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Die Stellung des Staatsoberhauptes im System bipolarer Exekutive

Chapter
Part of the Demokratie und Frieden book series (DF)

Zusammenfassung

Die Strukturprobleme des quasi-parlamentarischen Systems, wie sie insbesondere an Frankreichs III. Republik deutlich wurden, bildeten einen Ausgangspunkt für eine weitere Modifikation parlamentarischer Regierungsweise: das System bipolarer Exekutive. Die theoretische Begründung wurde unter anderem aus der Kritik an der Instabilität des französischen Systems entwickelt; die erste politische Realisierung erfolgte in der Weimarer Republik.

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Referenzen

  1. 1.
    Weber, M., „Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland“, in: Gesammelte politische Schriften, a.a.O., S. 325.Google Scholar
  2. 2.
    Das betonte u. a. Freund, M., „Friedrich Ebert“, in: Die großen Deutschen, 4. Bd., Berlin 1957, S. 429; ähnlich auch Bracher, K. D., „Die Auflösung der Weimarer Republik“, Villingen 1958, S. 17 und 19;Google Scholar
  3. 2a.
    Meinecke, F. R., „Politische Reden und Schriften“, Darmstadt 1958, S. 372, 405 und 421;Google Scholar
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    Mann, G., „Deutsche Geschichte 1919–1945“, Fischerbücherei;Google Scholar
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  7. 4.
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  8. 5.
    Auch nach der Entscheidung, die Republik auszurufen, schien diese Frage noch vielen offen. S. d. Haßbach, W., „Die parlamentarische Kabinettsregierung“, Stuttgart-Berlin 1919, S. 296.Google Scholar
  9. 6.
    So auch Loewenstein, K., „Verfassungslehre“, Tübingen 1959, S. 91.Google Scholar
  10. 7.
    Loewenstein, K., „Verfassungslehre“, Tübingen 1959, S. 91, bezeichnet das Weimarer System als zweigeteilte Exekutive. Die Auswahl der Begriffe ist eine Frage definitorischer Zweckmäßigkeit: inhaltlich entspricht Loewensteins „zweigeteilte Exekutive“ dem hier als bipolar bezeichneten System. Der Begriff zweigeteilte Exekutive wird weiterhin im Sinne von Verney verwandt.Google Scholar
  11. 8.
    S. z. B. bei Pelinka, A., „Repräsentant oder Staatschef?“, in: Die Furche vom 28. 8. 1965, aber auch bei Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 139.Google Scholar
  12. 9.
    Weber, M., „Deutschlands zukünftige Staatsform“, in: Gesammelte politische Schriften, a.a.O., S. 457 ff.Google Scholar
  13. 10.
    Für einige Einzelheiten s. Meyer, J. P., „Max Weber and German Politicians“, London 1944, S. 93 ff.,Google Scholar
  14. 10a.
    sowie Petzke, R., „Max Weber und sein Einfluß auf die Reichsverfassung“, Leipzig 1925.Google Scholar
  15. 11.
    Loewenstein, K., „Max Webers Staatspolitische Auffassung in der Sicht unserer Zeit“, Frankfurt-Bonn 1965, S. 22.Google Scholar
  16. 12.
    Nicht zu den theoretischen Begründern des Systems bipolarer Exekutive gehört Carl Schmitt. Seine Arbeiten beziehen sich auf eine Interpretation des Verfassungsrechts, das aufgrund der Überlegungen von Weber u. a. m. entstanden war, im Sinne seiner Theorie: s. d. S. 189 ff.Google Scholar
  17. 13.
    Weber, M., „Deutschlands künftige Staatsform“, a.a.O., S. 457. Diese Argumentation wurde vor allem in Debatten der Weimarer Nationalversammlung aufgegriffen. Vgl. dazu S. 142 ff,Google Scholar
  18. 14.
    Anderer Ansicht ist Mommsen, W. J., „Max Weber und die deutsche Politik“, Tübingen 1959, so z. B. auf Seite 140, S. 200 ff. und S. 324 ff., wenn er Max Weber als den Ahnherrn des plebiszitären Führerstaates darstellt und dabei diese Begriffe mit dem Inhalt füllt, den sie durch Carl Schmitt und den Nationalsozialismus erst erhalten haben. Zur Auseinandersetzung mit Mommsen s. Loewenstein, K., „Max Weber als Ahnherr des plebiszitären Führerstandes“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 13. Jg. 1961, Heft 2, S. 75 ff., wieder abgedruckt in: Beiträge zur Staatssoziologie, Tübingen 1961, S. 311 ff.Google Scholar
  19. 15.
    So z. B. in Weber, M., „Deutschlands künftige Staatsform“, a.a.O., S. 457, 461, 463 und 469, und „Der Reichspräsident“, in: Gesammelte politische Schriften, a.a.O., S. 488.Google Scholar
  20. 16.
    Weber, M., „Der Reichspräsident“, a.a.O., S. 486.Google Scholar
  21. 17.
    So betont Max Weber: „Es ist nicht Aufgabe der Reichsverfassung, die zukünftige Wirtschaftsordnung festzusetzen“, in: „Der Reichspräsident“, a.a.O., S. 486.Google Scholar
  22. 18.
    Weber, M. „Deutschlands künftige Staatsform“, a.a.O., S. 461. Diesen Aspekt betont Loewen-stein, K., „Max Weber als Ahnherr . . .“, a.a.O., S. 319.Google Scholar
  23. 19.
    Weber, M., „Politik als Beruf, in: Gesammelte politische Schriften, a.a.O., S. 530.Google Scholar
  24. 20.
    Weber, M., „Politik als Beruf“, a.a.O., S. 529.Google Scholar
  25. 21.
    Alle Zitate aus: Weber, M., „Politik als Beruf“, a.a.O., S. 529, 536 und 532.Google Scholar
  26. 22.
    Weber, M., „Politik als Beruf“, a.a.O., S. 532. Einen anderen Akzent enthält dieses Argument bei Meinecke, F., „Politische Schriften und Reden“, herausgegeben von G. Kotowski, Darmstadt 1958, S. 153 f., der in dem plebiszitären Reichspräsidenten den „Bändiger der demokratischen irrationalen Kräfte“ sieht.Google Scholar
  27. 23.
    So Weber, M., „Deutschlands künftige Staatsform“, a.a.O., S. 459 und 464.Google Scholar
  28. 24.
    Weber, M., „Deutschlands künftige Staatsform“, a.a.O., S. 458 und 459.Google Scholar
  29. 25.
    Vgl. S. 49 ff.Google Scholar
  30. 26.
    Vgl. d. Hermens, F. A., „Demokratie oder Anarchie?“, a.a.O., S. 48 ff.Google Scholar
  31. 27.
    Vgl dazu über die Erfahrungen in Finnland, S. 167 ff.Google Scholar
  32. 28.
    So Weber, M., „Der Reichspräsident“, a.a.O., S. 459.Google Scholar
  33. 29.
    Brecht, A., „Aus nächster Nähe“, Stuttgart 1966, S. 454.Google Scholar
  34. 30.
    Weber, M., „Der Reichspräsident“, a.a.O., S. 489.Google Scholar
  35. 31.
    Bagehot, W., „The English Constitution“, a.a.O., S. 11 ff. und 122 ff.Google Scholar
  36. 32.
    Ein anderes vieldiskutiertes Problem betrifft die „fachliche Qualifikation“ der Regierungsmitglieder. S. d. Kaltefleiter, W., „Funktion und Verantwortung . . .“, a.a.O., S. 65 ff. und die dort zitierte Literatur.Google Scholar
  37. 33.
    So betont H. Spanner mit Recht: „auch die auf unmittelbarer Volkswahl beruhende Stellung des Staatsoberhauptes kann dieses nicht zu einem wirklichen Gegenspieler des Parlamentes machen“, in: „Zur Stellung des Staatsoberhauptes in Deutschland und Österreich seit 1918“ in: Die Öffentliche Verwaltung 1966, S. 515.Google Scholar
  38. 34.
    Preuß, H., „Entwurf der zukünftigen Reichsverfassung“, hrsg. im Auftrage des Reichsamtes des Innern, Berlin 1919, S. 24.Google Scholar
  39. 35.
    Das galt allerdings erst, nachdem die Republik ausgerufen war. Zuvor trat Preuß auch für eine Parlamentarisierung der Monarchie ein;s. d. Preuß, H., „Die Improvisierung des Parlamentarismus“, in: Staat, Recht und Freiheit, Tübingen 1926, S. 362.Google Scholar
  40. 36.
    Den Einfluß von Redslob betont auch Friedrich, C. J., „Verfassungsstaat der Neuzeit“, a.a.O., S. 433.Google Scholar
  41. 37.
    S. d.S. 114 f.Google Scholar
  42. 38.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 4.Google Scholar
  43. 39.
    Preuß, H., „Begründung eines Entwurfs einer Verfassung für das deutsche Reich“, in: Staat, Recht und Freiheit, a.a.O., S. 417.Google Scholar
  44. 40.
    Alle Zitate nach Preuß, H., „Entwurf der künftigen Reichsverfassung“, a.a.O., S. 24 u. 25. Daneben war sich Hugo Preuß aber auch der Probleme bewußt, die sich aus dem Parteiensystem ergaben; s. d. „Die Improvisierung des Parlamentarismus“, a.a.O., S. 363, sowie „Das Werk von Weimar — Aufbau und Verteidigung“, in: Staat, Recht und Freiheit, a.a.O., S. 366.Google Scholar
  45. 41.
    Preuß, H., „Das Verfassungswerk von Weimar“, in: Staat, Recht und Freiheit, a.a.O., S. 427. Diesem Leitgedanken folgen z. B. Meißner, O., „Das Staatsrecht des Reiches und seiner Länder“, Berlin 1923, S. 48, Pünder, H., „Der Reichspräsident in der Weimarer Republik“, Frankfurt-Bonn 1961, S. 15, und Finger, A., „Das Staatsrecht des deutschen Reichs“, Stuttgart 1923, S. 310.Google Scholar
  46. 42.
    Typisch dafür z. B. Duguit, L., „L’Etat, les gouvernants et les agents“, Paris 1903, S. 324.Google Scholar
  47. 43.
    Das Wort „mechanistisch“ ist im Hinblick auf Redslobs Theorie keineswegs pejorativ zu verstehen. Redslob selbst deutete sein System in diesem Sinne. S. d. S. 140.Google Scholar
  48. 44.
    Diesen Gedanken betont Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 530 ff.Google Scholar
  49. 45.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 150. Redslob stützt sich dabei stark auf Léon Duguit, der die französischen Präsidenten „un simple commis du parlement“ genannt hatte. So in „Traité de droit constitutionnel“, 1. Aufl., Bd. 2, Paris 1911, S. 422.Google Scholar
  50. 46.
    S. d. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 322 ff.Google Scholar
  51. 47.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 133.Google Scholar
  52. 48.
    S. d. S. 274 ff., die Theorie von Redslob wird im folgenden beispielhaft für die verschiedenen „Gleichgewichtstheorien“ erörtert. Die diskutierten Argumente gelten im wesentlichen auch für Duguit und die anderen Mitglieder der französischen Gleichgewichtsschule.Google Scholar
  53. 49.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung“, a.a.O., S. 118 ff.Google Scholar
  54. 50.
