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Die neue Zeit

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Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG)

Zusammenfassung

Die Romantik hatte, auch für Norddeutschland, das historische Verdienst, die Berechtigung der Mundarten als Literatursprachen anerkannt zu haben. Der laute Beifall, den Joh. Peter Hebels „Alemannische Gedichte“ in allen Teilen Deutschlands fanden, bewies, daß diesem Grundsatz allgemein zugestimmt wurde. Dadurch wuchs auch den Norddeutschen erneut der Mut, in ihren Dialekten poetische Werke hervorzubringen. Nicht klein ist die Schar derer, welche glaubten, „auch Dichter zu sein“, und in niederdeutscher Sprache in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts munter drauflos dichteten und -schrieben. Aber das meiste dieser Produktionen ist Spreu, so schnell verweht und vergessen, wie es aufgeschossen war. Nur wenige Namen sind erwähnenswert. Hebel und Doß galten als Vorbilder; daher waren Lyrik und Epik die Gebiete, welche von den kühnen Pionieren angebaut wurden. Erst später folgte das Drama und die Prosaerzählung nach. Der Dialekt ist anfangs unrein, auch hier ward Doß als Muster gewählt. Allmählich lernten die Dichter, auf die Übereinstimmung der von ihnen geschriebenen Mundart mit der wirklich gesprochenen zu achten und einen Mischmasch mit anderen sowie mit dem Hochdeutsch zu meiden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1920

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen Hochschule zu HannoverDeutschland

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