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Der Mensch

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Zusammenfassung

Die Verbreitung der Menschenrassen am Mittelmeer läßt eine Ähnlichkeit mit derjenigen der höheren Tierwelt, insbesondere der Säugetiere, nicht verkennen. Wie das Mittelmeergebiet in seiner Gesamtheit einen Teil der paläarktischen Tierregion, d. h. der großen nördlichen Tierregion der Alten Welt bildet, so ist es auch nur ein Teil des Verbreitungsgebietes der weißen Menschenrasse, die mit der gelben sich in jene große Tierregion teilt. Wenn wir uns die Völkerkarte zu Beginn der Geschichte vergegenwärtigen, sehen wir keine anderen als „weiße“ Völker im Mittelmeergebiet, und dieses bildet derartig den Mittelpunkt der weißen Rasse, daß man letztere, anstatt „kaukasische“, mit mehr Recht „mediterrane“ Rasse genannt hat. Innerhalb derselben ist aber das Mittelmeer keine Subregion, sondern eine Grenzscheide, ganz ähnlich wie in der paläarktischen Säugetierwelt: die drei großen Völker- und Sprachstämme der Hamiten, Semiten und Arier gruppieren sich um das Mittelmeer, durch dieses voneinander geschieden. Die Hamiten bewohnen den afrikanischen Teil des Mittelmeergebietes, die Arier den europäischen, die Semiten den vorderasiatischen. Aber wie an der Stelle, wo das Mittelmeer am schmalsten und jüngsten ist, am Bosporus und Hellespont und am Ägäischen Meer, es seine trennende Rolle einbüßt und sich eine Vermischung der europäischen und vorderasiatischen Säugetierfaunen vollzieht: so sehen wir dort ebenso einen engen ethnographischen Zusammenhang, ein schon in prähistorischer Zeit beginnendes Hinüber- und Herüberfluten der Völker.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1922

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