    Alle Zitate nach Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 121, 128 u. 178/179.Google Scholar
  55. 51.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 107/108.Google Scholar
  56. 52.
    S.d. S. 114.Google Scholar
  57. 53.
    Die dritte Bedingung, ein mehrheitsbildendes Wahlrecht zu betonen, war für ihn noch nicht aktuell, da bei Ende des Ersten Weltkrieges, als seine Analyse veröffentlicht wurde, in allen größeren Staaten nach Mehrheitswahl gewählt wurde.Google Scholar
  58. 54.
    Redslob, R., „Die parlamentarische Regierung . . .“, a.a.O., S. 43.Google Scholar
  59. 55.
    Die Verknüpfung der Theorien von Max Weber und Robert Redslob durch Hugo Preuß betont Needier, M., „The Theory of the Weimar Presidency“, in: The Review of Politics, Vol. 21, 1959, S. 692 f., der aber die Bedeutung der Stellung des Reichspräsidenten für die tatsächliche Entwicklung in Weimar überschätztGoogle Scholar
  60. 56.
    So Wittmayer, L., „Die Weimarer Reichsverfassung“, Tübingen 1922, S. 355 f.Google Scholar
  61. 57.
    Vgl. d. den Bericht von v. Delbrück (DNVP) am 4. 7. 1919 in der zweiten Lesung der Reichsverfassung vor der Nationalversammlung über die Arbeit des Ausschusses, zit. nach: „Die Deutsche Nationalversammlung im Jahre 1919“, hrsg. von E. Heilfron, Bd. V, S. 3175.Google Scholar
  62. 58.
    S. d. die Grundsatzdebatte über den Entwurf der Reichsverfassung, in: „Die Deutsche Nationalversammlung“, a.a.O., Bd. II, S. 923.Google Scholar
  63. 59.
    Ähnliche Befürchtungen hegten auch einige Vertreter der Sozialdemokraten, wenn sie betonten, daß die Verfassung nicht auf Ebert zugeschnitten sein dürfe. Man müsse auch damit rechnen, daß das Amt des Reichspräsidenten eines Tages einmal jemandem zufalle, dessen demokratische Zuverlässigkeit nicht außer Zweifel stände. S. d. die Grundsatzdebatte, in: „Die Arbeit der deutschen Nationalversammlung“, a.a.O., Bd. II, S. 935.Google Scholar
  64. 60.
    So der Abgeordnete Haase in der zweiten Lesung, a.a.O., Bd. V, S. 3082; vlg. auch Bd. II, S. 1001 und S. 1139.Google Scholar
  65. 61.
    So in der zweiten Lesung, a.a.O., Bd. V, S. 3183.Google Scholar
  66. 62.
    So in der zweiten Lesung, a.a.O., Bd. V, S. 3185.Google Scholar
  67. 63.
    S. d. die Protokolle des 8. Ausschusses, Berlin 1920, u. a. S. 235 ff. und 275 ff.Google Scholar
  68. 64.
    S. d. die Ausschußprotokolle, a.a.O., S. 275, vgl. auch die Ausführungen von Preuß in der zweiten Lesung, a.a.O., Bd. V, S. 3227.Google Scholar
  69. 65.
    Protokolle des 8. Ausschusses, a.a.O., S. 272.Google Scholar
  70. 66.
    Protokolle des 8. Ausschusses, a.a.O., S. 270.Google Scholar
  71. 67.
    S. d. Protokolle des 8. Ausschusses, a.a.O., S. 232.Google Scholar
  72. 68.
    Vgl. d. die Debatten der Weimarer Nationalversammlung, a.a.O., Bd. I, S. 946, Bd. V, S. 3188 und 3195.Google Scholar
  73. 69.
    So v. Delbrück in seinem Bericht vor der Nationalversammlung, a.a.O., Bd. V, S. 3177.Google Scholar
  74. 70.
    S. d. Lindmann, S., „The ‚Dualistic‘ Concept of Parliamentary Government in the Finnish Constitution“, in: Democracy in Finland, Helsinki 1960, S. 44.Google Scholar
  75. 71.
    Duguit, L., „Traité de Droit Constitutionnel — La Théorie Generale de l’Etat“, 2. Bd., Paris, 2. Aufl., 1923.Google Scholar
  76. 72.
    Barthélemy, J., „Traité élémentaire de droit constitutionnel“, Paris 1926.Google Scholar
  77. 73.
    Barthélemy, J., „Traité élémentaire . . .“, a.a.O., S. 162.Google Scholar
  78. 74.
    Lindmann, S., „The Dualistic Concept . . .“ a.a.O., S. 46.Google Scholar
  79. 75.
    Lindmann, S., „Parlamentarismen tillämping i Finnland 1919–1926 — Med särskild hänsyn till regerings bildnings problem“, in: Acta Akademiae Aboensis humaniora XII, 1937, S. 12.Google Scholar
  80. 76.
    Kastari, P., „The Finnish constitutional system and its development“, in: Constitution Act and Parliament Act of Finland, Helsinki 1967, S. 15.Google Scholar
  81. 77.
    S. d. Stahlberg, K. J., „Parlamentarismi Suomen valtiosäännossä“, Helsinki 1927, S. 20–21, 41, 51; Teljo, I., „Valtionpaamiehen asema Suomessa“, Suomalainen 1937, S. 342–356; Jyränki, A., „Monarkkinen aines Suomen ja Ranskan valtiosäännössä“, Lakimies 1967, S. 832–838.Google Scholar
  82. 78.
    Die Parallelität in der Argumentation von Stahlberg und Redslob oder auch der verschiedenen französischen Theoretiker wie Barthélemy und Duguit ist auffallend, jedoch findet sich in den Veröffentlichungen Stahlbergs kein Bezug auf diese Autoren.Google Scholar
  83. 79.
    Für den Hintergrund dieser Entscheidung s. Adamovich-Spanner, „Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts“, V. Aufl. 1957, S. 20 f., Nawiasky, H., „Der Aufbau der Regierungs- und Vollzugsgewalt Deutschösterreichs nach der Gesetzgebung der provisorischen Nationalversammlung“, Wien 1919, S. 93, und Merkl, A., „Das Staatsoberhaupt der deutsch-österreichischen Republik“, in: Zeitschrift für Verwaltungswissenschaft 1919, S. 19 ff. Auf S. 20 weist er darauf hin, daß man damit auch den provisorischen Charakter betonen und kein Hindernis für einen Anschluß an Deutschland errichten wolle: eine bemerkenswerte Parallelität zu den Argumenten im Parlamentarischen Rat 1949 (s. d. S. 202). Pernthaler kommentiert diese Debatten treffend mit den Worten: „Die Frage der Sachgerechtigkeit oder des Funktio-nierens des parlamentarischen Systems — als Regierungsform, nicht als politisches Schlagwort genommen — unter einem derartigen Staatsoberhaupt, berührte niemand mit einem Wort“ („Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 118).Google Scholar
  84. 80.
    Zur Position der Parteien s. Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 116 ff.Google Scholar
  85. 81.
    S. d. auch Newman, C. J., „Zerstörung und Selbstzerstörung . . .“ a.a.O., S. 132, der die Ursachen für den Ruf nach Stärkung der Exekutive erörtert.Google Scholar
  86. 82.
    Selbst in der Analyse Peter Pernthalers (“Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O.) finden sich Begriffe wie „absolute Parlamentsherrschaft“ (S. 117); „extrem parlamentarisches Regierungssystem“ (S. 125); „absolutes parlamentarisches System“ (S. 127); „absolute politische Dynamik des Parlamentes“ (S. 143); „reifer Parlamentarismus“ (S. 178) und „reiner Parlamentarismus“ (S. 195).Google Scholar
  87. 83.
    Skottsberg, B., „Der österreichische Parlamentarismus“, Göteborg 1930, S. 374, die die österreichische Situation von 1929 eingehend Schilden.Google Scholar
  88. 84.
    So Hellbling, E. C., „Österreichische Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte“, Wien 1956, S. 456.Google Scholar
  89. 85.
    Skottsberg, B., „Der österreichische Parlamentarismus“, a.a.O., S. 403.Google Scholar
  90. 86.
    Hermens, F. A., „Demokratie oder Anarchie?“, a.a.O., S. 237.Google Scholar
  91. 87.
    Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 125.Google Scholar
  92. 88.
    So z. B. selbst Loewenstein, K., „Der Staatspräsident“, a.a.O., S. 353.Google Scholar
  93. 89.
    Zum Begriff des strukturierten Parteiensystems s. S. 81.Google Scholar
  94. 90.
    Das hatte seine wesentliche Ursache nicht in verfassungspolitischen Erwägungen, sondern in der innerpolitischen Machtverteilung. Die Sozialdemokraten lehnten zwar seit 1919 das Amt des Staatsoberhauptes und erst recht die direkte Volkswahl ab. Es gelang ihnen aber, bei einer sehr elastischen Verhandlungsweise auch noch 1929, den „schärfsten Druck außerparlamentarischer Kräfte“ dadurch abzufangen, daß sie die Institution und die Volkswahl akzeptierten, aber ohne daß dadurch die Rechte erweitert wurden. Für einige Einzelheiten s. Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 129 und die dort zitierte Literatur.Google Scholar
  95. 91.
    Für einige Einzelheiten s. Skottsberg, B., „Der österreichische Parlamentarismus“, a.a.O., S. 400 ff.Google Scholar
  96. 92.
    S. d. z. B. Zürn, P., „Die republikanische Monarchie“, München 1965, insbes. S. 263 ff. Zürn verwendet den Begriff „Präsidentieller Absolutismus“ und sieht die Verfassung vor allem durch ein „monarchistisches Prinzip“ geprägt, mit der Folge, daß „die Verfassung von 1958 die Zeiger der Uhr in der Tat nicht nur bis 1830, sondern sogar bis 1814 zurückgestellt“ hat (S. 267).Google Scholar
  97. 93.
    Dabei ist bislang erst ein Teilerfolg erreicht worden, zwar gibt es seit 1959 eine — gaullistische — parlamentarische Mehrheit, aber die anhaltende Zersplitterung der französischen Linken hat zu einem asymmetrischen Parteiensystem geführt. S. d. Hermens, F. A., „Verfassungspolitischer Neubeginn in Frankreich?“, in: Jahrbuch Verfassung und Verfassungswirklichkeit 1969, S. 14 ff.Google Scholar
  98. 94.
    S. d.S. 117.Google Scholar
  99. 95.
    Loewenstein, K., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 87/88, weist darauf hin, daß die Dritte Republik in 65 Jahren über 100 Kabinette, die Vierte in 13 Jahren 25 verbraucht habe und erklärt diese Parallelität der Instabilität wie folgt: „Wenn früher die Regierungsmajorität dadurch auseinandergefallen war, daß einzelne Abgeordnete nicht zu ihr hielten, lösten sich die Kabinette der Vierten Republik dadurch auf, daß ganze Parteien oder beträchtliche Teile derselben sich aus der Regierungskoalition zurückgezogen.“Google Scholar
  100. 96.
    De Gaulle, Ch., „Mémoires de Guerre“, Le Salut 1944–46, Bd. 3, Paris 1959, S. 649; Übersetzung nach Ziebura, G., „Die Fünfte Republik“, Frankreichs neues Regierungssystem, Köln-Opladen 1960, S. 34 f.Google Scholar
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    Debré, M., „La Mort de l’Etat Républicain“, Paris 1947, S. 180 f.Google Scholar
  102. 98.
