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Weltlage; Bau und Entstehungsgeschichte in ihrem Einfluss auf die Oberflächengestalt

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Zusammenfassung

In auffallendem Gegensatz zu der regelmäßigen Gestalt des Erdkörpers steht die scheinbar jeder Gesetzmäßigkeit entbehrende Gestaltung seiner Oberfläche. Ein Blick auf den Globus zeigt uns unregelmäßige Land- und Wassermassen, die sich gegenseitig in zahllosen Spitzen, Golfen und Inseln durchdringen. Das ist das Ergebnis einer langen Entwicklungsgeschichte, welche die Erde durchgemacht, das Werk unzähliger großer und kleiner Verschiebungen in der Erdkruste, die sich durch die für menschliche Begriffe unermeßlichen geologischen Äonen bald hier, bald da vollzogen haben, mit wechselndem Schauplatz und in wechselnder Art, bald die Spuren der vorhergehenden vertilgend, bald sie unberührt lassend, bald sie verstärkend. Neben diesen Bewegungen in der Erdkruste, die Höhen und Tiefen schaffen, sind die großen Kräfte in der Atmosphäre, Verwitterung und Erosion, und die gewaltige Arbeit des brandenden Meeres beständig tätig, diese Formen umzugestalten, hier abzutragen, dort aufzuschütten, hier einzuschneiden, dort abzuglätten. So sind die Formen der Erdoberfläche beständigem Werden und Vergehen unterworfen; wie im kleinen die Berge und Täler, so im großen die Kontinente und Meere. Die Anordnung der Festländer und Ozeane ist heute nicht mehr dieselbe, wie in der Tertiärzeit, war in dieser eine andere, wie in älteren Perioden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1922

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