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Die Demokratie als Problembewältiger und als Problemerzeuger

  • Manfred G. Schmidt
Chapter
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Wie man den vorangehenden Kapiteln entnehmen kann, hatte die Demokratie in Wissenschaft und Politik lange einen schlechten, bestenfalls einen ambivalenten Ruf. Das änderte sich erst im ausgehenden 18. Jahrhundert. Volle Anerkennung fand die Demokratie jedoch nicht vor dem 20. Jahrhundert — allerdings nur in den Ländern, die vom Hauptstrom des westeuropäischen und nordamerikanischen Politik-, Rechts- und Kulturverständnis geprägt sind. Doch selbst im ausgehenden 20. Jahrhundert gehört nur eine Minderheit von Ländern zu den Staaten mit einer seit mehreren Dekaden stabilen Demokratie. Nimmt man beispielsweise die Periode von 1960 bis 1993, so zählten bei Zugrundelegung eines Wertes von mindest 8 auf der Demokratieskala von Jaggers und Gurr (siehe Tabelle 12) gerade 27 Länder zu den stabilen etablierten Demokratien: die westeuropäischen und nordamerikanischen Verfassungsstaaten, Australien, Neuseeland, Japan, Indien (mit Ausnahme des autoritärstaatlichen Intermezzos von 1975/76) und ferner — so Jaggers und Gurr (1995) — Botswana (1966–93), Costa-Rica, Israel, Jamaika, Malaysia, Trinidad und Venezuela. Genau genommen sind es 28 Länder: Frankreich — das auf der Jaggers-Gurr-Skala nur 7 Punkte erreicht — ist den stabilen Demokratien natürlich hinzuzählen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

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