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Zusammenfassung

Die festen Körper sind entweder Kristalle oder Gemenge kleinster Kristallsplitter (quasiamorph, kristallinisch) oder wahrhaft amorph (glasig). Letztere faßt man als (unterkühlte) Flüssigkeiten von hoher Zähigkeit auf; tatsächlich fließen solche Substanzen (Gläser, Siegellack usw.) bei dauernder Belastung, während sie bei rasch wechselnden Kräften wie elastische Festkörper reagieren.1) Die eigentlichen festen Körper sind also Kristalle oder aus solchen zusammengesetzt; die Kristalle aber sind aus Atomen aufgebaute Raumgitter.2) Daher ist die moderne Atomtheorie des festen Zustandes eine „Dynamik der Kristallgitter“. Der vorliegende Artikel soll einen systematischen Aufbau dieser Theorie enthalten; die historische Entwicklung soll nur soweit berücksichtigt werden, als sie nicht schon in anderen Artikeln2) behandelt ist. Dabei sollen die Probleme kurz dargestellt werden, welche sich auf die atomistische Begründung solcher Gesetze beziehen, die auch auf phänomenologischem Wege gewonnen werden können; ausführlicher aber die der Atomistik eigentümlichen Vorstellungen und Ergebnisse, vor allem die Möglichkeit der Zurückführung aller meßbaren Größen auf Eigenschaften der Elementargebilde (Atome, Kerne, Elektronen).

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • M. Born
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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