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Der Gegensatz

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Zusammenfassung

Mit diesen Erwägungen ist der Punkt erreicht, an dem der Gegensatz dieser Bildungstheorie zu der vorher betrachteten in prinzipieller Form heraustritt und damit die fruchtbare und weitertreibende Antithetik der durch beide bezeichneten geistigen Lage sichtbar wird. Wir sahen, wie jede naturalistische Pädagogik durch das sie beherrschende methodische Prinzip genötigt ist, den Blick rein und ausschließlich auf die Geschehensreihen zu richten, die ihren Induktionen das Material geben, daß die „Erfahrung“, auf der sie fußen will, keine andere sein kann, als die Erfahrung von in der Zeit ablaufenden Ketten von Vorgängen. Wir sahen, daß diese Blickeinstellung dazu verführen kann, ja verführen muß, alles das, was der Reduktion auf den Prozeß widerstrebt, entweder zu übersehen oder aber seines eigentümlichen Charakters zu entkleiden. Nun, welches dieses Etwas sei, das den Prinzipien einer naturalistischen Pädagogik zum Opfer fallen muß, darüber belehrt uns die in Natorp verkörperte Antithese mit nicht zu übertreffender Deutlichkeit. Denn in ihr wird das dort Unterdrückte zum beherrschenden Prinzip erhoben und umgekehrt das, was dort alles andere in sich aufsog, selbst mediatisiert.

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Notes

Literatur

  1. R. Hönigswald, Über die Grundlagen der Pädagogik, München 1918. H. Johannsen, Der Logos der Erziehung, Jena 1925. Kulturbegriff und Erziehungswissenschaft, Leipzig 1925.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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