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Zusammenfassung

Auf den ersten Blick erscheint die Kombination der Persönlichkeit Bachs mit dem Begriff des Krieges paradox. Das schlichte, fromme Antlitz des Tondichters, der das Wort Jesu „Wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert umkommen“ in so ergreifender Weise sang, stellt die sinnfälligste Verkörperung tiefsten Friedens dar. Wie in allem, so ist auch hierin Händel Bachs Nebenbuhler und Antipode; Händels Gesichtsausdruck ist durchaus heldenhaft und kriegerisch. In den Werken beider Meister tritt diese Verschiedenheit besonders deutlich zutage: der heroische Zug in Händels Kompositionen, der kriegerische Ion so vieler großer Oratorien, wie des Saul, des Josua und vor allem des Judas Makkabäus, hat bei Bach kein Analogon. Während Händel in seinen Tondichtungen gegen äußere Feinde kämpft und in erhabener Größe Siege besingt, streitet Bach gegen die inneren; er bekriegt die Feinde des reinen Glaubens und den Erzfeind des Menschenge-schlechtes, den Satan.

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Dieses Kapitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieses Kapitel ist aus einem Buch, das in der Zeit vor 1945 erschienen ist und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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© 1919 Springer Fachmedien Wiesbaden

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Hirschberg, L. (1919). Johann Sebastian Bach und der Krieg. In: Die Kriegsmusik der deutschen Klassiker und Romantiker. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-663-20236-3_2

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  • Publisher Name: Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden

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  • Online ISBN: 978-3-663-20236-3

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