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Von den Anfängen der Soziologie: Hoffnung auf eine neue Welt

  • Hermann Korte
Part of the UTB für Wissen Schaft book series (2809)

Zusammenfassung

Die Geschichte der industriellen Produktion oder die Geschichte der großen Entdeckungen ist vielen Menschen geläufig. An den Universitäten gibt es hierfür eigene Lehrgebiete und Vorlesungen, nicht nur für Studierende der jeweiligen Fächer, sondern auch für Hörer aller Fakultäten. Ähnliches gilt für die Geschichte der Musik oder ganz allgemein der Kunst. Und längst handelt es sich nicht mehr darum, das geniale Wirken einzelner Menschen darzustellen, ihnen Entdeckungen, Erfindungen oder Kunstwerke als persönliche Leistung zuzuschreiben. Man hat mittlerweile gelernt, den Zusammenhang zwischen der Welt, in der die jeweiligen Menschen lebten, und den Entstehungsbedingungen ihrer Entdeckungen, Erfindungen oder Kunstwerke zu sehen.

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Literatur

1. Hinweise auf Handwörterbücher und Lexika

  1. Drei Bücher zum Nachschlagen und zum vertiefenden WeiterstudiumGoogle Scholar
  2. Zur Geschichte der Soziologie gibt es eine Reihe von Veröffentlichungen, die zur allgemeinen Information und zur Vertiefung einzelner Fragestellungen herangezogen werden können. Wir nennen hier drei solcher Bücher. Informationen zu den einzelnen Abschnitten der Geschichte der Soziologie sowie spezielle Literatur zu einzelnen Autoren aus diesen Abschnitten finden sich am Ende der übrigen Lektionen dieses Buches.Google Scholar
  3. Zunächst sei auf das nach Stichworten geordnete „Wörterbuch der Soziologie“ hingewiesen; ein Standardwerk, das Günter Hartfiel und Karl-Heinz Hillmann 1982 (dritte überarbeitete und ergänzte Auflage) im Kröner Verlag, Stuttgart, herausgegeben haben. Es ist eines der wenigen Wörterbücher, die Begriffe und Personen behandeln. Weiterhin ist als allgemeine Einführung das zweibändige, von Wilhelm Bernsdorf und Horst Knospe 1980 im Enke Verlag (Stuttgart) herausgegebene „Internationale Soziologenlexikon“ empfehlenswert.Google Scholar
  4. Dann sei auf die zwei Bände „Klassiker des soziologischen Denkens“ hingewiesen, die Dirk Käsler 1976 im Verlag C. H. Beck, München herausgegeben hat. In den beiden Bänden werden Biographie und Werk einzelner Klassiker von Spezialisten für die einzelnen Soziologen vorgestellt. In Band 1 werden Comte, Marx, Spencer, Pareto, Tönnies, Simmel und Durkheim behandelt, in Band 2 Mead, Max Weber, Scheler, Michels, Geiger und Mannheim. Zu den einzelnen Kapiteln gehören Bibliographien, die erstens das Gesamtwerk auflisten und zweitens Hinweise auf Sekundärliteratur enthalten.Google Scholar
  5. Die im Durchschnitt 60 Druckseiten langen Artikel sind eine gute Ergänzung bzw. Erweiterung bei der Beschäftigung mit den in diesem Buch behandelten Themen und Klassikern. Nachteilig ist, daß die beiden Bände im Buchhandel vergriffen sind — sie waren im übrigen relativ teuer. Die beiden Bände finden sich aber in den meisten soziologischen Fachbibliotheken, oft auch in Stadtbüchereien etc..Google Scholar
  6. Zwei umfangreiche Werke zur „Geschichte der Soziologie“Google Scholar
  7. Bereits seit 1968 gibt es in Rowohlts Deutscher Enzyklopädie eine von Friedrich Jonas verfeßte vierbändige „Geschichte der Soziologie“. Hier werden hauptsächlich geistes- und begriffsgeschichtliche Darstellungen geboten, denen in den einzelnen Bänden Quellentexte beigefügt sind. Die vier Bände gliedern sich wie folgt:Google Scholar
  8. — Gesellschaftslehre der AufklärungGoogle Scholar
  9. — Gesellschaftslehre des LiberalismusGoogle Scholar
  10. — Gesellschaftslehre des deutschen IdealismusGoogle Scholar
  11. — Gesellschaftslehre des SozialismusGoogle Scholar