    De Gaulle, Ch., „Mémoires . . .“, a.a.O., S. 651.Google Scholar
  103. 99.
    So General de Gaulle in seiner Fernsehrede vom 20. 9. 1962, zit. nach l’Année Politique, 1962, S. 647–678.Google Scholar
  104. 100.
    Zur Begründung dieser Forderung s. Ziebura, G., „Die V. Republik“, a.a.O., S. 50. Für eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Verfassungsinstrument s. Kaltefleiter, W„ „Funktion und Verantwortung . . .“, a.a.O., S. 51 ff.Google Scholar
  105. 101.
    In welchem Umfang die Verfassung der V. Republik den Konzeptionen entspricht, die General de Gaulle und seine Berater bereits unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt hatten, wird an einer Bemerkung von Karl Loewenstein deutlich, der bereits 1949 für den Fall, daß General de Gaulle in Frankreich an die Macht käme, eine entsprechende Entwicklung voraussagte. S. d. Loewenstein, K., „Der Staatspräsident“, zuerst veröffentlicht im Archiv des Öffentlichen Rechts, Bd. 75, Heft 2, 1949, S. 129–192, wieder abgedruckt in: Beiträge zur Staatssoziologie, a.a.O., S. 360 und 362.Google Scholar
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    Dieser Zusammenhang wird bei der Interpretation der V. Republik in der Regel übersehen. S. z. B. Loewenstein, K., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 19 ff., der die verschiedenen Vor-Schriften, die die Aktionsfreiheit des Parlamentes einschränken sollen, ausführlich erörtert, den Tatbestand aber, daß mit der Wahlrechtsänderung auch eine Reform des Vielparteiensystems angestrebt wurde, nur kurz erwähnt, ohne die potentiellen Folgen zu skizzieren. Dabei ist allerdings zu beachten, daß Loewenstein seine Verfassungslehre 1959, d. h. unmittelbar nach Inkrafttreten der Verfassung der V. Republik, veröffentlichte.Google Scholar
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    Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch zu betonen: die amerikanischen Elektoren werden nach Mehrheitswahl, die finnischen nach Verhältniswahl bestimmt. Die Folge ist, daß ein tatsächlicher Entscheidungsspielraum für die amerikanischen Elektoren nicht, für die finnischen teilweise in erheblichem Umfang besteht. Auch in diesem Falle bestätigt sich die Regel, daß bei Mehrheitswahl die Entscheidungen durch die Wahl, bei Verhältniswahl nach der Wahl getroffen werden.Google Scholar
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    Für Finnland s. S. 167 ff; die französische Situation wurde bei der Entlassung von Debré 1962 deutlich: Debré folgte dem Wunsche de Gaulles und reichte seinen Rücktritt ein. S. d. Her-mens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 380.Google Scholar
  114. 109.
    Mit der Beschränkung auf einmalige Wiederwahl.Google Scholar
  115. 110.
    S. d.S. 195.Google Scholar
  116. 111.
    Vgl. d. die Diskussion im Parlamentarischen Rat 1948/49; s. d. S. 199.Google Scholar
  117. 112.
    So z. B. Brecht, A., „Vorspiel zum Schweigen“, Wien 1948, S. 78 ff., und Bracher, K. D., „Die Auflösung der Weimarer Republik“, Villingen 1958, S. 48.Google Scholar
  118. 113.
    Selbst Eschenburg, Th., „Die improvisierte Demokratie der Weimarer Republik“, München 1963, S. 42, ist der Ansicht, daß der frühe Tod Eberts die große Tragik der deutschen-Demokratie gewesen sei. Das wirft die Frage auf, ob nicht die Tragik vielmehr darin bestanden hat, daß der Erfolg der Demokratie scheinbar von einem Politiker abgehangen hat und nicht durch die Verfassung institutionell gesichert war.Google Scholar
  119. 114.
    Für eine kritische Zusammenstellung der relevanten historischen Literatur s. Gebhardt, B., „Handbuch der Deutschen Geschichte“, Bd. 4, Die Zeit der Weltkriege, neu bearbeitet von K. D. Erdmann, Stuttgart 1959, S. 1–3 und 80–85.Google Scholar
  120. 115.
    Bei dieser Entscheidung gab es neben der offiziellen Begründung von der krisenhaften Lage, die eine Volkswahl nicht zulasse, auch das Motiv, durch die Volkswahl das Amt des Präsidenten nicht aufzuwerten. S. d. Haungs, P., „Reichspräsident und parlamentarische Kabinettsregierung, Köln-Opladen 1968, S. 75.Google Scholar
  121. 116.
    Vgl. Freund, M., „Friedrich Ebert“, a.a.O., S. 433, und Eschenburg, Th., „Die improvisierte Demokratie“, a.a.O., S. 42.Google Scholar
  122. 117.
    Scheidemann, Ph., „Memoiren eines Sozialdemokraten“, Bd. 2, Dresden 1928, S. 354–55.Google Scholar
  123. 118.
    So auch Scheuner, U., „Das Amt des Bundespräsidenten als Aufgabe verfassungsrechtlicher Gestaltung“, Tübingen 1966, S. 20.Google Scholar
  124. 119.
    Scheidemann, Ph., „Memoiren eines Sozialdemokraten“, Bd. 2, a.a.O., S. 385.Google Scholar
  125. 120.
    S. d. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 428.Google Scholar
  126. 121.
    Das betonten übereinstimmend u. a. Otto, D., „Friedrich Ebert, ein Demokrat und Staatsmann“, Offenbach 1952, und Apelt, W., „Geschichte der Weimarer Verfassung“, München 1946, S. 53.Google Scholar
  127. 122.
    Zit. nach Schiffer, E., „Volk und Reich der Deutschen“, Berlin 1929, Bd. 2, S. 322.Google Scholar
  128. 123.
    Eine andere Frage ist das Verhalten Eberts beim Zustandekommen der Weimarer Reichsverfassung einschließlich jener Strukturfehler, die das Scheitern der Demokratie einleiteten. Hier ist die Politik Eberts wie die der gesamten Sozialdemokratie von einer weitgehenden verfassungspolitischen Desorientierung gekennzeichnet, man war „Gefangener seiner ideologischen Vergangenheit“. S. d. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 427.Google Scholar
  129. 124.
    Vgl. dazu auch Sontheimer, K., „Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik“, München 1962.Google Scholar
  130. 125.
    Eingehend dazu Haungs, P., „Reichspräsident und parlamentarische Kabinettsregierung“, a.a.O., S. 74 ff.Google Scholar
  131. 126.
    Für einige Einzelheiten s. Wertheimer, R., „Der Einfluß des Reichspräsidenten auf die Gestaltung der Reichsregierung“, Diss. Heidelberg 1930Google Scholar
  132. 126a.
    Stampfer, F., „Die vierzehn Jahre der ersten Deutschen Republik“, Offenbach 1934, 3. Aufl., Hamburg 1953.Google Scholar
  133. 127.
    Für einige Einzelheiten s. Apelt, W., „Geschichte der Weimarer Verfassung“, a.a.O., S. 198 ff. und 420 ff., und Fromme, F. K., „Von der Weimarer Verfassung“, a.a.O., S. 114 ff.Google Scholar
  134. 128.
    Eschenburg, Th., „Die improvisierte Demokratie . . .“, a.a.O., S. 197.Google Scholar
  135. 129.
    Freund, M., „Friedrich Ebert“, a.a.O., S. 435.Google Scholar
  136. 130.
    S. d. Berndorff, H. R., „General zwischen Ost und West“ (Kurt von Schleicher), Hamburg 1951, S. 116;Google Scholar
  137. 130a.
    Rabenau, F., „Seeckt, aus seinem Leben 1918–1936“, Leipzig 1940, S. 305 ff.;Google Scholar
  138. 130b.
    sowie Ehrrurth, W., „Geschichte des deutschen Generalstabes 1918–1945“, Bd. 1, Göttingen 1957Google Scholar
  139. 130b.
    Zimmermann, S., „Deutsche Außenpolitik in der Ära der Weimarer Republik“, Göttingen 1958, S. 117 ff.Google Scholar
  140. 131.
    So auch Scheuner, U., „Das Amt des Bundespräsidenten . . .“, a.a.O., S. 18.Google Scholar
  141. 132.
    Besson, W., „Friedrich Ebert — Verdienst und Grenze“, Göttingen-Berlin-Frankfurt 1963, S. 79; ähnlich auch Bracher, K. D., „Die Auflösung der Weimarer Republik“, a.a.O., S. 70 ff.Google Scholar
  142. 134.
    Vgl. Gebhardt, B., „Handbuch der Deutschen Geschichte“, a.a.O., S. 154.Google Scholar
  143. 134.
    Vgl. Gebhardt, B., „Handbuch der Deutschen Geschichte“, a.a.O., S. 154.Google Scholar
  144. 135.
    So schreibt z. B. Heidegger, H., „Die Deutsche Sozialdemokratie und der Nationale Staat 1870–1920“, Göttingen-Berlin-Frankfurt 1956, S. 206: „Je mehr er später in das Amt des Reichspräsidenten hineinwuchs, um so mehr fühlte er sich als Vertreter aller Deutschen und nicht als Abgesandter seiner Partei.“Google Scholar
  145. 136.
    Diesen Aspekt scheint U. Scheuner zu übersehen, wenn er („Das Amt des Bundespräsidenten“, a.a.O., S. 16) sich auf H. Pünder („Der Reichspräsident in der Weimarer Republik“, Frankfurt 1965, S. 17) stützt und feststellt, daß „die Amtsführung des ersten Präsidenten Ebert . . . jedenfalls die Vereinbarkeit eines einflußreichen aktiven Staatsoberhauptes mit einem funktionierenden System erwiesen“ hat. Erwiesen hat die Amtszeit Eberts vielmehr, daß es einem Staatsoberhaupt unter gewissen Bedingungen möglich ist, ein von sich aus kaum arbeitsfähiges System in Grenzen funktionsfähig zu erhalten.Google Scholar
  146. 137.
    Vgl. d. die Probleme, die sich beim System präsidialer Regierungsweise ergeben. Für eine Zusammenfassung s. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 544 ff.Google Scholar
  147. 138.
    Für einige Einzelheiten, die zur Wahl Hindenburgs führten, s. Görlitz, W., „Hindenburg“, Bonn 1953, S. 252;Google Scholar
  148. 138a.
    Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat“, Göttingen 1966, S. 70 und Lucas, F. J., „Hindenburg als Reichspräsident“, Bonn 1959, S. 23–26. Für eine Zusammenfassung der verschiedenen Erwägungen s. auch Gebhardt, B., „Handbuch der Deutschen Geschichte“, a.a.O., S. 154, 155.Google Scholar
  149. 139.
    Stresemann, G., „Vermächtnis“, Berlin 1932, Bd. 2, S. 344.Google Scholar
  150. 140.
