidung von echten Grabsteinen und Denksteinen (teils zu Lebzeiten, teils an anderen Orten gesetzt) und die Einstellung zum Toten, die sich aus dem Text ergibt.Google Scholar
  206. 223.
    Vgl. zur Herkunft der Ärzte und Sanitäter Kraft, 20 f.Google Scholar
  207. 224.
    Vgl. H. Lehner, Bonner Jahrb. 135, 1930ff.; die Inschriften auch bei N 145–212, 214–218.Google Scholar
  208. 225.
    Vgl. S. Gutenbrunner, Die germ. Götternamen, S. 123 und 130.Google Scholar
  209. 226.
    Gutenbrunner, S. 159fF.Google Scholar
  210. 227.
    N 186–195.Google Scholar
  211. 228.
    Zeitschr. f. celtische Philol. 20, 391.Google Scholar
  212. 229.
    Vgl. die Belege Rhein. Vjbll. 20, 206ff., dazu die Hinweise auf die — inius-Bildungen u. S. 386.Google Scholar
  213. 230.
    Vgl. Stein, Kaiserl. Beamte und Truppenkörper, S. 274 ff.; Fiebiger REIH 2645 f.; zur Geschichte der Flotte insgesamt L. Wickert, Die Flotte der römischen Kaiserzeit, Würzburger Jahrb. IV, 1949, 100ff.Google Scholar
  214. 231.
    Tac. hist., I, 58; vgl. Bang, 77.Google Scholar
  215. 232.
    H. Schmitz, CCAA, S. 76.Google Scholar
  216. 233.
    Die Belege bei R. St., Fasti, S. 131 ff. Zur Pertmax-lnschtift Kolbe, BJb. 162, 407ff.Google Scholar
  217. 234.
    H. Schmitz, pass., L. Wickert, a.a.O.Google Scholar
  218. 235.
    Für außerhalb von CIL XIII inschriftlich bezeugte Angehörige der dassis Germanica vgl. Stein, Kaiserl. Beamte, 274 ff. Die beiden oben genannten Praefekten M. Manlius Felix (III 726) und M. Pomponius Vitellianus (VIII 9327) kennen wir aus späteren Stationen. In Arles (XII 681) ist dem emeritierten Trierarch L. Domit. Domitianus von Cocceia Valentina der Grabstein gesetzt. Aus Arsoli (Année épigr. 1899, Nr. 97) stammt der Stein eines Flottensoldaten mit rein thrakischem Namen.Google Scholar
  219. 236.
    Wobei unsicher ist, ob in Provincialis eine Herkunftsangabe (Provincia Narbonensis) steckt; jedenfalls verzeichnet der Index XIII Provincialis auch mehrfach als Cognomen.Google Scholar
  220. 237.
    Vgl. nach H. Nissen M. Bang, Die Germanen im römischen Heer, 1906; A. Riese, Das rheinische Germanien in den antiken Inschriften, 1914, Nr. 2270ff., 2361 ff.; H. Schmitz, Col. Cl. Ara Agripp., S. 62ff., und W. Binsfeld.Google Scholar
  221. 238.
    Der Name eines achten (VI 8805) ist verloren.Google Scholar
  222. 239.
    Zur Stellung der corpore custodes, der Germant Germankiani usw., vgl. Bang, 63 ff. und 70. Aus der Zeit, in der man diese durchweg für Sklaven hielt, stammt wohl die öfters anzutreffende Notiz über einen ubischen Sklaven; es handelt sich um Bassus VI 4337.Google Scholar
  223. 240.
    Siehe Ritterling-Stein, Fasti, 142 und 151.Google Scholar
  224. 241.
    Tac. hist., IV, 18 und 28; vgl. Bang, 41; Stein, Kais. Beamte, 221.Google Scholar
  225. 242.
    Claudia als (Tribus oder) Heimatangabe? Zu Cocceius vgl. auch VI 3311, o. S. 56, unter Ulpius Victor (Erbe eines Kölners); vgl. den Veteran der ala Noric. (100 n. Chr.) 8243, o. S. 291; Cocceia XII 681, o. S. 333; weiter N 153, o. S. 304.Google Scholar
  226. 243.
    Die kaiserl. Beamten und Truppenkörper, S. 260ff.Google Scholar
  227. 244.
    Vgl. neuerdings W. Schmitz, CCAA, S. 62 ff., und vor allem W. Binsfeld, vgl. Lit.-Verz.Google Scholar
  228. 245.
    Einzelheiten bei H. Schmitz bes. S. 57f.Google Scholar
  229. 246.
    Vgl. zu den dahinterstehenden Verschiebungen und Problemen H. Schmitz, CCAA, S. 62; jetzt vor allem W. Binsfeld.Google Scholar
  230. 247.
    Bang, S. 81 f., andere denken an die leg. V oder eine Auxiliarformation, aber welche ?Google Scholar
  231. 248.
    Kraft, S. 198.Google Scholar
  232. 249.
    Vgl. CIL II484; H. Schmitz, CCAA, S. 72.Google Scholar
  233. 250.
    CIL XII 674; vgl. H. Schmitz, 72f.Google Scholar
  234. 251.
    Vgl. dazu Nesselhauf, a.a.O., und H. Schmitz, S. 89.Google Scholar
  235. 252.
    Vgl. unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung des Stadtnamens auch W. Binsfeld.Google Scholar
  236. 253.
    Vgl. L. Nagy, Germania 15, 261, und 16, 290; dazu Egger, Anz. d. Österreich. Akad. d. Wiss. 88, 1951, 210ff.; Alföldi, Ur-Schweiz XVI, 1952, 7 f., H. Schmitz, 73ff., und W. Binsfeld, 149 ff.Google Scholar
  237. 254.
    Zu der Frage nach auswärtigem Geburtsort von cives Agrippinenses vgl. die Ausführungen von H. Schmitz zu der Inschrift XIII 8283 (CCAA, S. 62).Google Scholar
  238. 255.
    Jahrb. d. Köln. Geschichtsvereins 12, 1930, 185ff.Google Scholar
  239. 256.
    Die Zurechnung zur tribus Claudia ist nach Ritterling-Stein, Fasti, S. 132 (Camilia) zu überprüfen.Google Scholar
  240. 257.
    Herkunft von Cassius aus der Eifel? bei J. B. Keune u. a.Google Scholar
  241. 258.
    Vgl. Bonner Jahrb. 154, S. 123 und 126.Google Scholar
  242. 259.
    Rev. Publ. Epigr. 1950, Nr. 46.Google Scholar
  243. 260.
    Zu germ. Einschlägen im röm. Heereswesen vgl. über Bang hinaus K. F. Stroheker, Zur Rolle der Heermeister fränk. Abstammung im späten 4. Jh. (Historia IV, 1955, 314ff.) und Ensslin, Germ. i. röm. Dienst, Gymn. 52, 1941, 5ff.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1968

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