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Zur Abbildung von Risikopräferenzen in der Theorie des Gewinnvorbehalts

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Überblick

  • Die Risikopräferenzen von Entscheidungsträgern werden in der von Helmut Koch als Alternative zur Risikonutzen-Theorie entwickelten Theorie des Gewinnvorbehalts mit Hilfe eines eigenständigen Sicherheitskriteriums, der sog. Mindestgewinn-Bedingung, berücksichtigt.

  • Der am häufigsten verwendeten, von den Eintrittswahrscheinlichkeiten einzelner Umweltsituationen abhängigen Mindestgewinn-Bedingung wird in der Literatur entgegengehalten, sie führe zu Inkonsistenzen bei der Abbildung von Risikopräferenzen. Der Beitrag greift diese Kritik auf und zeigt, daß mit Inkonsistenzen insbesondere bei alternativenspezifischen Umweltkonstellationen zu rechnen ist.

  • Der Gedanke wahrscheinlichkeitsabhängiger Mindestgewinn-Bedingungen muß indes nicht aufgegeben werden. Wird bei der Bemessung des Mindestgewinns nicht nur die Eintrittswahrscheinlichkeit einer einzelnen Umweltsituation, sondern werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten sämtlicher Umweltsituationen berücksichtigt, dann lassen sich wahrscheinlichkeitsabhängige Mindestgewinn-Bedingungen definieren, die die kritisierten Inkonsistenzen nicht aufweisen.

  • Zwei mögliche Konstruktionsprinzipien für derartige Mindestgewinn-Bedingungen werden diskutiert, und es wird gezeigt, daß beide mit den Prämissen der Theorie des Gewinnvorbehalts vereinbar sind.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  1. 1.Lehrstuhl für FinanzwirtschaftUniversität GH Essen — FB 5EssenDeutschland

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