    Das betont Severing, K., „Mein Lebensweg“, Köln 1950, Bd. 2, S. 56 ff. Ähnlich äußerte sich auch Arnold Brecht in seinen Erinnerungen („Aus nächster Nähe“, a.a.O., S. 456), der an einer Reihe von Einzelheiten die demonstrative Verfassungsloyalität Hindenburgs schildert und dann zu dem Ergebnis kommt, „so gab die Wahl Hindenburgs der deutschen Demokratie eine neue Lebensfrist in dem Augenblick, da man ihr Todesurteil zu vernehmen glaubte“. Ähnlich derselbe auch in: „Vorspiel zum Schweigen“, a.a.O., S. 47.Google Scholar
  151. 141.
    Friedensburg, F., „Die Weimarer Republik“, Berlin 1946. S. 195.Google Scholar
  152. 142.
    Zum Begriff s. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 429.Google Scholar
  153. 143.
    Stresemann, G., „Vermächtnis“, a.a.O., Bd. 2, S. 68.Google Scholar
  154. 144.
    Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat“, a.a.O., S. 73.Google Scholar
  155. 145.
    Geßler, O., „Reichswehrpolitik in der Weimarer Zeit“, Stuttgart 1958, S. 338–343.Google Scholar
  156. 146.
    Braun, O., „Von Weimar zu Hitler“, New York 1940, S. 142; noch schärfer formulierte Severing, K., „Mein Lebensweg“, a.a.O., Bd. 2, S. 314, „Bei aller Wertschätzung halte ich ihn für den Posten des Reichspräsidenten für gänzlich ungeeignet. Er würde nicht die feste, entschlossene, unbeirrbare Persönlichkeit sein, sondern, wie das bei seiner Unerfahrenheit ja gar nicht anders sein kann, eine Kulisse für unsichtbare und unverantwortliche Drahtzieher.“Google Scholar
  157. 147.
    Schulze-Pfälzer, G., „Wie Hindenburg Reichspräsident wurde“, Berlin 1925, S. 45. Ähnliches hatte er auch in seinem Wahlkampfaufruf hervorgehoben. S. d. Deutsche Allgemeine Zeitung Nr. 172 vom 12. 4. 1925.Google Scholar
  158. 148.
    Severing, K., „Mein Lebensweg“, a.a.O., S. 56 ff., und Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat“, Göttingen 1966, S. 85.Google Scholar
  159. 149.
    Geßler, O., „Reichswehrpolitik . . .“, a.a.O., S. 349.Google Scholar
  160. 150.
    Luther, H., „Politiker ohne Partei“, Stuttgart 1960, S. 397 f.Google Scholar
  161. 151.
    Diese Bemerkungen Hindenburgs werden zitiert von Schulenburg, D. v. d., „Welt um Hindenburg“, Berlin 1936, S. 157.Google Scholar
  162. 152.
    Stresemann, G., „Vermächtnis“, Bd. 2, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  163. 153.
    Oldenburg-Januschau, E.V., „Erinnerungen“, Lübeck 1936, S. 219; Schulenburg, D.v. d., „Welt um Hindenburg“, a.a.O., S. 156; Görlitz, W., „Hindenburg, ein Lebensbild“, Bonn 1957, S. 270; sowie Lucas, S. J., „Hindenburg, als Reichspräsident“, a.a.O., S. 32–34.Google Scholar
  164. 154.
    Mann, G., „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“, Frankfurt 1960, S. 728.Google Scholar
  165. 155.
    Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat — Dokumentensammlung“, Dokument Nr. 40, S. 237.Google Scholar
  166. 156.
    Vgl. d. Endress, S., „Hindenburg“, München 1934, S. 154 ff.;Google Scholar
  167. 156a.
    Wheeler-Bennet, J., „Wooden Titan — Hindenburg in Twenty Years of German History 1914–1934“, New York 1936, S. 305 ff.; und Olden, R., „Hindenburg oder der Geist der Preußischen Armee“, Nürnberg 1948, S. 192; s. d. auch S. 574 ff.Google Scholar
  168. 157.
    Severing, K., „Mein Lebensweg“, a.a.O., S. 89 ff., betont dieses Argument, allerdings ohne die verfassungspolitische Bedeutung zu verstehen.Google Scholar
  169. 158.
    Vogel, H., „Erlebnisse und Gespräche mit Hindenburg“, Berlin 1935, S. 53.Google Scholar
  170. 159.
    Für einige Einzelheiten s. Geßler, O., „Reichswehrpolitik . . .“, a.a.O., S. 305; ebenso Görlitz, W., „Hindenburg . . .“, a.a.O., S. 283.Google Scholar
  171. 160.
    Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat“, a.a.O., S. 265.Google Scholar
  172. 161.
    Wertheimer, R., „Der Einfluß des Reichspräsidenten“, a.a.O., S. 93.Google Scholar
  173. 162.
    Müller, H., „Nachlaß 1918–1930“, SPD-Archiv Bonn, Ordner II, Innenpolitik.Google Scholar
  174. 163.
    Eisenhard-Roth, E., „Hindenburg“, in: Die großen Deutschen, Bd. 4, Berlin 1936, S. 630.Google Scholar
  175. 164.
    Ob eine solche Politik 1930 notwendig war, ist wirtschaftspolitisch umstritten. Für die politische Situation jener Jahre ist es jedoch wichtig, daß die potentiellen Regierungsparteien, also vor allem SPD, Zentrum, DVP und DDP, sich einig waren, daß Einsparungen notwendig seien. Der Streit ging darum, welchen Gruppen die Einsparungen auferlegt werden sollten.Google Scholar
  176. 165.
    Luther, H., „Vor dem Abgrund“, 1930–1932 Reichsbankpräsident in Krisenzeiten, Berlin 1964, S. 119.Google Scholar
  177. 166.
    In einer Rede auf dem SPD-Parteitag in Magdeburg, s. d. Protokoll des Parteitages der SPD von 1929, Berlin. 1929, S. 165 ff.Google Scholar
  178. 167.
    So Hilferding in: Die Gesellschaft, Internationale Revue für Sozialismus und Politik, 7. Jg., Bd. 1, Berlin 1930, S. 389.Google Scholar
  179. 168.
    S. d. vor allem Bracher, K. D., „Die Auflösung der Weimarer Republik“, a.a.O., S. 50–56.Google Scholar
  180. 169.
    So Brüning, H., in einem Brief an die Deutsche Rundschau, NF, Heft 7. Juli 1947.Google Scholar
  181. 170.
    Severing, H., „Mein Lebensweg“, a.a.O., Bd. 2, S. 247.Google Scholar
  182. 171.
    S. d. „Akten der Reichskanzler“, Bundesarchiv Koblenz, R 43 I/ 1442/212.Google Scholar
  183. 172.
    Meißner, O., „Staatssekretär unter Ebert, Hindenburg und Hitler“, Hamburg 1950, S. 188.Google Scholar
  184. 173.
    Bracher, K. D., „Deutschland zwischen Demokratie und Diktatur“, Bern, München, Wien 1964, S. 43, und derselbe in: „Die Auflösung der Weimarer Republik“, a.a.O., S. 323; ähnlich Pünder, H., „Politik in der Reichskanzlei“, in: Schriftenreihe der Vierteljahreszeitschrift für Zeitgeschichte, Nr. 3, 1961, S. 59.Google Scholar
  185. 174.
    Görlitz, W., „Hindenburg . . .“, a.a.O., S. 324.Google Scholar
  186. 175.
    So z. B. die Abneigung gegen Wirth (s. d. Meißner, O., „Staatssekretär . . .“, a.a.O., S. 207), seine Forderungen nach Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft (s. d. einen Brief Hindenburgs schon vom 18. 3. 1930, zit. bei Hubatsch, W., „Hindenburg und der Staat“, a.a.O., S. 301). Vgl. auch Treviranus, G. R., „Das Ende von Weimar, Heinrich Brüning und seine Zeit“, Düsseldorf-Wien 1968, S. 107 ff., der die zwischenmenschlichen Beziehungen eingehend schildert.Google Scholar
  187. 176.
    Für die Zeit bis zu den September-Wahlen von 1930 sind die sozialdemokratischen Autoren allerdings der Ansicht, daß auch Brüning die Unterstützung der SPD nicht gewollt habe (s. d. Keil, W., „Erlebnisse eines Sozialdemokraten“, Stuttgart 1948, S. 393, und Severing, K., „Mein Lebensweg“, a.a.O., Bd. 2, S. 246), während Curtius auch diese Haltung schon auf die vom Reichspräsidenten gestellten Bedingungen zurückführt (s. d. Curtius, J., „Sechs Jahre Minister der Deutschen Republik“, Heidelberg 1948, S. 162).Google Scholar
  188. 177.
    Selbst nach der Reichstagswahl vom September 1930 war Hindenburg noch nicht zu einer Einbeziehung der Sozialdemokratie bereit. S. d. Morsey, R., und Matthias, E., „Das Ende der Parteien“, Düsseldorf 1960, S. 104. Vgl. auch Dorpalen, A., „Hindenburg and the Weimar Republic“, Princeton 1964, S. 186.Google Scholar
  189. 178.
    Das betont Hoegner, W., „Die verratene Republik“, München 1958, S. 241. Für einige Einzelheiten s. Berghahn, V. R., „Harzburger Front und Hindenburgs Kandidatur“, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. XIII, Heft 1, 1965, S. 80.Google Scholar
  190. 179.
    Görlitz, W., „Hindenburg . . .“, a.a.O., S. 347.Google Scholar
  191. 180.
    S. d. Scheuner, U., „Die Anwendung des Art. 48 der Weimarer Reichsverfassung unter den Präsidentschaften von Ebert und Hindenburg“, in: „Staat, Wirtschaft und Politik in der Weimarer Republik“, Festschrift für Heinrich Brüning, Hrsg. F. A. Herrnens und Th. Schieder, Berlin 1967, S. 249 ff.Google Scholar
  192. 181.
    Görlitz, W., „Hindenburg . . .“, a.a.O., S. 352; sowie Meißner, O., „Staatssekretär . . .“, a.a.O., S. 222.Google Scholar
  193. 182.
    Severing, K., „Mein Lebensweg“, Bd. 2, a.a.O., S. 302.Google Scholar
  194. 183.
    Vgl. d. Braun, O., „Von Weimar zu Hitler“, a.a.O., S. 373, und Högner, W., „Die verratene Republik“, a.a.O., S. 243.Google Scholar
  195. 184.
    Vgl d. auch Zechlin, W., „Pressechef bei Ebert, Hindenburg und Kopf, Hannover 1956, S. 119; sowie Bracher, K. D., „Die Auflösung . . .“, a.a.O., S. 480.Google Scholar
  196. 185.
    Brüning hat diese Krise als den „Anfang eines Bruches zwischen ihm und mir“ bezeichnet, so in: Deutsche Rundschau, a.a.O.Google Scholar
  197. 186.
    S. d. auch Gebhardt, B., „Handbuch der Deutschen Geschichte“, a.a.O., S. 170 f.Google Scholar
  198. 187.
    Das betonen z. B. Brüning in seinem Brief in der Deutschen Rundschau, a.a.O., und Heuß, Th., „Erinnerungen 1905–1933“, Tübingen 1963, S. 413. Anderer Ansicht sind Görlitz, W„ „Hindenburg . . .“, a.a.O., S. 348, und Meißner, O., „Staatssekretär . . .“, a.a.O., S. 213 f.Google Scholar
  199. 188.
