Der Rationalismus und die Entwicklung der Modernen Logik

  • Federigo Enriques
Part of the Wissenschaft und Hypothese book series (WH)

Zusammenfassung

Die Entwicklung der modernen Logik ist durch die Ansprüche der Wissenschaft bedingt, der die alten scholastischen Systeme nicht mehr genügen konnten. Die Geister lehnten sich gegen die Worterklärungen auf, die zu okkulten Qualitäten ihre Zuflucht nahmen. Molière hat darüber gespottet: Quare opium facit dormire ? quia habet virtutem dormitivam ! — Im Gegensatz zu unfruchtbaren Syllogismen hält man sich, wie wir schon erwähnt haben, an konkrete Experimente.

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Referenzen

  1. 1).
    Vgl. z. B. die Sätze 1148–1160 bei I. P. Richter, The literary works of Leonardo da Vinci, Bd. II, London 1883, S. 288.Google Scholar
  2. 2).
    „De principu atque originibus secundum fabulas cupidinis et coeli sive Parmenidis et Telesii et praecipere Democriti philosophia tractata in fabula.“Google Scholar
  3. 3).
    Ich erwähne z. B. einen Brief von Kepler an Galilei vom 19. 4. 1610, wo er von der Annahme der Unendlichkeit der Welten spricht, „die bei Demokrit und Leukipp, und die heute wieder bei Bruno und Bruzio, unserem gemeinsamen Freund, Anklang findet.“ (Op. di Galileo III, S. 106 und X, S. 321.)Google Scholar
  4. 1).
    Schon viele Jahre vorher in der unvollendeten „ Apologia Tychonis contra ursum“.Google Scholar
  5. 2).
    Opera IX, S. 280–281.Google Scholar
  6. 3).
    Opera VII, 731.Google Scholar
  7. 4).
    Opera VII, 75.Google Scholar
  8. 5).
    Opera II, 159.Google Scholar
  9. 6).
    Opera III, 321.Google Scholar
  10. 7).
    Opera VI, 347.Google Scholar
  11. 8).
    Opera VII, 129.Google Scholar
  12. 9).
  13. 10).
    Opere di Galileo XVIII, 69.Google Scholar
  14. 1).
    Oeuvres, ed. Adam et Tannery VI, 76, nach der deutschen Über“ Setzung des Dr. A. Buchenau in der „Philosophischen Bibliothek“, Bd. 26, 1919, S. 62/63.Google Scholar
  15. 2).
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  16. 3).
    Oeuvres X, 339–469. Die deutsche Übersetzung nach Dr. A. Buche-nau in der „Philosophischen Bibliothek“, Bd. 266, 1920, S. 10 u. 13.Google Scholar
  17. 4).
    II, 596–597.Google Scholar
  18. 5).
    V, 345: VIII. 49.Google Scholar
  19. 6).
    VIII, 45–51; vgl. V, 190, 238/39.Google Scholar
  20. 7).
    V, 348; VIII, 48, 53, 57.Google Scholar
  21. 8).
    VIII, 78, deutsche Übersetzung nach Dr. A. Buchenau in der„Philosophischen Bibliothek“, Bd. 28, 1908, S. 256.Google Scholar
  22. 1).
    Vgl. „Pensées de Pascal, Paris 1836, S. 59–90.Google Scholar
  23. 2).
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  24. 3).
    IV. Teil, Kap. 10.Google Scholar
  25. 4).
    „Pensées“, a. a. O., fig. 60.Google Scholar
  26. 1).
    Oeuvres VII, 256–391.Google Scholar
  27. 2).
    Oeuvres VIT, 171–196.Google Scholar
  28. 1).
    „Zweite Analytik“ II, 9 (7).Google Scholar
  29. 2).
    „Zweite Analytik“ II, 7 (6).Google Scholar
  30. 3).
    Wilhelm Occam, Summa totius logicae, Oxoniae 1675 (L. 1 § 26).Google Scholar
  31. 4).
    Vgl. Prantl, a. a. O., Bd. III, S. 366, 410.Google Scholar
  32. 5).
    Paris 1566.Google Scholar
  33. 6).
    Sie ist auch heute noch nicht von allen, nichtmathematischen Darstellern der Logik angenommen: Wir werden in § 16 ausführlich die Gedanken Stuart Mills kennenlernen. Auch Sigwart vertritt die Auffassung: „Jede logische Definition ist eine Nominaldefinition. Die Forde-derung einer Realdefinition beruht auf der Vermischung der metaphysischen und der logischen Aufgaben“, sagt er auf S. 379 (Bd. 1) seiner „Logik“ (5. Aufl. 1924). Aber andere Autoren, z. B. Ziehen („Lehrbuch der Logik“, 1920) kehren zur Betrachtung der Sachdefinitionen zurück.Google Scholar
  34. 7).
    Oxoniae 1687, Teil I, Kap. XXIII.Google Scholar
  35. 8).
    Teil I, Kap. XXIII.Google Scholar
  36. 9).
    Thomae Hobbes, Opera philosophica omnia. Amsterdam 1668.Google Scholar
  37. 1).
    Dahin gehören die Vertreter der mathematischen Logik Louis Couturat, der die wichtige Serie der Fragmente herausgegeben hat, auf die wir hernach Bezug nehmen, und Bertrand Russell, ‘A Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz ‘ Cambridge 1900. Über die darin gegebene Interpretation geben wir in § 28 einen Überblick.Google Scholar
  38. 2).
    Vgl.„Opuscules et fragments inédits de Leibniz“ par L. Couturat. Paris 1903, S. 437, Alcan.Google Scholar
  39. 3).
    a. a. O., S. 181.Google Scholar
  40. 4).
    a. a. O., S. 539.Google Scholar
  41. 5).
    a. a. O., S. 32.Google Scholar
  42. 6).
    „Scritti“, S. 599–616.Google Scholar
  43. 7).
    „Possibiles sunt termini de quibus demonstrari potest numquani in resolutionem ocursuram contraditionem“ (a.a.O., S. 371).Google Scholar
  44. 8).
    „Definitio realis seu definitio talis ex qua statim patet rem de qua agitur esse possibilem“ (a. a. O., S. 220).Google Scholar
  45. 9).
    Vgl. Couturat, La logique de Leibniz, Paris 1901, Alcan.Google Scholar
  46. 10).
    „Essais de calcul logique“ in ,„Opuscules etc.“ a. a. O. S. 258.Google Scholar
  47. 11).
    a. a. O., S. 328.Google Scholar
  48. 12).
    „Meditationes de cognitione, veritate et ideis“ bei Du tens Leibnitii opera omnia, Bd. II, Genevae 1768. Vgl. „Opuscules etc.“, S. 195 u. 219, Anm. 21.Google Scholar
  49. 13).
    „Catalogusnotionum primarium ex quibus ceterae pleraeque omnes componuntur“. a. a. O., S. 400.Google Scholar
  50. 14).
    „La logique de Leibniz“, S. 192.Google Scholar
  51. 15).
    So scheint er z.B. mit der Bezeichnung A + B den Begriff zu meinen, der sowohl die Merkmale von A wie die von B besitzt. (Vgl. „Non inelegans specimen demonstrandi in abstractis“, ed. Erdmann, S. 94.)Google Scholar
  52. 16).
    a. a. O., 1905, vgl. „Scritti“, S. 617. Errechnet es freilich Leibniz als Verdienst an, daß er einen empirischen Beweis für die Verträglichkeit der Postulate versucht hat, der freilich von dem rationalistischen Philosophen selbst als Schnitzer angesehen werden mußte, und der — wie man die Sache auch ansieht — bei weitem keine Lösung der Schwierigkeit bedeutet (vgl. § 28).Google Scholar
  53. 17).
    Dargelegt in den Vorträgen an den Universitäten Bologna und Brüssel und zuerst veröffentlicht im Kap. III der „Probleme der Wissenschaft“, 1906.Google Scholar
  54. 1).
