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Die Datengrundlage: Zeitbudgets und Umfragedaten

  • Friederike Benthaus-Apel
Part of the DUV: Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Die nun folgende empirische Analyse beruht auf der sekundäranalytischen Auswertung von zwei durch unterschiedliche Instrumente zustandegekommenen, aber verknüpften Datensätzen: einer Umfrage mittels eines standardisierten Fragebogens zum Freizeit- und Sportverhalten und einer halbstandardisierten Zeitbudgeterhebung über drei ausgewählte Wochentage. Diese Datenmaterialien stammen aus dem unter Leitung von H. Lüdtke durchgeführten und von der DFG geförderten Forschungsprojekt „Zeitverwendung und Lebensstile“1.

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Literatur

  1. 1.
    Das Forschungsprojekt wurde von der DFG von 1988 bis 1990 gefördert. Unter Leitung von Prof. H. Lüdtke waren Frau Claudia Dahl-Dern und die Autorin tätig.Google Scholar
  2. 2.
    Aufgrund von fehlenden Angaben in Umfrage und Tagebuch stehen für die Auswertung nicht alle 425 Fälle zur Verfügung. Die Auswertung der Tagebücher bezieht sich deshalb auf eine Stichprobengröße von n = 417, während aus der Umfrage insgesamt nur 404 Fälle zur Verfügung standen.Google Scholar
  3. 3.
    Zum Aufbau des Tagebuchs siehe Kapitel 8.2.Google Scholar
  4. 4.
    Das Statistische Bundesamt bezieht sich vor allem auf Mikrozensus-Erhebungen, ALLBUS sowie auf die Volkszählung 1987.Google Scholar
  5. 5.
    Die internationalen Erfahrungen mit Zeitbudget-Erhebungen zeigen, daß die Struktur der Ausfälle hei Zeitbudget-Erhebungen sehr unterschiedlich sind, d.h., allgemeine Regeln über typische Stichprobenverzerrungen bei dieser Untersuchungsmethode nicht angebbar sind. So berichten Ehling/Schäfer (1988: 458): “Die Struktur der Ausfälle ist dabei von Land zu Land unterschiedlich. In Frankreich sind beispielsweise insbesondere Männer, ältere Menschen, in Großstädten lebende Personen und Behinderte bei den Ausfällen überrepräsentiert. Dagegen werden in Osterreich hohe Ausfälle eher bei Schülern und Studenten, Selbständigen und in Regionen, die traditionell niedrige Antwortquoten haben, verzeichnet. Teilweise wird auch vermutet, daß bei den Ausfällen insbesondere solche Personen stark überrepräsentiert sind, die unter starken Zeitdruck stehen.”Google Scholar
  6. 6.
    Siehe hierzu den Original-Befragungsbogen des Tagebuches im Anhang.Google Scholar
  7. 7.
    Im Drei-Tage-Buch wurde auf der ersten Seite eine kurze, schriftliche Einführung gegeben, in der die Untersuchungspersonen gebeten wurden, den Endzeitpunkt einer Aktivität einzutragen. In einem Muster wurden die schriftlichen Einführungen dann noch mal beispielhaft verdeutlicht (Siehe Original-Tagebuch im Anhang).Google Scholar
  8. 8.
    Bei der Auswertung zeigte sich dann, daß an relevanten Interaktionskontexten die Nachbarschaftskontakte und die erweiterten Familienkontakte (also die (Groß-)Eltern und (erwachsenen) Geschwister) fehlten. Die Befragten ergänzten z.T. dementsprechend die Antwortvorgaben. Bei der Auswertung konnten diese Ergänzungen jedoch nicht direkt übernommen werden, da ja nicht feststellbar ist, inwieweit die Befragten lnteraktionskontexte ergänzt bzw. unausgefüllt ließen. Deshalb wurden Ergänzungen dieser Art unter der Kategorie “andere Konstellationen” des Interaktionskontextes zusammengefaßt und verkodet.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. hierzu das 99 Kategorien umfassende Aktivitätsschema, das im Projekt verwendet wurde (Schema der Codierung der Zeitverwendungstagebücher) und die Reduktion auf 52 Kategorien in Tabelle A 11 im Anhang.Google Scholar
  10. 10.
    Beispielsweise wurde die Aktivität “Schmusen”, “Sich Lieben” o. ä. am Werktag insgesamt von sechs Befragten angegeben, die Aktivität “Krank im Bett liegen” von nur einem Befragtem. Politische Organisationsaktivitäten übte am Werktag ein Befragter aus, soziale Organisationsaktivitäten wurden von acht Befragten angegeben.Google Scholar
  11. 11.
    Anders hingegen ist Lüdtke (1993) in seiner Untersuchung der Zeitverwendungsmuster als Teilaspekt eines Lebensstils vorgegangen. Er hat mittels des multivariaten Analyseverfahrens der Konfigurationsfrequenzanalyse signifikant unterschiedliche Handlungssituationen ( Aktivität und Spezifik der Situation nach Personen, Ort und Bewertung) ermittelt, um charakteristische Unterschiede in der Zeitverwendung als Form der Lebensstil-Stilisierung transparent zu machen.Google Scholar
  12. 1.
    x = Mittelwert; s = Standardabweichung.Google Scholar
  13. 2.
    Diese Variable gibt die Einschätzung der Befragten bezüglich einer generellen Veränderung ihrer persönlichen Freizeitsituation in den vergangenen fünf Jahren wieder: Gemessen wurde der Freitzeitwandel anhand einer 7er-Skala (von: die Freizeit ist sehr viel mehr geworden, über: die Freizeit ist unverändert geblieben, bis: die Freizeit ist sehr viel weniger geworden); die zu fünf Kategorien zusammengefaßt wurden.Google Scholar
  14. 3.
    Es wurde nach dem Wandel des Zeitaufwandes für 11 vorgegebene Freizeitaktivitäten innerhalb der letzten fünf Jahre gefragt. Die drei Antwortmöglichkeiten lauteten: die Zeit für die jeweilige Aktivität ist “mehr” oder “weniger geworden” bzw. sie ist “gleich geblieben”. Es wurden hier ohne inhaltliche Berücksichtigung der einzelnen Aktivitäten lediglich die quantitativen Angaben über alle 11 Aktivitäten erfaßt. Da die Angaben “ist mehr” und “ist weniger geworden” sehr rechtsschief verteilt sind, wurden sie folgendermaßen zusammengefaßt: “Freizeit ist mehr geworden”: 1 = 1–5 Aktivitäten, 2 = 6–11 Aktivitäten; “Freizeit ist weniger geworden” 1 = 1–3 Aktivitäten, 2 = 5–11 Aktivitäten. Deswegen können die drei Maßzahlen des Freizeitwandels untereinander nicht verglichen werden.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Friederike Benthaus-Apel

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