    Das betonen z. B. Friedensburg, F., „Die Weimarer Republik“, a.a.O., S. 365 ff., und Eschenburg, Th., „Die improvisierte Demokratie“, a.a.O., S. 237, und derselbe in: „Die Rolle der Persönlichkeit in der Krise der Weimarer Republik, Hindenburg, Gröner, Schleicher und von Papen“, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 9. Jg., 1961.Google Scholar
  200. 189.
    Zur Geschichte des Parteiensystems s. Nousiainen, J., „Le Parlementarisme finlandais“, in: Finnland, Geschichte und Gegenwart, Helsinki 1963, S. 82 ff.Google Scholar
  201. 190.
    S. d. Lemberg, M., „Finland: Two Years of Left Wing Coalition“, in: Scandinavian Political Studies, Vol. III 1968, S. 230. Vgl. auch Kastari, P., „Le Chef de l’Etat dans les Institutions Finlandaises“, in: Revue de Droit er de la Science Politique en France et à l’Etranger, Septembre-Octobre 1967, S. 869.Google Scholar
  202. 192.
    So Präsident Kekkonen in einem Vortrag am 23. 10. 1967, abgedruckt in: „Helsingin Sanomat“ v. 24. 10. 1967. Vgl. auch Kastari, P., „Staatspräsident und Regierungssystem in Finnland“ in: Österreichische Zeitschrift für Öffentliches Recht, Heft 18, 1968, S. 265.Google Scholar
  203. 193.
    Kastari, P., „The Finnish Constitutional System“, a.a.O., S. 23.Google Scholar
  204. 194.
    Kastari, P., „Le Chef de l’Etat . . .“, a.a.O., S. 865Google Scholar
  205. 195.
    Kastari, P., „Le Chef de l’Etat . . .“, a.a.O., S. 865.Google Scholar
  206. 196.
    So in einem Vortrag am 23. 10. 1967, a.a.O.Google Scholar
  207. 197.
    Vgl. Tarkiainen, T., „Der Präsident der Republik“, in: Finnland, Geschichte und Gegenwart“, a.a.O., S. 71 ff.Google Scholar
  208. 198.
    S. d. Kastari, P., „Equilibre entre le pouvoir législatif et le pouvoir exécutif“, in: Annales Academiae Scientiarum Fennicae, Serie b, To. XXXVIII, Helsinki 1938, S. 23 f. Stahlberg benutzte also jenes Argument das auch in der englischen Diskussion immer wieder zur Rechtfertigung des Einsatzes dieses Teiles der reserve power verwandt wurde.Google Scholar
  209. 199.
    Kastari, P., „La Présidence de la Republique en Finlande“, a.a.O., S. 50.Google Scholar
  210. 200.
    Kastari, P., „La Présidence . . .“, a.a.O., S. 50.Google Scholar
  211. 201.
    Kastari, P., „Le Chef de L’Etat . . .“, a.a.O., S. 869.Google Scholar
  212. 202.
    Kastari, P., „La Présidence . . .“, a.a.O., S. 46.Google Scholar
  213. 203.
    Vgl. Zilliacus, K., „Parliamentary Democracy in Finland“, in: Parliamentary Affairs, Vol. IX, Nr. 4, London 1956, S. 434.Google Scholar
  214. 204.
    Kekkonen in seinem Vortrag am 23. 10. 1967. a.a.O.Google Scholar
  215. 205.
    Kastari, P., „Le Chef de l’Etat . . .“, a.a.O., S. 866.Google Scholar
  216. 206.
    Kastari, P., „Le Chef de l’Etat . . .“, a.a.O., S. 870.Google Scholar
  217. 207.
    Kekkonen spricht in seinem Vortrag am 23. 10. 1967 von 60 Fällen, davon 2 in seiner eigenen Amtszeit, in denen der Präsident von dem Standpunkt der Kabinette abgewichen sei. Dabei handelt es sich jedoch nur um die in den Protokollen des Staatsrates festgehaltenen Meinungsverschiedenheiten; die meisten werden vor den offiziellen Kabinettssitzungen ausgetragen und erscheinen nicht in den Protokollen.Google Scholar
  218. 208.
    Vgl Kastari, P., „Staatspräsident . . .“, a.a.O., S. 267 ff.Google Scholar
  219. 209.
    Wobei, um endlose Wahlgänge zu vermeiden, der dritte Wahlgang als Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten stattfindet, die im zweiten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.Google Scholar
  220. 210.
    Für eine eingehende Analyse der finnischen Wählerschaft s. Allardt, E., und Pesonen, P., „Cleavages in Finnish Politics“, in: Party Systems and Voter Alignments, hrsg. von S. M. Lipset und St. Rokkan, New York-London 1967 S. 325 ff., und Borg, O., „Basic Dimensions of Finnish Party Ideologies: A Factor Analytical Study“, in: Scandinavian Political Studies, Vol. I, 1966, S. 94 ff.Google Scholar
  221. 211.
    S. d. „Presidential Elections in Finland“, in: Finnish Features, Nr. 1, 1962; vgl. auch Kastari, P., „The Finnish Constitutional System . . .“, a.a.O., S. 16.Google Scholar
  222. 212.
    Dabei kann nicht übersehen werden, daß die Entwicklung und Verbreitung der modernen Massenkommunikationsmittel Rundfunk und Fernsehen die Voraussetzungen für diesen Stilwandel boten. Vgl. Nordenstring, K., and Wiio, O.A., „Some Effects of Radio and Television on Candidate and Party Images“, in: Scandinavian Political Studies, Vol. 2, 1967, S. 223 ff.Google Scholar
  223. 213.
    S. d. Allardt, E., und Pesonen, P., „Cleavages in Finnish Politics“, a.a.O., S. 360.Google Scholar
  224. 214.
    Vgl. „Erhöhte politische Temperatur in Finnland“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 24. 1. 1968.Google Scholar
  225. 215.
    S. d. Lemberg, M., „Finland: Domestic Politics during 1962–65“, in: Scandinavian Political Studies, Vol. I, 1966, S. 264/247.Google Scholar
  226. 216.
    Vgl d. Lemberg, M., „Finland: Domestic Politics during 1962–65“, a.a.O., S. 247 ff.Google Scholar
  227. 217.
    Vgl. S. 157.Google Scholar
  228. 218.
    Das hat auch Kekkonen in seinem Vortrag am 23. 10. 1967, a.a.O., bestätigt.Google Scholar
  229. 219.
    Kastari, P., „Le Chef de l’Etat . . .“, a.a.O., S. 880.Google Scholar
  230. 220.
    Kastari, P., „The Finnish constitutional system . . .“, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  231. 221.
    U. Kekkonen in seinem Vortrag am 23. 10. 1967, a.a.O.Google Scholar
  232. 222.
    S. d. „Umbruch in Finnland“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 1. 6. 1966, Blatt 1; sowie „Einig über die finnische Regierungskoalition“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 24. 5. 1963, Blatt 1.Google Scholar
  233. 223.
    Kekkonen hatte unmittelbar nach der Reichstagseröffnung den Führer der Sozialdemokraten, Paasio, mit der Regierungsbildung beauftragt, und zwar entweder auf breiter Basis oder als Minderheitenkabinett. S. d. „Auftrag an Paasio zur Regierungsbildung“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 18.4. 1966, Blatt 3, und „Kekkonens Auftrag an Paasio“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 23. 4. 1966, Blatt 3.Google Scholar
  234. 224.
    1958 waren die Sozialdemokraten auf Druck Moskaus aus der Regierung entfernt worden, hatten inzwischen aber „partial absolution in Moscow“ erhalten (Lemberg, W., „Finland: The Parliamentary Election of 1966“, in: Scandinavian Political Studies, Vol. 2, 1967, S. 250).Google Scholar
  235. 225.
    So. z. B. Hermens, F. A., „Demokratie oder Anarchie?“, a.a.O., S. 325 ff.Google Scholar
  236. 226.
    Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 156.Google Scholar
  237. 227.
    Für einige Einzelheiten s. Skottsberg, B., „Der Österreichische Parlamentarismus . . .“, a.a.O., S. 407 ff.Google Scholar
  238. 228.
    Alle Zitate bei Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 137 u. 136. — Diese Erfahrungen sind allerdings kaum in das österreichische öffentlich-rechtliche Denken eingegangen. Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts“, Wien 1957, S. 232, betonen ausdrücklich die Befugnis des Bundespräsidenten, den Bundeskanzler zu ernennen und zu entlassen. Auf S. 235 wird dann einschränkend bemerkt, daß die Ermessensfreiheit des Bundespräsidenten verfassungsrechtlich — „allerdings nicht auch politisch44 — besteht.Google Scholar
  239. 229.
    Für einige Einzelheiten s. Naßmacher, K. H., „Das österreichische Regierungssystem, Große Koalition oder alternierende Regierung?“; Köln-Opladen, 1968.Google Scholar
  240. 230.
    Zur Wiedereinsetzung des Bundesverfassungsgesetzes vom 1. 10. 1920 in der Fassung der Novelle von 1929 s. Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts44, a.a.O., S. 42/43.Google Scholar
  241. 231.
    Im ersten Wahlgang ist gemäß Art. 60, 2 der Bundesverfassung die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich; wird diese von keinem Kandidaten erreicht, findet eine Stichwahl statt. S. d. Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch des österreichischen Verfassungsrechts“, a.a.O., S. 229.Google Scholar
  242. 232.
    S. d. Vorhofer, K., „Innenpolitik von innen“, in: Forum, Heft 135, März 1965, S. 110. Dieser Interpretation ist entgegengehalten worden, daß Jonas nur mit einer sehr knappen Mehrheit gewählt worden sei und daß die ÖVP mit ihrem Kandidaten Gorbach die besten Chancen gehabt hätte, erstmals den Bundespräsidenten zu stellen. Dieser Hinweis übersieht, daß Jonas unter anderen potentiellen SPÖ-Kandidaten die relativ besten Aussichten hatte. Es erscheint unwahrscheinlich, daß ein anderer SPÖ-Kandidat Gorbach hätte schlagen können.Google Scholar
  243. 233.
    S. d. Kirchheimer, O., „The Waning of Opposition in Parliamentary Regimes“, in: Social Research, Vol. XXIV, Albany (N. Y.) 1957, S. 127–156 (dt. Fassung: „Vom Wandel der politischen Opposition“, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Bd. XLIII, Neuwied und Berlin 1957, S. 59–86). Zur Kritik s. Naßmacher, K. H., „Das österreichische Regierungssystem“, a.a.O. Den Gedanken Kirchheimers folgt auch Marcic, R., „Die Zukunft der Koalition“, Wien 1966 (eine um Fußnoten erweiterte Fassung dieses Beitrags erschien Karlsruhe 1966), der über Kirchheimer hinausgehend noch den österreichischen Volkscharakter bemüht „Die Koalition repräsentiert den Typus des Österreichers, der auf Ausgleich bedacht ist“ (S. 59). In differenzierter Form, ausgehend von dem Modell’ der politischen Kultur, verwendet auch G. Lehmbruch („Proporzdemokratie“, Tübingen 1967, insbes. S. 20 ff.) dieses Argument. Dabei wird in der Regel die Möglichkeit übersehen, die „politische Kultur“ durch entsprechende Institutionen zu gestalten, was letztlich Aufgabe der Verfassungspolitik ist. Dieser Einwand gilt auch gegen die Drei-Lager-These von A. Wandruschka („Österreichs politische Struktur“, in: Geschichte der Republik Österreich, hrsg. von H. Benedikt, München 1954, S. 291 ff.). Dieses Konzept beschreibt in mancher Hinsicht die politische Entwicklung, sie ist aber kaum eine „natur- oder gottgewollte Dreiteilung“ (S. 293), sondern selbst nur erklärbar, wenn man den institutionellen Datenkranz mitberücksichtigt.Google Scholar
  244. 234.
