Advertisement

Die Individualisierung des Bildungsideals

Chapter
  • 18 Downloads

Zusammenfassung

Gesetzt den Fall nun, das hier behauptete Zusammenstreben von gedanklicher Entwicklung und Lebenstendenzen führe zu einer vollkommenen Einigung — wäre damit etwa eine Gesamtlage geschaffen, die uns gestatten würde, ohne Einschränkung von der Einheit des Bildungsideals zu sprechen? Folgende Erwägung könnte uns das zweifelhaft machen. Selbst wenn völlige Einstimmigkeit herrschte hinsichtlich der allgemeinen Grundsätze, in denen diese Einheit niedergelegt ist, wäre damit auch nur das Geringste ausgemacht über die besondere Gestalt der Inhalte, an und in denen diese Grundsätze sich auszuwirken hätten? Offengelassen wäre durch sie doch immer noch der konkrete Gehalt der Ideale, denen man dient, der Gemeinschaft, der man sich ergibt, der Werte, die man anerkennt, der Bildungsgüter, die man pflegt. Ist man sich einig darüber, daß der „Sinn“ vor jeder subjektivistischen Auflösung bewahrt bleiben müsse, so kann diese Rettung den denkbar verschiedensten Sinngehalten zugute kommen. Die Einheit eines Bildungsideals zu behaupten, dazu würde — so möchte man meinen — doch erst dann Recht und Anlaß gegeben sein, wenn diese Einheit auch in der inhaltlichen Erfüllung Jener allgemeinen Grundsätze zutage träte, wenn eine allerseits übereinstimmend anerkannte Konkretisierung zu der Billigung jener Grundsätze hinzukäme.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Literatur

  1. E. Spranger, Lebensformen5, Halle 1925.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations