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Aus dem zweiten Buch der „Summa contra gentiles“

  • Alfons Kurfeß
Part of the Philosophische Quellenhefte book series (PQ, volume 9)

Zusammenfassung

Wenn auch die intellektuellen Substanzen nicht körperlich und nicht aus Materie und Form zufammengefeßt find und nicht in der Materie existieren wie die materiellen Formen, fo darf man doch nicht annehmen, daß fie deswegen der göttlichen Einfachheit gleichkommen. Es findet sich nämlich in ihnen eine zusammenseßung, weil bei ihnen Sein und Wefen-heit nicht identisch ist. Wenn nämlich das Sein Selbständig ift, so wird ihm außer dem Sein felbst nichts hinzugefügt. Denn auch bei den Dingen, deren Sein nicht selbftändig ist, ist zwar das, was dem Eystierenden außer feinem Sein innewohnt, mit diesem vereint, es ist aber nur beiläufig (per accidens) eins mit feinem Sein, infofern es nur ein Subjekt ist, das das Sein hat und das, was es ist außerhalb des Seins (Beispiel: Sokrates sein und weise sein ist nur beiläufig in ein und demselben Subjekt!)... Das selbständige Sein ist aber nur eines. Es ist aber oben (I 22 und 42) gezeigt worden, daß nur Gott das selbständige Sein ist. Also ist nichts, was nicht Gott ist, felbständiges Sein. Also ist in jeder geschaffenen Substanz ein anderes die Substanz selbst, ein anderes ihr Sein....

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Alfons Kurfeß

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