    Für eine Zusammenfassung s. Vodopivec, A., „Die Balkanisierung Österreichs — Folgen einer großen Koalition“, Wien und München 1966. Vgl. auch „Österreichs große Koalition Modell für Bonn?“, in: „Der Spiegel“ vom 1. 9. 1965.Google Scholar
  245. 235.
    Einen Überblick über die innerösterreichische Kritik gibt der von R. Marcic, E. Mock, F. M. Schmölz und E. Weinzierl herausgegebene Band „Zur Reform der österreichischen Innenpolitik 1955–1965. Dokumentation“. Wien, Frankfurt, Zürich, Salzburg, München 1966, dort vor allem die Beiträge von G. Nenning (S. 747 ff.), G. E. Kafka (S. 779 ff.) und H. Thür (S. 789). Es ist jedoch bezeichnend, daß von den 100 öffentlich-rechtlichen Beiträgen nicht einer den Ausweg eines alternierenden Regierungssystems erwägt. Ansätze zu einer solchen Betrachtung findet man dagegen bei Koja, F., „Was heißt und wozu braucht man Opposition?“ in: Forum 1965, Heft 144, S. 561 ff., und Leser, N., „Krise der SPÖ — Krise der Republik“, in: Forum 1965, Heft 135, S. 115. Vgl. auch die seit 1959 im Forum geführte Diskussion über das „Unbehagen im Parteienstaat“. Der erste Beitrag zu diesem Thema erschien in Heft 62, S. 50 ff. Die meisten Äußerungen beschäftigen sich allerdings mit der Frage der Rechtsstellung der politischen Parteien und sehen die Ursache der Malaise in der Tatsache, daß den Parteien in der Verfassung kein Platz zugewiesen sei (als ob Parteien der verfassungsrechtlichen Bestätigung bedürften). Über diesen formalen Aspekt hinaus gehen vor allem folgende Beiträge in: Forum 1959, Heft 66: Tzöbl, J., Die Koalition als Kerker“, S. 206 ff.; Gredler, W., „Die vergessene Mitte“, S. 211, und Heft 70: Leignitz, R., „Die Koalition ist nicht ewig“, S. 356 ff.Google Scholar
  246. 236.
    Vgl. Preston, R., „Austrian Parliamentary Democracy“, in: Parliamentary Affairs, Vol. 10 1956/1957, S. 344.Google Scholar
  247. 237.
    S. d. Schärf, A., „Zwischen Demokratie und Volksdemokratie“, Wien 1950, S. 9 ff.Google Scholar
  248. 238.
    Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch des österreichischen Verfassungsrechtes“, a.a.O., S. 243; Kelsen, H., Froehlich, G., und Merkl, A., „Die Bundesverfassung vom 1. Oktober 1920“, Wien 1922, S. 166, und Pfeifer, H., „Über die Beschlußfassung der Regierung und die Verantwortlichkeit ihrer Mitglieder“, in: Juristische Blätter, Wien 1964, Heft 19/20, S. 485 ff., s. auch die Fortsetzung dieses Beitrages in Heft 21/22, S. 541 ff.Google Scholar
  249. 239.
    Pfeifer, H., „Österreichs Parteien und Parlament seit 1945“, in: Jahrbuch des öffentlichen Rechtes der Gegenwart, Neue Folge, Bd. 11, Tübingen 1962, S. 437 ff., und Gruber, K., „Zwischen Befreiung und Freiheit“, 2. Aufl., Wien 1953, S. 175 ff. Nicht ganz klar in diesem Punkt sind die Bemerkungen von Schärf, A., „Österreichs Erneuerung 1945–1955“, Wien 1955, S. 173 f., der allerdings auch den Begriff „Demission“ verwendet.Google Scholar
  250. 240.
    So insbesondere Vodopivec, A., „Wer regiert Österreich?“ 1. Aufl., Wien 1956, S. 131 (die gleiche Darstellung findet sich auch in der 2. Auflage, Wien 1962, S. 27/28). Vodopivec hält an seiner Darstellung auch in seinem zweiten Buch „Die Balkanisierung Österreichs“, a.a.O., S. 112, fest und bezieht sich dort auf die Ausführungen von Schärf, die aber, wie erwähnt, in diesem Punkte nicht eindeutig sind.Google Scholar
  251. 241.
    Zum folgenden s. Vodopivec, A., „Wer regiert Österreich?“ 2. Aufl., a.a.O., S. 27 ff., und Pfeifer, H., „Österreichs Parteien . . .“, a.a.O., S. 447.Google Scholar
  252. 242.
    S. d. Schärf, A., „Österreichs Erneuerung 1945–1955“, a.a.O., S. 328 ff.Google Scholar
  253. 243.
    S. d. Tzöbl, J., „Koalition als Kerker“, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  254. 244.
    Einen deutlichen Hinweis auf die Bedeutung, die Schärf auch als Bundespräsident Tür die politische Willensbildung hatte, ist, daß er bei seinem Amtsantritt eine Art „Regierungserklärung“ abgab, in der er zwar das Entscheidungsrecht von Parlament und Regierung hervorhob, aber auch jene Fragen nannte, die er „zur Diskussion stellen“ werde. S. d. Rede in der Pressekonferenz am 22. 5. 1957, in: Schärf, A., „Der Teil und das Ganze“, Wien 1965, S. 99.Google Scholar
  255. 245.
    S. d. Engelmann, F. C., „Haggling for the Equilibrium. The Renegotiation of the Austrian Coalition 1959“, in: American Political Science Review, Vol. 56, Sept. 1962, S. 651 ff.Google Scholar
  256. 246.
    Vodopivec, A., „Wer regiert Österreich?“, 1. Aufl. a.a.O., S. 131.Google Scholar
  257. 247.
    Preston, R., „Austrian Parliamentary Democracy“, a.a.O., S. 352, bezeichnet Schärf als „the champion of the balance of power between the parties“. Das bestätigt ein F. C. Engelmann zugeschriebenes Bonmot: Die große Koalition war die Koalition Schärfs, und sie hat ihn nur um wenige Monate überlebt.Google Scholar
  258. 248.
    Shell, K. L., „The Transformation of Austrian Socialism“, Albany 1963, S. 171.Google Scholar
  259. 249.
    S. d. eingehend Schärf, A., „Österreichs Erneuerung . . .“, a.a.O., S. 328; indirekt aber auch Raab, J., „Selbstportrait eines Politikers“, Wien 1964, S. 26.Google Scholar
  260. 250.
    So schreibt der damalige Außenminister K. Gruber („Zwischen Befreiung und Freiheit“, a.a.O., S. 299): „Zugleich wurde geraunt, der Bundespräsident würde eine Koalition der beiden Rechtsparteien nicht zur Kenntnis nehmea Das war freilich mehr ein Argument als eine Realität.“Google Scholar
  261. 251.
    Insbesondere aufgrund der eingehenden Schilderung der Ereignisse durch Schärf ist die simplifizierende These, der Bundespräsident habe sich geweigert, den VdU in die Regierung aufzunehmen und damit die Entscheidung über die Regierungsbildung getroffen, nicht haltbar. Dennoch durchzieht dieses Argument fast die gesamte juristische Literatur — es paßt offensichtlich zu gut in die gewünschte Vorstellung eines starken Bundespräsidenten. So z. B. auch wieder Koja, F., „Der Parlamentarismus in Österreich“, a.a.O., S. 341, der aus den Ereignissen des Jahres 1953 folgert: „So kann der Bundespräsident entscheiden, ob eine Partei allein oder eine Parteikonstellation die Regierung bildet.“Google Scholar
  262. 252.
    Kennzeichnend ist dafür z. B. die Haltung des damaligen Vizekanzlers Schärf, der noch 1958 als Bundespräsident die Ansicht vertrat, daß die Regierung einer Partei die Gefahr eines Bürgerkrieges mit sich bringe. S. d. „Ansprache auf der Pressekonferenz vom 15. 1. 1958“, in: „Der Teil und das Ganze“, a.a.O., S. 107. Zum Jahreswechsel 1959/60 (a.a.O., S. 118) formulierte er: „Unter allen demokratischen Staaten besitzt Österreich die breiteste und sicherste parlamentarische Grundlage für die Tätigkeit der Regierung.“ Zu diesem Zeitpunkt war allerdings die öffentliche Diskussion über das „Unbehagen im Parteienstaat“ bereits lebhaft im Gange (vgl. d. S. 176 Anmerkung 235).Google Scholar
  263. 253.
    Für einige Einzelheiten s. Naßmacher, K. H., „Die Österreichische Koalition — Entstehung, Arbeitsweise und Zusammenbruch“ in: Jahrbuch für Verfassung und Verfassungswirklichkeit, Bd. 1, Köln-Opladen 1966, S. 84 ff.Google Scholar
  264. 254.
    Dieses „Trauma“ der österreichischen Innenpolitik wurde erst in den letzten Jahren langsam abgebaut. Schon 1965 sprach G. Nenning („Die Zukunft der Proporzdemokratie“, in: Die Presse, Wien, v. 15./16. 5. 1965) von der „grotesken Alternative Koalition oder Bürgerkrieg?“Google Scholar
  265. 255.
    Zum Staatsvertrag s. Ermacora, F., „Der Staatsvertrag und die österreichische Bundesverfassung“, in: Juristische Blätter, Wien 1955, Heft 13, S. 320 ff.Google Scholar
  266. 256.
    Pittermann, B., „Österreichs Innenpolitik nach dem Staatsvertrag“, in: Die Zukunft, Wien 1955, Heft 7, S. 189 ff.Google Scholar
  267. 257.
    Vgl. Kafka, G., „Gibt es einen Ausweg?“, in: Der Volksbote, Innsbruck, v. 24. 12. 1965, S. 9 und 11, der davon spricht, daß Politik zur Interessenbefriedung von Kleingruppen („Koali-tionsgewinnlern“) geworden sei. — Auch nach dem Wahlsieg der ÖVP 1966 gelang es der SPÖ, einen Anteil an der Wirtschaftskontrolle zu behaupten. Das für die ÖVP so wesentliche Landwirtschaftsförderungsgesetz benötigte eine Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat. Die SPÖ war nur bereit, dem Gesetz zuzustimmen, wenn die ÖVP den „Proporz“ in den verstaatlichten Industrien durch Gesetz festlegte. Damit entfiel die von Pittermann 1955 anvisierte „Bürgerkriegsgefahr“. Zu dem schon bestehenden Verfassungskonsens der Wählerschaft zu dem alternierenden Parteiensystem trat die Bereitschaft der Parteiorganisationen, die Oppositionsrolle im Parlament bei Mitbestimmung in der Wirtschaftsführung hinzunehmen.Google Scholar
  268. 258.