    Erste Ausgabe Turin 1697. Eine Kopie desselben (2. Aufl. Pavia, 1701) fand ich in der Bibliothek Vittorio Emanuele in Rom.Google Scholar
  55. 2).
    Als Kuriosum führen wir das dort folgende Beispiel an, in dem er zur Polemik des Zeno von Elea gegen die Erzeugung des Kontinuums aus „Punkten“ Stellung nimmt.Google Scholar
  56. 3).
    „System of Logic“ (1. Aufl. 1843) 6. Aufl. VIII, 5.Google Scholar
  57. 4).
    a. a. O., S. 129/130.Google Scholar
  58. 5).
    a. a. O., S. 127.Google Scholar
  59. 2).
    Vgl. E. Daniele, I moti planetari e le leggi di Keplero im „Perio-dico di Matematiche“. Bologna, Juli 1921.Google Scholar
  60. 3).
    Vgl. insbesondere sein erstes und umfassendstes Werk „Treatise of Human Nature“, 1739 und das Buch I „Of the Understanding“.Google Scholar
  61. 4).
    Die eifrigsten kommen dazu, aus der Geschichte der Philosophie die tiefe Analyse des „Treatise“ von Hume auszuschließen, unter dem eigentümlichen Vorwand, daß Kant von dieser Lehre nur soviel gekannt habe, als in späteren Essays wiederholt oder popularisiert worden ist, während der Rest keinen Einfluß auf die Entwicklung gehabt habe. So würde dann das Denken eines Philosophen — der in historischer Form eine Stellung sub specie aeternitatis im menschlichen Denken hat — kein Leben besitzen über den Einfluß hinaus, den er zufällig auf das Werk der nächsten Denker gehabt hat oder über die Bedingungen hinaus, die ihm im Augenblick einen Welterfolg sichern!Google Scholar
  62. 1).
    Unter diesen Arbeiten habe ich nur die „Anlage zur Architektonik“ von Lambert ansehen können. Angaben über die von verschiedenen andern entwickelten symbolischen Systeme (zusammen mit einer Bibliographie) finden sich bei I. Venn Symbolic Logic 1881, 2. Aufl. London 1894, Mac-millan. In der von G. Peano herausgegebenen „Rivista Matematica“ Bd. IV, 1894, S. 120 findet sich nur eine Notiz über Lodovico Richeri, Algebrae philisophicae in usum artis inveniendi, specimen primum („Miscellanea Taurinensis“ II, 1761).Google Scholar
  63. 2).
    „Architektonik“, S. 19.Google Scholar
  64. 3).
    , Architektonik“, S. 39.Google Scholar
  65. 4).
    „Oeuvres complètes, Bd. 15, Paris 1827. „La logique ou les premiers développements de l’art de penser,“ und Bd. 16: „Langue des calculs.“Google Scholar
  66. 5).
    „Kritik der reinen Vernunft“, 1781. 2. Aufl. 1787; in den „Sämtl. Werke“, Leipzig 1838, Bd. II.Google Scholar
  67. 6).
    Werke V, S. 303.Google Scholar
  68. 7).
    Vgl. den „Versuch einer neuen Logik“. 1794. Neudruck Berlin 1912. Dort ist eine neue symbolische Analysis entwickelt.Google Scholar
  69. 8).
    Vgl. die Betrachtungen, welche den § 3 der „Kritik der reinen Vernunft“ abschließen.Google Scholar
  70. 9).
    Werke III, S. 167.Google Scholar
  71. 10).
    „Logik“, § 6.Google Scholar
  72. 11).
    Vgl. Maimon, Versuch einer neuen Logik, S. 15.Google Scholar
  73. 12).
    „Symbolic Logik“, 2. Aufl. Introduction S. XXXV.Google Scholar
  74. 13).
    Am Schluß des Abschnittes I der Einleitung in die „Logik“ (Werke III. S. 175).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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  • Federigo Enriques

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