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Das Misslingen der Synthese

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Zusammenfassung

Wir sahen, daß die Lebensphilosophie ebenso wie die ihr kongeniale Pädagogik durch ihre Entgegenstellung sowohl gegen die These des Psychologismus wie gegen die These des Logizismus zu erkennen geben, daß sie den in dieser Problemebene entwickelten Gegensatz nicht als einen erschöpfenden Ausdruck der gedanklichen Möglichkeiten anerkennen, sondern zu einer Problemlage emporstreben, innerhalb deren neue gedankliche Fügungen eine „Aufhebung“ des auf jenem Niveau unlösbaren Gegensatzes ermöglichen. Nun fragt es sich, ob diesem Streben auf den Wegen, die es betritt, auch die Erfüllung wird. Es ist meine Absicht zu zeigen, daß die Lebensphilosophie, deren Empordrängen über die genannten Thesen zweifellos nicht nur einer gedanklichen, sondern einer Lebensnotwendigkeit entspringt, es nicht zu einer vollen Bemeisterung des Gegensatzes bringt, weil sie, ungewollt und unbewußt, doch noch teilweise in der Antithetik verfangen bleibt, deren sie Herr werden will, weil sie, anders ausgedrückt, doch noch mehr Partei innerhalb des Gegensatzes ist, als einer Überwinderin des Widerspruchs ansteht. Zwar steht die Lebensphilosophie insofern der durch den Logizismus vertretener Position näher, als sie eben Philosophie ist, d. h. der Meinung absagt, die „erfahrungswissenschaftliche“ Bearbeitung gegebener Tatbestände könne irgendwie den Interessen der Lebensanschauung und Lebensgestaltung Genüge tun.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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