    Daß die tatsächliche Struktur der Wählerschaft dieser Einschätzung nicht entsprach, daß also auch in Österreich die Voraussetzung eines alternierenden Regierungssystems in der Wählerschaft sich nach und nach herausgebildet hatte, geht trotz aller methodischen Einwände, die gegen diese Untersuchung zu erheben sind, schon aus der Arbeit von Blecha-Gmoser-Kienzl „Der durchleuchtete Wähler“, Wien 1964, insbesondere S. 31 ff., hervor.Google Scholar
  269. 259.
    Koja, F., „Der Parlamentarismus in Österreich . . .“, a.a.O., S. 335, betont, daß „das durch nahezu zwei Jahrzehnte unbestritten geltende Dogma der ‚großen Koalition‘ jede andere Mehrheitsbildung ausschloß“.Google Scholar
  270. 260.
    Dieses freie Ermessen betont z. B. Marcic, R., „Mehr als ein Amt: Eine Macht“, in: Forum 1957, Heft 40, S. 128, der die politische Begrenzung dieser Ermessensfreiheit auch erwähnt, dann aber folgert: „Immerhin gewährt ihm seine rechtliche Freiheit . . . eine starke Unabhängigkeitsposition gegenüber den Parteien, die es ihm gegebenenfalls ermöglicht, eine Beamtenregierung oder eine Fachregierung zu bestellen.“ Marcic übersieht dabei, daß, auch wenn es als Folge einer Paralyse des Parteiensystems zu einer solchen Regierung kommt, diese sich nur behaupten kann, wenn sie von den Parteien toleriert wird. Jede Regierung verdankt ihre Existenz letztlich der zumindest latenten Zustimmung der Parteien, nicht einer wie auch immer begründeten Unabhängigkeitsposition des Staatsoberhauptes.Google Scholar
  271. 261.
    So Marcic, R., „Mehr als ein Amt“, a.a.O., S. 127. Typisch für jene Darstellungen, die den Präsidenten als eine machtvolle Institution betrachten, ist die von R. Preston („Austrian Parliamentary Democracy“, a.a.O.), der die Pflicht der Gegenzeichnung (Art. 67 der Bundesverfassung) nicht erwähnt und dann zu dem Schluß kommt: „The president was given powers . . . approaching those of the President of the United States“ (S. 350).Google Scholar
  272. 262.
    Auch Peter Pern thaler hält an dieser Darstellung fest, wenn er schreibt, „daß die parlamentarische Präsidentschaftsdemokratie nach dem österreichischen Modell von der parlamentarischen Demokratie im grundsätzlichen verschieden ist“ („Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 194), obwohl er mehrfach betont hat, daß die plebiszitäre Wahl des Bundespräsidenten nicht den erwünschten Erfolg hat (so z. B. S. 136, 149, 156 und 196).Google Scholar
  273. 263.
    Vgl. d. auch Pelinka, A., „Repräsentant oder Staatschef?“, a.a.O., der zu einem ähnlichen Ergebnis kommt und deshalb die Abschaffung der direkten Volkswahl als eines „strukturwidrigen Dualismus“ fordert.Google Scholar
  274. 264.
    Sichtbarster Ausdruck der Bedeutung der Koalitionsabsprachen war der jeweils abgeschlossene Koalitionspakt (s. d. Schüle, A., „Koalitionsvereinbarungen im Lichte des Verfassungsrechts“, Tübingen 1964), über dessen Verfassungswidrigkeit einerseits oder dessen rechtliche Bindung andererseits viel gestritten worden ist. S. d. z. B. Merkl, A., „Die Antwort der Verfassung“, in: Forum, Wien 1959, Heft 62, S. 50 ff. oder Marcic, R., „Neun Fragen an die Parteien“, in: Forum, Wien 1965, Heft 144, S. 565 ff. Wesentlicher erscheint es, daß solche Vereinbarungen, wie immer man sie nennt, systemnotwendige Bestandteile von Koalitionsregierungen sind.Google Scholar
  275. 265.
    Vgl. d. Pernthaler, P., „Das Staatsoberhaupt . . .“, a.a.O., S. 157 ff.Google Scholar
  276. 266.
    Dabei besteht allerdings das Problem, daß dieses Recht — ähnlich der Situation im Frankreich der III. Republik — als Folge des Konfliktes von 1930 (s. S. 114) möglicherweise nicht mehr angewandt wird: in der österreichischen Verfassungspraxis ist diese Frage nicht ausdiskutiert, weil die Auflösung unter der großen Koalition anders erfolgte.Google Scholar
  277. 267.
    Vgl. d. „Streit zwischen Jonas und Klaus“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. 2. 1968.Google Scholar
  278. 268.
    So Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch des Österreichischen Verfassungsrechtes“, a.a.O., S. 235.Google Scholar
  279. 269.
    Demgegenüber wird oft betont, aus der politischen Verantwortlichkeit des österreichischen Bundespräsidenten ergäben sich wesentliche Unterschiede. Unter politischer Verantwortlichkeit (so z. B. Marcic, R., „Mehr als ein Amt“, a.a.O., S. 128, aber auch Koja, F., „Parlamentarismus in Österreich“, a.a.O., S. 341) wird dabei die Möglichkeit verstanden, daß der Nationalrat gemäß Art. 60,3 der Bundesverfassung mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder eine Volksabstimmung über die Absetzung des Bundespräsidenten einleiten kann (s. d. Adamovich, L., und Spanner, H., „Handbuch . . .“, a.a.O., S. 236). Die diesen Aspekt betonende Literatur verzichtet jedoch darauf, den Realitätsgehalt solcher Vorschriften zu erörtern, mögliche Beispiele werden nicht konstruiert — sie würden nur die Wirklichkeitsfremdheit der Bestimmungen demonstrieren. Es wird auch nicht bemerkt, daß in den europäischen Ländern, die solche Bestimmungen kennen, diese noch nie angewandt worden sind. Eine parlamentarische Mehrheit kann sich gegen jedes Staatsoberhaupt durchsetzen, ganz gleich, ob es MacMahon, Millerand, Leopold III. oder sonstwie heißt.Google Scholar
  280. 270.
    S. d. s. S. 212 ff.) Das wird auch deutlich, wenn Pernthaler sich in einer Diskussion dieser Frage auf die deutsche Literatur stützt.Google Scholar
  281. 271.
    Für einige Einzelheiten s. Naßmacher, K. H., „Die Österreichische Koalition . . .“, a.a.O., der drei Gründe für den Wahlerfolg der ÖVP nennt: a) die Konzentration der bürgerlichen Wähler auf die ÖVP, d. h. einen Wechsel von FPÖ zur ÖVP, b) einen Wechsel von SPÖ zur ÖVP als Folge des Personalplebiszits zugunsten von Bundeskanzler Klaus, was für die weitere Entwicklung des Parteiensystems besonders wichtig ist, und c) das Absplittern der Olah-Gruppe von der SPÖ. Vgl. d. auch Golltz, G., „Fast hätte es zum 86. Mandat der ÖVP gereicht“, in: Berichte und Informationen, Heft 1025, vom 28. 3. 1966, S. 5.Google Scholar
  282. 272.
    Der Gedanke an eine solche verfassungspolitische Entwicklung hat in weiten Bereichen der österreichischen juristischen Literatur bis 1966 keinen Platz gehabt. Noch im November 1965 betonte H. Schambeck „Die Koalition ist somit ein durch die Verfassung bestätigtes staatspolitisches Erfordernis“ und bemühte zur Begründung dieser Auffassung auch noch den Staatsvertrag („Parteiadelsrepublik Österreich“, in: Forum 1965, Heft 143, S. 488).Google Scholar
  283. 273.
    Das hat z. B. dazu geführt, daß die ÖVP schon nach 1966 Umschau nach einem geeigneten Koalitionspartner für den Fall eines Verlustes ihrer Mehrheit in den nächsten Wahlen gehalten hat. Typisch dafür z. B. der Pakt zwischen ÖVP und FPÖ in Oberösterreich nach den Landtagswahlen vom Oktober 1967. S. d. Naßmacher, K. H., „Regionaler Wahlentscheid und Regierungssystem in Österreich“ in: Jahrbuch für Verfassung und Verfassungswirklichkeit, 1968, Teil 1.Google Scholar
  284. 274.
    Burghardt, A., „Ein Vorschlag als Epilog“, in: Die Furche vom 5. Juni 1965.Google Scholar
  285. 275.
    Zum Begriff s. S. 81.Google Scholar
  286. 276.
    So Loewenstein, K., „Der Staatspräsident“, a.a.O., S. 386.Google Scholar
  287. 277.
    S. d. S. 212 ff., Die Erörterungen der Stellung des Bundespräsidenten im Regierungssystem der Bundesrepublik.Google Scholar
  288. 278.
    C. Schmitt betont selbst, in welchem Umfang seine verfassungsrechtliche Interpretation als „Hüter der Verfassung“ im deutschen Staatsrecht akzeptiert wurde. S. d. Schmitt, C., „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 3, Anmerkung 2.Google Scholar
  289. 279.
    Vgl. d. Grauhan, R. R., „Gibt es in der Bundesrepublik einen pouvoir neutre?“, Diss. Heidelberg 1959, S. 2.Google Scholar
  290. 280.
    Constant, B., „Cours de Politique Constitutionnelle“, Paris 1861, Bd. 1, S. 13.Google Scholar
  291. 281.
    Constant, B., „Cours de Politique . . .“, Bd. 1, a.a.O., S. 13.Google Scholar
  292. 282.
    Constant, B., „Cours de Politique . . .“, Bd. 1, a.a.O., S. 19.Google Scholar
  293. 283.
    S. d. Constant, B., „Cours de Politique . ..“, Bd. 1, a.a.O., S. 296, und Bd. 2, S. 290.Google Scholar
  294. 284.
    Constant, B., „Cours de Politique . . .“, a.a.O., Bd. 1, S. 19.Google Scholar
  295. 285.
    Constant, B., „Cours de Politique . . .“, a.a.O., Bd. 1, S. 177.Google Scholar
  296. 286.
    So auch Schmitt, C., „Verfassungslehre“, 3. Aufl., Berlin 1957, S. 287; vor allem aber von Mohl, R., „Staatsrecht“, Tübingen 1860, Bd. 1, S. 50, und vom Stein, S., „Geschichte der sozialen Bewegung in Frankreich“, Leipzig 1850, Bd. 3, S. 93 und 129.Google Scholar
  297. 287.
    Constant, B., „Cours de Politique . . .“, a.a.O., Bd. 1, S. 11. Auf Seite 21 schreibt Constant: „Le roi dans un pays libre est un être à part supérieur aux diversités des opinions n’ayant d’autre intérêt que le maintien de l’ordre et le maintien de la liberté.“Google Scholar
  298. 288.
    Ein anderes Problem stellt die sogenannte „Neutralität“ und die „Macht“ der Richter dar, die in deren Unterwerfung unter bestehende Gesetze begründet ist. Nur in der Anwendung der gegebenen Rechtsordnung ist der Richter neutral. Die politische Macht kann — im Rahmen der Verfassung — dagegen nicht von gegebenen Regelungen ausgehen, ihre Aufgabe ist es vielmehr, solche zu schaffen, d. h. politische Konflikte zu lösen. Die Macht, diese Funktion zu erfüllen, kann aber nicht neutral sein, weil sie eine Entscheidung für eine Lösung enthält.Google Scholar
  299. 289.
