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Die Zeit des Wachstums

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Zusammenfassung

Das Englisch der Vereinigten Staaten sonderte sich somit um die Wende des 18. Jahrhunderts im Wortschatz (und Lautstand) langsam aber merklich von dem Englisch Englands ab. Diese Entwicklung wurde allerdings noch durch den Mangel einer nennenswerten und würdevollen Nationalliteratur behindert. Aber auch durch eine innere politische Zwietracht, die das Nationalbewußtsein schwächte und in seiner Entwicklung erheblich beeinträchtigte. In der eigentlichen Revolutionszeit hielten gemeinsame Ziele und Gefahren die Amerikaner gewaltsam geeinigt. Sobald aber die politische Unabhängigkeit errungen war, gewannen widerstrebende Interessen die Oberhand. Gegenseitige Beargwöhnung und Feindschaft kamen im Gefolge, so daß der neue Bund mehr als einmal an den Rand des Abgrunds geriet. Politisch lag die schlimmste Schwäche der damaligen Amerikaner vielleicht darin, daß sie sich von dem zu jener Zeit in Europa tobenden Kampf um die Oberherrschaft nicht vollkommen freimachen konnten. Die Loyalisten, die die Revolutionszeit überlebt hatten51), waren glühende Anhänger Englands, Patrioten wie Jefferson waren anderseits ebenso begeistert für Frankreich. Washington hat bekanntlich in seiner „Farewell Address“ vor derartiger Stellungnahme zu den Fehden fremder Völker gewarnt, war sie doch auch die Quelle erbitterter Feindseligkeiten zwischen Jefferson und Alexander Hamilton [sieh Kap. II]. Nicht zuletzt machte sie es auch den Angehörigen der neuen Nation schwer, sich politisch als Amerikaner zu fühlen; denn ihre Unabhängigkeit errangen sie sich erst durch den Krieg von 1812.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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