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Gewässer, Oberflächenformen und Boden

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Zusammenfassung

Keine Erscheinung der Erdoberfläche ist unmittelbarer vom Klima abhängig, als die Bewässerung des Landes. Der Niederschlag, der auf den Boden fällt, setzt seinen Kreislauf teils als Grundwasser unterirdisch fort, teils strömt er an der Oberfläche in sichtbaren Gewässern. In einem Gebiet monatelanger Dürre muß das Grundwasser erheblichen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen, während diese in unserem Gebiet gleichmäßigen Regenfalles unbedeutend sind. Die Austrocknung des Bodens an der Oberfläche beginnt schon im Frühjahr und steigert sich während des Sommers. Trockenrisse zerspalten dann das Erdreich, zugleich sinkt der Grundwasserspiegel tief hinab; nur in besonders wasserreichen Talsohlen erhält er sich in solcher Höhe, daß er von gewöhnlichen Brunnen noch erreicht wird. So müssen die Brunnen, die vom Grundwasser schöpfen, im allgemeinen weit tiefer hinabgetrieben werden, als bei uns, und dennoch versiegen gar viele derselben im Sommer. Überhaupt, je länger die Trockenheit, aber auch je felsiger der Boden ist, desto vereinzelter sind die Örtlichkeiten, wo dauernd wasserführende Brunnen, an muldenförmigen Sammelstellen des Grundwassers oder in größeren Schwemmlandsebenen, angelegt werden können, desto geringer ist die Rolle, welche Grundwasserbrunnen für die Wasserversorgung spielen, während diese in Mitteleuropa überwiegend durch solche Brunnen geschieht.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1922

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