    Von Mohl, R., „Encyclopädie der Staatswissenschaft“, 2. Aufl., Tübingen 1872, S. 401.Google Scholar
  300. 290.
    S. d. Schmitt, C., „Der Hüter der Verfassung“, in: Beiträge zum öffentlichen Recht der Gegenwart, Heft 1, Tübingen 1929, S. 137.Google Scholar
  301. 291.
    Zum Verständnis der Argumentation von Schmitt sind darüber hinaus die Gedanken von Hobbes und teilweise auch von Bodin wesentlich.Google Scholar
  302. 292.
    Eine umfassende Bibliographie gibt Tommissen, P., „Carl-Schmitt-Biographie“, in: Festschrift für Carl Schmitt zum 70. Geburtstag, Berlin 1959, S. 273 ff.Google Scholar
  303. 293.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, in: Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte, Heft 10, München und Leipzig 1932.Google Scholar
  304. 294.
    Das hat mit aller Deutlichkeit Mathias Schmitz herausgearbeitet, „Die Freund-Feind-Theorie Carl Schmitts“, Ordo Politicus, Bd. 3, Köln-Opladen 1965. Vgl. auch Laufer, H., „Das Kriterium des politischen Handelns, eine Studie zur Freund-Feind-Doktrin von Carl Schmitt auf der Grundlage der Aristotelischen Theorie der Politik“, Diss. Würzburg 1961.Google Scholar
  305. 295.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  306. 296.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, a.a.O., S. 14–15.Google Scholar
  307. 297.
    Vgl. Hofmann, H., „Feindschaft — Grundbegriff des Politischen“, in: Zeitschrift für Politik 1965, Heft 1, S. 17 ff.Google Scholar
  308. 298.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, a.a.O., S. 20, (Hervorhebung im Original).Google Scholar
  309. 299.
    Kritisch zu diesen Begriffen Schmitz, M., „Die Freund-Feind-Theorie . . .“, a.a.O., S. 91 ff.Google Scholar
  310. 300.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, a.a.O., S. 20.Google Scholar
  311. 301.
    Schmitt, C., „Der Begriff des Politischen“, a.a.O., S. 25.Google Scholar
  312. 302.
    Als Beispiel für eine Gegenposition s. Sternberger, D., „Der Begriff des Politischen. Der Friede als der Grund, das Merkmal und die Norm des Politischen“, Frankfurt 1961.Google Scholar
  313. 303.
    Für die Formulierung der pluralistischen Staatstheorie s. z. B. Laski, H., „Studies in the Problem of Sovereignty“, London 1917, ders. „Authority in the Modern State“, London 1919, und „A Grammar of Politics“, a.a.O.Google Scholar
  314. 304.
    Schmitt, C., „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“, in: Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte, Bd. 1, 2. Aufl., München-Leipzig 1926.Google Scholar
  315. 305.
    Das betont Popitz in einer Besprechung der Schmittschen Abhandlungen über den Hüter der Verfassung „Wer ist Hüter der Verfassung?“, in: Germania, vom 17. April 1931, wiederabgedruckt in: Schmitt, C., Verfassungsrechtliche Aufsätze, Berlin 1958, S. 108.Google Scholar
  316. 306.
    Schmitt, C., „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 110.Google Scholar
  317. 307.
    Schmitt, C., „Verfassungslehre“, München-Leipzig 1928, S. 319.Google Scholar
  318. 308.
    Schmitt, C., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 319.Google Scholar
  319. 309.
    Schmitt, C., „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 83.Google Scholar
  320. 310.
    Schmitt, C., „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 88.Google Scholar
  321. 312.
    S. d. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 419 f., aber auch schon Neumann, S., „Die deutschen Parteien“, Berlin 1932.Google Scholar
  322. 312.
    S. d. Hermens, F. A., „Verfassungslehre“, a.a.O., S. 419 f., aber auch schon Neumann, S., „Die deutschen Parteien“, Berlin 1932.Google Scholar
  323. 313.
    Das betont z. B. auch Heller, H., „Genie und Funktionär in der Politik“, in: Probleme der Demokratie, 2. Reihe, Berlin 1931, S. 68.Google Scholar
  324. 314.
    Darin besteht der Gegensatz z. B. zu Smend, R., „Verfassung und Verfassungsrecht“, Berlin 1928, neu abgedruckt in: Staatsrechtliche Abhandlungen, Berlin 1955, S. 119 ff.Google Scholar
  325. 315.
    Schmitz, M., „Die Freund-Feind-Theorie“, a.a.O., S. 143.Google Scholar
  326. 316.
    Schmitz, M., „Die Freund-Feind-Theorie“, a.a.O., S. 144.Google Scholar
  327. 317.
    Schmitt, G, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 135.Google Scholar
  328. 318.
    Fijalkowski, J., „Die Wendung zum Führerstaat, Ideologische Komponenten in der politischen Philosophie Carl Schmitts“, Köln-Opladen 1958.Google Scholar
  329. 319.
    Das ist im einzelnen aufgeführt in: Schmitt, G, „Legalität und Legitimität“, München-Leipzig 1932, und ders. in: „Weiterentwicklung des totalen Staates in Deutschland“, in: Verfassungsrechtliche Aufsätze, a.a.O., S. 365.Google Scholar
  330. 320.
    Schmitt, G, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 148.Google Scholar
  331. 321.
    Schmitt, G, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 149–157.Google Scholar
  332. 322.
    Schmitt, G, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 138.Google Scholar
  333. 323.
    S. d. Schmitt, G, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 115 ff.Google Scholar
  334. 324.
    Zur Diskussion von Art. 48 s. auch Scheuner, U., „Die Anwendung des Art. 48 der Weimarer Reichsverfassung unter den Präsidentschaften von Ebert und Hindenburg“, in: Staat, Wirtschaft und Politik in der Weimarer Republik, Festschrift für Heinrich Brüning, Berlin 1967, S. 249 ff.Google Scholar
  335. 325.
    An dieser Stelle steht Schmitt im Widerspruch zu seinen eigenen Darlegungen aus dem Jahre 1924 („Die Diktatur des Reichspräsidenten nach Art. 48 Reichsverfassung“, in: Veröffentlichungen der Vereinigung Deutscher Staatsrechtslehrer, Heft I, Berlin-Leipzig 1924). Damals war Schmitt zwar auch schon der Ansicht, daß mit Art. 48,2 in die verschiedensten, nicht nur in die aufgezählten Verfassungsartikel eingegriffen werden könnte, wenn das notwendig sei (so S. 62 ff., insbesondere S. 91), die Verabschiedung des Budgets schloß er explicite aus (S. 99).Google Scholar
  336. 326.
    Schmitt, C., „Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 130.Google Scholar
  337. 327.
    Schmitt, C., „Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 131 (Hervorhebung vom Verf.).Google Scholar
  338. 328.
    Schmitt, C., „Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 158.Google Scholar
  339. 329.
    Schmitt, C., „Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 116.Google Scholar
  340. 330.
    Wenn der an sich banalen Feststellung von Art. 21 GG, daß die Parteien an der politischen Willensbildung mitwirken, eine Bedeutung zukommt, dann die, daß man das Bonner Grundgesetz in dieser Form nicht interpretieren kann.Google Scholar
  341. 331.
    Schmitt, C, „Der Hüter der Verfassung“, a.a.O., S. 159.Google Scholar
  342. 332.
    Für einen Überblick über die ersten empirischen Arbeiten über Prozesse der Willensbildung und die Bedeutung von Primärgruppen und Opinionleaders s. z. B. Katz, E., und Lazarsfeld, P. F., „Personal Influence, The Part Played by People in the Flow of Mass Communication“, Glencoe 1955.Google Scholar
  343. 333.
    Das hat Fraenkel, E., „Der Pluralismus als Strukturelement der freiheitlich rechtsstaatlichen Demokratie“, in: Verhandlungen des 45. Deutschen Juristentages, Bd. II 1964/I, mit aller Deutlichkeit herausgearbeitet.Google Scholar
  344. 334.
    Andererseits weist F. A. Hermens („Begegnungen im Dritten Reich“, in: Hochland, Heft 4, April-Mai 1967, S. 337–339) darauf hin, daß auch bei Schmitt die Möglichkeit zu einer anderen Orientierung bestanden habe.Google Scholar
  345. 335.
    S. d. die bereits zitierte Literatur. Für einen Überblick auch Newman, C, J., „Zerstörung und Selbstzerstörung. ..“, a.a.O., S. 111 ff. und 243 ff., und Hofmann, H., „Legitimität gegen Legalität — der Weg der politischen Philosophie Carl Schmitts“, Politica, Bd. 19, Neuwied 1964.Google Scholar
  346. 336.
    S. d. Kaltefleiter, W., „Wirtschaft und Politik in Deutschland“, a.a.O., S. 35 ff.Google Scholar
  347. 337.
    S. d. Scheuner, U., „Die Anwendung des Artikels 48 . . .“, a.a.O., S. 249 ff.Google Scholar
  348. 338.
    So z. B. Loewenstein, K., „Der Staatspräsident“, a.a.O., S. 387.Google Scholar
  349. 339.
    So Reichsminister a. D. Treviranus in einem Privatinterview am 6. 7. 1966.Google Scholar
  350. 340.
    Hinzu kam das persönliche Verhältnis Brüning-Hindenburg, das schon aus psychologischen Gründen eine solche Auseinandersetzung undenkbar erscheinen läßt.Google Scholar
  351. 341.
    Für die Theorie von Schmitt gilt, was Hermens allgemein über die Bedeutung solcher Ideen schreibt (Einführung zu: Kaltefleiter, W., „Wirtschaft und Politik in Deutschland“, a.a.O., S. 9); „im Mai 1928, in einer Zeit relativer wirtschaftlicher Konsolidierung“ war „der Stimmenanteil der Nationalsozialisten auf 2,6 % gesunken . . . Das war der Fall trotz aller antidemokratischen Ideologien, die damals schon voll entwickelt waren und die in jüngster Zeit von den Vertretern der Politischen Wissenschaft so ausführlich behandelt worden sind — mit Recht, da es wesentlich ist, die in ihnen enthaltenen Trugschlüsse der Generation von heute in einer Weise klarzumachen, daß sie nicht erneut Verwirrung stiften können. Und doch: In einer Zeit auch nur relativ guter Konjunkturen bedeuten all diese antidemokratischen Ideologien praktisch fast nichts . . . Wäre die Entwicklung weitergegangen, wie man es von Mitte 1924 bis Ende 1929 erwarten konnte, so wären alle geistigen Angriffe auf Weimar, gleichgültig wie brillant sie formuüert waren, später als konsequenzlose Produkte von Eigenbrödlern gewertet worden“.Google Scholar
  352. 342.
    Andererseits läßt sich nicht übersehen, in welchem Umfang bei der juristischen Kommentierung des Bonner Grundgesetzes — bewußt oder unbewußt, genannt oder ungenannt — ein Einfluß der Gedanken von Schmitt wirksam ist. Zur methodologischen Auseinandersetzung mit den Bemühungen, aus Schmitts Theorie das Grundgesetz zu interpretieren, s. S. 208.Google Scholar
  353. 343.
    Für einige Einzelheiten S. 249 ff.Google Scholar
  354. 344.
    So Loewenstein, K., „Der Staatspräsident“, a.a.O., S. 386.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1970

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