  12. — Gesellschaftslehre im Übergang zur industriellen GesellschaftGoogle Scholar
  13. — Soziologie in FrankreichGoogle Scholar
  14. — Italienische Soziologie unter Einschluß der spanischen und südamerikanischen SoziologieGoogle Scholar
  15. — Soziologie in DeutschlandGoogle Scholar
  16. — Soziologie in den USA unter Einschluß der englischen SoziologieGoogle Scholar
  17. Vom Erkenntnisinteresse des Autors her sind die Texte eine Mischung aus Darstellung von Denkströmungen und einer Auseinandersetzung mit ihnen. Sie setzen nicht nur ein Interesse des Lesers für derartige Fragen, sondern oft auch Vorkenntnisse aus der Geistesgeschichte voraus. Als zusätzliche Informationsquelle zu den einzelnen Phasen der Soziologiegeschichte sind die Bände oft aber hilfreich und durch ein ausführliches Personenregister auch gezielt nutzbar. Zu einigen der behandelten Autoren gibt es darüber hinaus dann Quellentexte als Beispiele für die Denk- und Argumentationsweise.Google Scholar
  18. Während die „Geschichte der Soziologie“ von Jonas Ende 1968 abgeschlossen wurde und wegen des frühen Todes des Autors nicht fortgeführt werden konnte, ist eine zweite „Geschichte der Soziologie“ neueren Datums. 1981 erschien bei Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft (stw 367) eine ebenfalls vierbändige „Geschichte der Soziologie“. Sie ist von Wolf Lepenies herausgegeben worden und trägt den Untertitel „Studien zur kognitiven, sozialen und historischen Identität einer Disziplin“. Ein wesentlicher Unterschied zu der zuvor beschriebenen Arbeit von Jonas liegt darin, daß die einzelnen Themen der vier Bände von mehr als 50 verschiedenen Autoren behandelt worden sind. Das hat Vorteile vor allem bei der Vertiefung einzelner Fragen und spezifischer Probleme. Es fehlt allerdings die durchgehende Linie, die die vier Bände von Jonas auszeichnet.Google Scholar
  19. Das ganze Werk besteht aus sieben Teilen, die sich auf die vier Bände wie folgt verteilen:Google Scholar
  20. — Teil 1: Soziologische Theoriebildung und Geschichte der SoziologieGoogle Scholar
  21. — Teil 2: Soziologie-Geschichten: Autobiographie, Biographie und Erzählung Band II:Google Scholar
  22. — Teil 3: Theoriegruppen, Schulen und Institutionalisierungsprozesse Band III:Google Scholar
  23. — Teil 4: Kontinuität und Diskontinuität in der empirischen SozialforschungGoogle Scholar
  24. — Teil 5: Interdisziplinäre Beziehungen und KonflikteGoogle Scholar
  25. — Teil 6: Entstehen und Fortwirken nationaler Soziologie-Traditionen Band IV:Google Scholar
  26. — Teil 7: Beziehungen zwischen nationalen Soziologie-TraditionenGoogle Scholar
  27. Die Artikel haben in der Regel ein relativ hohes Anspruchsniveau und eignen sich eher für vertiefende Studien im Hauptstudium. In einigen Fällen haben wir sie bei der Behandlung einzelner Phasen der Soziologiegeschichte herangezogen.Google Scholar
  28. Textauszüge von verschiedenen, in diesem Buch behandelten Soziologen (z.B. Condorcet, Comte, Marx, M. Weber, A. Weber, Mannheim, Elias) zu dem Thema „sozialer Wandel“ finden sich in: Hans Peter Dreitzel: Sozialer Wandel. Zivilisation und Fortschritt als Kategorien der soziologischen Theorie. Neuwied/Berlin 1967.Google Scholar

2. Primärliteratur der in dieser Lektion behandelten Soziologen

  1. Turgot, Anne Robert Jacques: Über die Fortschritte des menschlichen Geistes. Hrsg. von Johannes Rohbeck u. Liselotte Steinbrügge. Frankfurt/M. 1990Google Scholar
  2. Condorcet: Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes. Hrsg. von Wilhelm Alff. Frankfurt/M. 1976Google Scholar
  3. Quesnay, Francois: Tableau Economique, Akademie Verlag Berlin 1965.Google Scholar

Copyright information

© Hermann Korte 1993

Authors and Affiliations

  • Hermann Korte

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